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Starkregen überflutet Straßen, Parks und Gärten in Bernau, Panketal und Biesenthal-Barnim

Unwetter
Niederbarnim unter Wasser

Sabine Rakitin / 12.07.2018, 19:48 Uhr - Aktualisiert 13.07.2018, 12:43
Bernau/Panketal (MOZ) Vollgelaufene Keller, überschwemmte Grundstücke und Straßen, Aquaplaning auf der Autobahn - der starke Dauerregen hat die Niederbarnimer am Donnerstag in Atem gehalten. Besonders betroffen waren die Stadt Bernau, die Gemeinde Panketal und der Amtsbereich Biesenthal-Barnim.

Als hätte es Adelheid Reimann geahnt. Gerade einmal vier Wochen ist es her, da machte sich die Ortsvorsteherin von Schönow bei strahlendem Sonnenschein bereits große Sorgen wegen des Zustandes des Regenwasserauffangbeckens in der Pestalozzistraße. Weil das Grundstück quasi Niemandsland ist - die Stadt wollte es einst nicht in ihr Eigentum übernehmen - kümmert sich auch niemand darum. Die Folge: Der Pfuhl ist verschlammt und zugewachsen. „Das ist hier der tiefste Punkt der Straße“, sagte Adelheid Reimann vor einem Monat. „Beim nächsten Starkregen wird sich das Wasser hier sammeln und kann nicht abfließen, weil das Becken dicht ist“, prophezeite sie.

Am Donnerstag ist es so gekommen, nachdem es die ganze Nacht stark geregnet hatte und das Becken voll war. Schönower Feuerwehrleute mussten am Morgen anrücken, um das Wasser abzupumpen. 

Vollgelaufene Keller, überschwemmte Grundstücke und Straßen, Aquaplaning auf der Autobahn-der starke Dauerregen hat die Niederbarnimer am Donnerstag in Atem gehalten Besonders betroffen war die Stadt Bernau, die Gemeinde Panketal und der Amtsbereich Biesenthal.
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Dauerregen im Niederbarnim

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Auch in Bernau rückte die Feuerwehr pausenlos aus, um überflutete Keller und Straßen vom Regenwasser zu befreien. Stadtbrandmeister Jörg Erdmann zählte zwischen 9 und 17 Uhr insgesamt 18 Einsätze, darunter in der Kita an der August-Bebel-Straße und am Amtsgericht in der Breitscheidstraße/Ecke Klementstraße. Dort konnten die Gullis die Wassermassen nicht mehr aufnehmen, tieferliegende Büros und Geschäfte waren in Gefahr. „Wir hatten 39 Frauen und Männer im Einsatz“, zog der Bernauer Wehrführer am späten Donnerstagnachmittag Bilanz.

Im benachbarten Panketal rückte die freiwillige Feuerwehr acht mal aus. Unter anderem musste sie in Zepernick die Polderflächen in der Straße der Jugend fluten, weil das Regenrückhaltebecken im Steenerbusch übergelaufen war.

100 Millimeter Regen auf den Quadratmeter gingen zwischen Mittwoch, 22 Uhr, und Donnerstag, 11 Uhr, in Biesenthal nieder. Dieser Wert wurde von Friedhelm Tietze im Heideweg/Gartenstraße gemessen. Entsprechend zu tun hatten die Feuerwehrleute um Ortswehrführer Rainer Strempel. Unter anderem war die benachbarte Rettungswache überschwemmt. Hilferufe kamen auch aus Rüdnitz, Melchow und Danewitz sowie von der A 11, auf der es bei Wandlitz einen Unfall wegen Aquaplaning gegeben hatte. Davon gekommen sind hingegen Ahrensfelde und Werneuchen. „Unsere Feuerwehr musste lediglich zu einem vollgelaufenen Keller ausrücken“, stellte Ahrensfeldes Ordnungsamtsleiter Marcel Stephan fest. „Witterungsbedingte Einsätze hatten wir glücklicherweise nicht“, sagte Uwe Faupel von der Stadtverwaltung Werneuchen.

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