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Schwedter auf Reisen

Wasserball
Drei Turniere im In- und Ausland

Viel auf Reisen: Wasserballer der SSV PCK Schwedt nahmen unter anderem an einem Turnier in Szczecin teil.
Viel auf Reisen: Wasserballer der SSV PCK Schwedt nahmen unter anderem an einem Turnier in Szczecin teil. © Foto: SSV PCK Schwedt
Steffen Opitz / 14.07.2018, 05:45 Uhr
Schwedt (MOZ) Mit Spielern verschiedener Altersklassen haben Wasserballer der SSV PCK zum Ausklang des Sportjahres 2017/18 an mehreren Turnieren im In- und Ausland teilgenommen. Ende August gibt es dann die traditionelle Fahrt zum weltgrößten Freiluft-Turnier in den Niederlanden.

Die Schwedter Männer nahmen in Szczecin am ersten Mastersturnier Polens teil. Im Nachbarland gibt es nur acht aktive Vereine, diese betreiben Wasserball jedoch auf hohem Niveau. Teams vom Gastgeber sowie aus Warschau und Gorzow waren nun Gegner der Oderstädter in einem gutklassigen, sehr fairen Turnier.

Die Oderstädter durften mit zwei U-16-Spielern antreten, da nicht genug Senioren zur Verfügung standen. Die beiden „Young-Masters“ schlugen sich tapfer und trugen sich sogar neben den Oldies in die Torschützenlisten ein. SSV PCK begann gegen die Gastgeber sehr engagiert und notierte zur Halbzeit ein respektables 4:5. Noch beim heimischen Weihnachtsmatch hatten die Schwedter gegen die Polen mit 5:23 verloren. Im dritten Viertel riss etwas der Spielfaden, sodass der Rückstand wuchs. Aber nach dem Schlusspfiff stand es „nur“ 4:12. Besonders auszeichnen konnte sich Robert Hückstädt im Schwedter Kasten, der so manch 100-prozentige Chance wettmachte.

Gegen Warschau ging es noch spannender zu. SSV PCK führte teilweise, musste schlussendlich aber nach einem 6:8 den vergebenen Chancen Tribut zollen. Gegen Gorzow gab es danach keinen Blumentopf zu gewinnen (7:16). Trotzdem waren alle Oderstädter mit dem Turnier sehr zufrieden und freuen sich schon auf die Neuauflage im Winter.

Eine Woche zuvor hatte es im Aquarium bereits die Endrunde der Männer-Landesmeisterschaft gegeben. Hier zog sich der Gastgeber ebenfalls achtbar aus der Affäre. Von den Ergebnissen der Vorjahre her war Schwedt krasser Außenseiter. Zum Auftakt gegen Brandenburg zeigte das SSV-Team sein bestes Saisonspiel. Bis zum dritten Viertel führte man sogar mit 3:1. Die Havelstädter sahen ihre Felle im Kampf um den Titel davon schwimmen und gaben noch einmal Gas. Mit 8:4 ging das Match schließlich für Brandenburg aus, was aber nicht das gute Spiel der Gastgeber schmälerte. Die Spieler um Phillip Gayk, Karl Kuchenbäcker und René Nöldner zeigten mit ihren jungen Nachwuchskollegen eine konditionell ansprechende und spielerisch gute Vorstellung. Das lässt für die eine oder andere Überraschung zum Landespokal im Herbst hoffen.

Am Ende gewann Potsdam die Meisterschaft, aber erstmals nicht ungeschlagen, denn die Brandenburger (2.) konnten die Landeshauptstädter in der Vorrunde bezwingen. Für die Oderstädter blieb also Bronze.

Am gleichen Wochenende durfte die Spielgemeinschaft Brandenburg/Schwedt bei der Finalrunde um die Landesmeisterschaft Ost (ehemaliges DDR-Gebiet) in Berlin starten. Schon die Teilnahme an der Finalrunde war der Lohn für die gute Trainingsarbeit in der abgelaufenen Saison – Schwedt stellte mit sieben Spielern den Kern der SG, die anderen kamen aus Brandenburg und Fürstenwalde.

In den ersten beiden Spielen gegen Spandau Berlin und den OSC-Potsdam hatte man nicht die Spur einer Chance bei zweistelligen Niederlagen. Gegen Chemnitz wurde dann zwar besser gespielt und es konnten gute Aktionen mit Treffern gekrönt werden, jedoch stiegen auch die Sachsen als sicherer Sieger aus dem Wasser. Nur gegen Plauen hatten die SG-Jungs eine echte Chance. Im wunderschönen Freibad in Berlin-Britz kam nun aber miserables Wetter auf – die Partie musste wegen Gewitters beim Stand von 0:1 abgebrochen werden. Dieses Resultat blieb letztlich im Protokoll stehen.

Die hängenden Köpfe waren bei der Heimfahrt nicht mehr zu sehen. Die Jungen freuten sich erst einmal auf die Ferien, die mit einem gemütlichen Team­abend zusammen mit allen Eltern beim Coach begannen.

Auf die neue Saison wird sich der SSV-Nachwuchs unter anderem im Trainingscamp in Brandenburg vorbereiten, dann geht es während der Schließzeit im heimischen Aquarium wieder nach Szczecin und auch zu einem Freundschaftsspiel nach Berlin-Schöneweide.

Alles in allem haben die großen und kleinen Wasserballer eine wechselvolle, schöne Saison hinter sich – vom 24. bis 26. August geht es dann zur Jubiläumsauflage, dem 50. Mammut-Wasserballturnier nach Ter Apel in den Niederlanden.

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