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Ideen von Anwohner und Gewerbetreibenden zur Attraktivität der Altstadt

Altstadtentwicklung
Größere Bäume und mehr Märkte

So stellt man sich das vor: Hohe Verweildauer in der Großen Straße. Die Tische vor dem Café Lucio sind oft gut ausgelastet. Dass die mit deutlich mehr als den zulässigen 20 Stundenkilometer vorbeirauschenden Autos zur Entspannung beitragen, darf bezweifelt werden.
So stellt man sich das vor: Hohe Verweildauer in der Großen Straße. Die Tische vor dem Café Lucio sind oft gut ausgelastet. Dass die mit deutlich mehr als den zulässigen 20 Stundenkilometer vorbeirauschenden Autos zur Entspannung beitragen, darf bezweifelt werden. © Foto: Gerd Markert
Jens Sell / 14.07.2018, 06:00 Uhr
Strausberg (MOZ) Die Altstadt ist neben dem Straussee der wichtigste Wohlfühlfaktor in Strausberg. Beim zweiten Runden Tisch ging es um die Attraktivität der Innenstadt, allerdings war er nicht so stark besucht wie der erste. Das Märkische Echo stellt deshalb einige Meinungen zur öffentlichen Diskussion.

Als ob es nicht schon genug Blumengeschäfte in der Großen Straße gäbe: Sowohl Anwohner der Großen Straße als auch Kunden und Händler wünschen sich „mehr Floristik“, um sich in der Altstadt wohl zu fühlen. Gemeint sind freilich weniger die Auslagen der Blumengeschäfte als mehr Hochbeete, Blumenrabatten und auch das sogenannte „Großgrün“, also Bäume. Uhrmachermeister Harald Kohls erinnerte an die vielen Bäume, die man auf historischen Ansichtskarten in der Stadt sieht: „Wenn große Bäume den Verkehrsraum einschränken, beruhigt das auch schon den Verkehr“, sagte er am Rande des Runden Tisches.

Gerade die Händler haben auch die Jugend im Auge. Sie schlagen vor, dass auf den leer stehenden Häusern im Norden Flächen für Street-Art freigegeben werden. Die Gruppe der Kunden und Gäste orientierte ebenfalls auf mehr Angebote für die Jugend. Für sie spielte der Straussee auch eine große Rolle: Der See müsse näher an die Altstadt geholt werden, es müsste einen Zugang geben. Gleich kam noch der Vorschlag eines Fischerfestes. Auch wünschen sich Teilnehmer des Runden Tisches eine fußläufige Verbindung von Fischerkietz und Kulturpark.

Was spontan schon initiiert wurde und an diesem Sonntag weitergehen wird: Die Belebung des Marktplatzes wünschen sich alle. Die Gewerbetreibenden brachten verschiedene Branchenmärkte ins Gespräch: Kunstmärkte, Trödelmärkte, Frischemärkte. Bei den Kunden und Gästen wurde eine Buchtauschbörse vorgeschlagen. Sie wünschten sich auch kostenloses Internet und mehr Sitzgelegenheiten auf dem Markt, ein Jugend- und Schülercafé und ein Kino. Der Kulturpark solle gastronomisch bewirtschaftet werden.  Eine Art Wanderausstellung für Strausberger Künstler entlang der Großen Straße könnte dazu beitragen. Bis zum Markt könnte die die Besucher ziehen und mit alternativen Sitzmöglichkeiten zum Verweilen anregen. „Es muss einfach mehr Gründe geben, in der Altstadt zu verweilen, wenn die Geschäfte geschlossen sind“, hieß es.

Dass die Geschäfte nicht lange genug geöffnet sind, kam in allen Gruppen zur Sprache. Birgit Bärmann, die den Stuhlkreis der Altstadt-Bewohner moderierte, sagte: „Es wäre schön, wenn wenigstens an einem Tag in der Woche die Geschäfte länger geöffnet wären.“ Andere nannten es einen Familieneinkaufstag. Und selbst die Gewerbetreibenden und Händler forderten eine Ausweitung der Öffnungszeiten.

Auch wenn die Attraktivität der Altstadt beim zweiten Runden Tisch im Mittelpunkt stand, auch bei diesem Thema kommt man um die Verkehrsberuhigung nicht umhin. Ein aussagefähigeres Parkleitsystem forderten Anwohner und Kunden. Die Händler schlugen eine Bus-Stadtlinie mit mehr Haltepunkten und kleineren Bussen durch die Altstadt vor. Anwohner sollten Parkausweise erhalten, forderten die Bewohner der Altstadt. Auch müsste die Stadt ein Parkhaus an der Müncheberger Straße bauen. Barrierefreiheit war ein Stichwort, das in allen Gruppen fiel. In erster Linie wurde die Beseitigung diverser Poller darunter verstanden. Die Stellflächen in der Großen Straße, so ein weiterer Vorschlag, sollten nur den alten und behinderte Menschen vorbehalten sein.

Haben auch Sie Vorschläge zur Attraktivität der Altstadt? E-Mail an strausberg-red@moz.de!

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