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Salmonellen
Noch zwei Kranke

Kommt nicht zur Ruhe: Im Alten- und Pflegeheim Karlslust in Storkow sind neue Beschwerden aufgetreten.
Kommt nicht zur Ruhe: Im Alten- und Pflegeheim Karlslust in Storkow sind neue Beschwerden aufgetreten. © Foto: Jörn Tornow
Jörg Kühl / 14.07.2018, 08:15 Uhr
Storkow (MOZ) Am Freitag sind bei zwei weiteren Bewohnern des Alten- und Pflegeheims Karlslust Symptome aufgetreten, die von Salmonellen hervorgerufen worden sein könnten.Das Gesundheitsamt hat eine Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen angeordnet.

Wie der Leiter des Gesundheitsamtes Oder-Spree, Rutger Stellke, am Freitag mitteilte, sei bei einem Mann Durchfall, bei einem anderen Erbrechen aufgetreten. In dem Heim sind seit dem 26. Juni acht Menschen an Salmonellen-Infektionen erkrankt. Zwei Senioren sind am 10. Juli und am 11. Juli an Komplikationen im Zusammenhang mit der Salmonellen-Infektion gestorben. Seit dem Auftreten des ersten Krankheitsfalls am 26. Juni sind nun insgesamt 21 Bewohner der Einrichtung und zwei Pflegekräfte betroffen.

Als Reaktion auf die neuen Erkrankungsfälle hat das Gesundheitsamt Oder-Spree eine Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung von Infektionen angeordnet. Wie Amtsleiter Stellke weiter mitteilte, werden die Transportwege der Nahrung – also von der zentralen Küche bis zu den Heimbewohnern – in Abschnitte aufgeteilt und separiert. „Damit sollen Kreuz-Kontaminationen erschwert werden“, erläuterte Stellke.

Wurde bisher das Essen von Küchenhilfen auf die Stationen gefahren, so wird das Essen bis auf Weiteres jetzt vom Stationspersonal an Übergabepunkten abgeholt. Die Transportwagen werden nach jedem Transfer desinfiziert.

Das Essen in Gemeinschaftsräumen ist vorerst unterbunden worden. Die Heimbewohner nehmen ihr Essen in ihren Zimmern zu sich. Die Hygieneintervalle in den gemeinsam genutzten Toiletten sind erhöht worden. Alle offenen Nahrungsmittel-Gebinde in den Stationsküchen sind entsorgt worden. Darüber hinaus werden die Laboruntersuchungen zum Nachweis von Salmonellose intensiviert und Tests veranlasst, die ein schnelleres Ergebnis liefern.

Wie Stellke weiter mitteilte, sind im Betreuten Wohnen, das in einem benachbarten Haus angeboten wird, sowie in der Altstadtkita weiterhin keine Beschwerden aufgetreten. Beide Einrichtungen werden von der Küche des Alten- und Pflegeheims Karlslust beliefert. Nach Auskunft Stellkes konnte in zwei bestätigten Salmonellen-Fällen der Bakterientyp identifiziert werden. Demnach handelt es sich um die Variante „Salmonella Panama“ innerhalb der Gruppe „Typ D“.

Bisher ist die Quelle der Infektionen noch unklar. Die Heimleitung arbeitet eng mit den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes sowie des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes zusammen, um die Ursache einzugrenzen.

Besser geht es einem Patienten, der zunächst noch auf der Intensivstation behandelt wurde. Der Heimbewohner konnte in die Normalstation verlegt werden. Die mikrobiologischen Proben dieses Patienten sind bisher negativ, bei ihm gibt es keinen Erregernachweis, teilte das Gesundheitsamt mit.

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