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Filmpremiere
Plekwek zeigt Doku über die Bandgeschichte im Kino

Freuen sich auf die Premiere: Die Plekwek-Musiker Dennis Klinke, Sonja Höschele und Daniel Wiesjahn (von oben).
Freuen sich auf die Premiere: Die Plekwek-Musiker Dennis Klinke, Sonja Höschele und Daniel Wiesjahn (von oben). © Foto: Tilman Trebs
Tilman Trebs / 14.07.2018, 08:34 Uhr - Aktualisiert 14.07.2018, 11:18
Oranienburg (MOZ) Heiße Neuigkeiten haben die Musiker der vor einem Jahr aufgelösten Poprock-Band „Plekwek“ aus Oranienburg am Wochenende auf ihrer Facebook-Seite angekündigt. Möglicherweise aufkeimende Hoffnungen auf eine Wiedervereinigung der Gruppe können aber gleich wieder begraben werden. Plekwek planen weiterhin nicht, noch einmal gemeinsam auf die Bühne zu gehen. Demnächst aber wird die Band im Oranienburger Filmpalast zu sehen sein – auf der Leinwand des größten Saals, den das Kino zu bieten hat.

Auf den Tag genau ein Jahr nach dem fulminanten Abschiedskonzert im Oranienburger „Weidengarten“ wird am 5. August der Film „Völlig unter Strom. Plekwek – Der Film“ gezeigt. Die zweistündige Dokumentation zeichnet noch einmal die zehnjährige Bandgeschichte nach. Er zeigt Konzertausschnitte und lässt Musiker und langjährige Weggefährten der Band zu Wort kommen. „Wir sind dafür bis nach Norwegen gereist, um Interviews zu drehen“, erzählt Plekwek-Gitarrist Daniel Wiesjahn, der das Filmprojekt maßgeblich mit Gitarrist Dennis „George“ Klinke und Plekwek-Techniker Olaf „Latti“ Klein vorangetrieben hat. Unzählige Mitschnitte wurden gesichtet und für den Film ausgewertet. „Es ist eine umfangreiche Dokumentation. Der Film kommt aber ohne Kommentierung aus dem Off aus“, so Wiesjahn.

Den Film hatte die Band schon vor einem Jahr geplant und im Herbst eine Crowdfunding-Aktion im Internet gestartet, um das nötige Kleingeld für die Produktion zu sammeln. Fans konnten im Rahmen der Aktion unter anderem DVDs und Kinokarten kaufen. Statt der erhofften 5000 Euro kamen fast 6000 Euro zusammen. Statt des kleinen Kinosaals wurde nun der große Saal im Filmpalast angemietet, um alle Fans, die den Film sehen wollen, auch platzieren zu können. Noch sind aber rund 60 Karten zu haben. Sie sollen ab Mitte Juli in der Touristinformation am Schlossplatz erhältlich sein.

Nicht geplant war vor einem Jahr, dass die Bandgeschichte in einem Buch niedergeschrieben wird. „Eigentlich sollte es nur ein Begleitheftchen für die DVD werden“, sagt Plekwek-Sängerin Sonja „Sonne“ Höschele. Dennis Klinke fand in seinen Tagebuchnotizen aber so viele Anekdoten, dass das Heft immer dicker und dicker wurde und am Ende auch nicht mehr in die DVD-Hülle passte. Außerdem hatte ihn Daniel Wiesjahn immer wieder animiert: „Schreib weiter!“ Nun ist es also ein Buch geworden, nach Angaben der Band auch ein paar hundert Seiten dick. Bis zur Filmvorführung soll das Buch gedruckt und mit der DVD erhältlich sein.

Einige Fans hatten gehofft, die Rückbesinnung der Band würde die Musiker dazu bewegen, sich wieder zusammenzuraufen. Doch bis auf Schlagzeuger David Kewitz winken alle Bandmitglieder ab. „Wir haben mal aus Spaß gemeinsam geprobt. Schon nach einem halben Song wussten wir. Es ist wirklich vorbei“, sagt Sängerin Höschele. Den ständigen Druck und den Stress wollen die Musiker nicht wiederhaben. Daniel Wiesjahn hat sich inzwischen auch einen Kindheitstraum erfüllt und ist an die Ostsee gezogen. Sonja Höschele rockt inzwischen mit den „Mulle Muus“ auf den Bühnen der Stadt. Dabei soll es auch bleiben. Am 5. August kommen sie aber noch einmal alle im Kino zusammen, die Musiker und ihre Fans. „Wir freuen uns riesig drauf“, sagt Sonja Höschele.

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