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Monika Müller, langjährige Leiterin der Grundschule Am Fasanenwald, genießt bald den Ruhestand / Sylvia Mazur übernimmt den Posten ab August.

Wechsel
In Neuzelle geht eine Ära zu Ende

Ein neues Kapitel geht los: Sylvia Mazur (l.) wird neue Schulleiterin in der Grundschule Am Fasanenwald in Neuzelle. Monika Müller geht nach 27 Jahren als Leiterin in den Ruhestand.
Ein neues Kapitel geht los: Sylvia Mazur (l.) wird neue Schulleiterin in der Grundschule Am Fasanenwald in Neuzelle. Monika Müller geht nach 27 Jahren als Leiterin in den Ruhestand. © Foto: MOZ/Janet Neiser
Janet Neiser / 14.07.2018, 09:00 Uhr - Aktualisiert 14.07.2018, 11:15
Neuzelle (MOZ) An der Spitze der Schulleitung der Grundschule Am Fasanenwald in Neuzelle gibt es mit dem neuen Schuljahr einen Personalwechsel. Monika Müller geht mit 63 Jahren in den Ruhestand. Ihre Nachfolgerin steht bereits fest: Sie kommt aus den eigenen Reihen und heißt Sylvia Mazur.

„Mensch, das sollte doch nicht passieren.“ Monika Müller wischt sich ein Tränchen aus den Augen. „Da sehen Sie, wie nah mir das geht.“ Gerade hat die 63-Jährige die letzten Kisten in ihrem kleinen Büro in der Grundschule Am Fasanenwald zusammengepackt. Auf ihrem Stuhl, an ihrem Schreibtisch wird ab August jemand anderes Platz nehmen. „Leicht fällt mir das nicht“, sagt Monika Müller. „Aber wahrscheinlich realisiere ich das alles erst richtig, wenn das Schuljahr wieder begonnen hat. Momentan ist es noch eher wie Urlaub.“

Seit 1991 war Monika Müller Schulleiterin der Neuzeller Grundschule. Der Entschluss, mit 63 Jahren aufzuhören, ist seit Jahren gereift, erzählt die Frau, die im Ortsteil Kummro wohnt und mit Leib und Seele Neuzellerin ist. „Es war eine wirklich schöne Zeit hier. Mit vielen, vielen Höhepunkten. Das eine schöne Erlebnis, das gibt es nicht. Es waren so viele. Ich habe tolle Kollegen und auch die Zusammenarbeit mit dem Hort läuft wunderbar.“ Die Kinder haben sich in der letzten Schulwoche bereits mit einem kleinen Programm verabschiedet. „Ganz wunderbar war das“, betont Monika Müller und wieder werden ihre Augen wässrig.

Was sie nun machen wird. „Mein Mann und ich werden uns erst einmal um unsere Gesundheit kümmern. Und dann wollen wir reisen“, erzählt Monika Müller. Ein Lieblingsziel? Nein, das habe sie nicht. Einfach ein bisschen die Welt möchte sie sehen. Falls sie in der Schule mal gebraucht werde – für Veranstaltungen oder dergleichen, dann werde sie gern kommen. Und Unterricht? Das Kapitel ist für immer abgeschlossen.

In den vergangenen Wochen, ja Monaten, hat sie ihre Nachfolgerin fast immer an der Seite gehabt. Sylvia Mazur wird den Posten ab August übernehmen. Eine Lehrerin aus den eigenen Reihen, eine, die die Schule ebenfalls schon seit Jahren kennt. „Seit neun Jahren bin ich jetzt hier“, erklärt die 57-Jährige. Zuvor habe sie in Beeskow gearbeitet, an der Grundschule, aber auch an der Gesamtschule. „Ich weiß also auch, was nach der sechsten Klasse kommt“, sagt sie.

Sylvia Mazur will das Rad nicht neu erfinden. „Wenn etwas gut läuft, muss man es doch nicht ändern“, betont sie. Aber da die Welt sich weiterdrehe, wolle sie beispielsweise in Sachen Medienbildung etwas aktiver werden. „Das muss sein“, sagt sie mit Blick auf Smartphones, Tablets und die Nutzung des Internets. „Und natürlich bin ich nicht Monika Müller, sondern Sylvia Mazur.“ Die beiden Frauen verstehen sich, das merkt man. Das macht es Monika Müller vielleicht auch etwas leichter, die Kisten zu packen. Es ist eben kein Fremder, der das Steuer übernimmt, sondern ein Mitglied des Teams, das sie so schätzt.

Ruhe herrscht in den Ferien in der Grundschule übrigens nicht. Es finden verschiedene Bau- und Ausbesserungsmaßnahmen statt. Der Fußboden in einigen Räumen und Gängen wird erneuert und im Gebäudeteil für die ganz jungen Schüler ist eine Zwischenwand zu entfernen, sodass der Raum größer wird. Etwa 245 Jungen und Mädchen lernen ab August in der Grundschule am Fasanenwald. Sie kommen aus dem gesamten Amt Neuzelle.

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