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Familienlotsen
Tipps für die ersten Lebensjahre

Regelmäßiger Austausch:  (v. l.) Die Familienlotsinnen Ute Hallmann, Rosel Rudow, Nicole Bollfraß und Sandra Pojtinger töpfern gemeinsam im DRK-Familienzentrum Beeskow.
Regelmäßiger Austausch:  (v. l.) Die Familienlotsinnen Ute Hallmann, Rosel Rudow, Nicole Bollfraß und Sandra Pojtinger töpfern gemeinsam im DRK-Familienzentrum Beeskow. © Foto: Jörn Tornow
Larissa Benz / 18.07.2018, 21:30 Uhr
Beeskow (MOZ) Beeskow. Ehrenamtliche im Landkreis unterstützen als Familienlotsinnen Eltern mit Kleinkindern. Sie sehen sich als Ansprechpartner für alle jungen Familien.

Das Kind schreit ständig und die Eltern wissen nicht mehr weiter. Die erste Schwangerschaft und so viele Fragen stehen an. Unterstützung in diesen Situationen möchten ehrenamtliche Familienlotsinnen im Landkreis bieten.

Regelmäßig kommen die circa 20  Frauen in den DRK-Familienzentren im Landkreis zusammen, um sich über ihre Aufgabe auszutauschen. Dieses Mal steht für die große Gruppe Töpfern auf dem Programm. „Wir haben momentan mehr Ehrenamtliche als Familien, die das Angebot nutzen wollen“, erzählt Koordinatorin Anja Keß vom Familienzentrum in Beeskow. Seit gut zwei Jahren gibt es das Projekt im Landkreis.

Viele Eltern hätten aber Scheu, sich zu melden. „Die meisten denken, die Unterstützung sei nur für sogenannte Problemfamilien“, sagt Daniela Schulz, die von Anfang an als Ehrenamtliche hilft. Dabei seien die Lotsinnen für alle Familien da, die Tipps für den Alltag mit kleinen Kindern bekommen möchten. „Ich sehe mich als eine Art Freundin“, sagt sie.

Zehn Treffen innerhalb der ersten drei Lebensjahre eines Kindes sind im Rahmen der Begleitung vorgesehen  – „ich fahre aber öfter bei meinen zwei Familien vorbei“, sagt Schulz.

Zehn Schulungstage müssen angehenden Lotsinnen absolvieren. Inhaltlich geht es dabei vor allem um Kindergesundheit. Auch Wissen zu Anlaufstellen für Eltern im Landkreis eignen sich die Lotsinnen an. „Wir sehen uns auch als Vermittler, etwa zu Logopäden oder der Schreiambulanz“, sagt Anja Keß vom Familienzentrum.

Sandra Pojtinger ist eine der neuen Familienbegleiterinnen. Die 30-Jährige ist selbst Mutter und weiß, dass gerade am Anfang viele Fragen aufkommen. „Ich sehe mich nun als eine Art Expertin für Kleinkinder“, sagt sie.

Das Projekt ist Teil des Netzwerks „Gesunde Kinder“ im Landkreis Oder-Spree und wird vom Land Brandenburg finanziert. Flyer liegen etwa bei Hebammen aus. Auf diesem Weg erfahren laut Koordinatorin Anja Keß die meisten Eltern von dem Angebot. Sie wünscht sich, dass sich noch mehr Familien melden: „Wir haben sehr engagierte Frauen, die sich freuen, junge Eltern zu unterstützen“, sagt sie.

Weitere Informationen zum Projekt „Familienlotsen“ gibt es bei Anja Keß  unter Tel. 03366 153019 oder unter anja.kess@drk-mohs.de. Gesucht werden momentan vor allem junge Familien, die das Angebot in Anspruch nehmen möchten.

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