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Galopprennbahn
Ein Mann mit viel Gefühl für jedes Pferd

Verantwortungsvoller Job am Renntag: Jürgen Drieschner ist Bereichsleiter Startmaschine. Zu seinem Team gehören zwölf Männer und eine Frau.
Verantwortungsvoller Job am Renntag: Jürgen Drieschner ist Bereichsleiter Startmaschine. Zu seinem Team gehören zwölf Männer und eine Frau. © Foto: Frank Sorge
Jens Sorge / 24.07.2018, 06:45 Uhr
Hoppegarten Ein milder Sommerabend in der prächtigen Naturkulisse der Rennbahn Hoppegarten, das hat etwas. Das können Besucher beim einzigen Abendrenntag der Saison am Mittwoch ab 16 Uhr genießen. Im Blickpunkt der acht Rennen: der 27 000 Euro „schwere“ Sprintcup auf der kürzesten Renndistanz von 1000 Metern.

Der Neuenhagener Jürgen Drieschner kann den Renntag jedoch erst richtig nach dem letzten Rennen genießen. Denn der 52-Jährige trägt zuvor an den Startboxen wesentlich zum Gelingen des Ganzen bei. Von den zahlreichen Renntags-Beschäftigten kommt der Starthelfer-Mannschaft besondere Bedeutung zu. Von ihrem Einsatz, ihrem Gefühl für die Pferde hängen pünktliche Starts ab, die vor allem bei den Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der französischen Wettgesellschaft PMU von großer Bedeutung sind.

Wie in anderen wichtigen Bereichen des Rennbetriebes stehen erfahrene Mitarbeiter bereit. So wie Jürgen Drieschner als Bereichsleiter Startmaschine, wobei er für die Einteilung des Personals, Wolfgang Schöne für die Technik zuständig ist. Insgesamt 13 Personen sind im Einsatz, darunter eine Frau: Deborah Drieschner. Auch deren 22-jähriger Bruder Tjark ist mit großem Engagement dabei. Wie der Vater so die Kinder. „Ich habe früher mit einem Freizeitjob auf der Rennbahn begonnen“, erzählt Jürgen Drieschner, „war 14 Jahre, als ich die Löcher im Geläuf zustampfte“. Der Kontakt kam durch einen Bekannten zustande, so wie viele Generationen aus Hoppegarten und Neuenhagen im Jugendalter den Weg zu einer Tätigkeit auf der Rennbahn fanden. Und dadurch wichtige Kenntnisse erwarben.

Der Einsatz an den Startboxen ist nicht ungefährlich. „Wir tragen Arbeitsschutz-Kleidung – Arbeitsschutzschuhe, Knie- und Schienbeinschoner, Schutzweste und Helm“, erklärt Jürgen Drieschner.  „Und wir sind ein guter Mix an Leuten, die zum Teil einst beruflich mit Pferden zu tun hatten, auch ehemalige Rennreiter. Alle  wissen, wie man mit Pferden umzugehen hat. Wir kennen die Eigenheiten von vielen Pferden und sind bestrebt, den Startvorgang möglichst stressfrei und in Zusammenarbeit mit Pferd und Reiter zu vollziehen. In den letzten neun Jahren gab es keinen schwerwiegenden Unfall am Start.“

Auf einen Aspekt legt der im Neuenhagener St. Georgsweg aufgewachsene, kräftig gebaute Mann besonderen Wert: „Wir haben alle unseren Beruf fürs tägliche Brot, und sind in unserer Freizeit an Renntagen mit Herzblut und Spaß an der Sache im Einsatz. Für mich ist wichtig, dass die Truppe in dieser Zusammenstellung und Stärke arbeiten kann.“ Sechs Mann führen die Pferde in die Boxen und ebensoviele geleiten Pferd und Reiter seitlich und hinten in die Boxen und schließen die Türen. Das muss Hand in Hand und schnell gehen. Oft gibt es bezüglich der zur Verfügung stehenden Zeit wenig Spielraum. Schließlich wollen alle in Zusammenarbeit mit Starter Dietmar Schmidt einen guten Job abliefern.(sor)

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