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Probefahrt
Autotest Volvo V90

Wem übrigens 130 km/h zur Fortbewegung reichen, der kann auf der Autobahn das serienmäßige Assistenzsystem Pilot Assist benutzen,.
Wem übrigens 130 km/h zur Fortbewegung reichen, der kann auf der Autobahn das serienmäßige Assistenzsystem Pilot Assist benutzen,. © Foto: Hajo Zenker
Hajo Zenker / 24.07.2018, 10:45 Uhr - Aktualisiert 24.07.2018, 11:36
Berlin (MOZ) Volvo steht bei uns in diesem Jahr im Vergleich zu 2017 bei plus/minus null. Über alle Marken gab es dagegen ein Wachstum von 2,9 Prozent. Bei den Schweden spielte dabei auch der Modellwechsel der beiden 60er-Modelle eine Rolle. Der V90 jedenfalls verkauft sich sehr gut. Und das neue Modell XC40 übertrifft alle Erwartungen.

Motor

Der chinesische Volvo-Eigentümer, der Geely-Konzern, der den Skandinaviern eigentlich viel Raum gibt, hat eine Vorgabe gemacht: Fünf- oder Sechszylinder als Motoren werden aussortiert. Nun gibt es selbst für die nobelsten Ausführungen nicht mehr als Vierzylinder-Triebwerke, was nicht jeden Kunden begeistert. Für den V90 sind drei Benziner und drei Diesel erhältlich (in der neuen Limousine S60 übrigens wurde der Diesel aussortiert), alle mit zwei Litern Hubraum. Die leisten zwischen 150 PS und 310 PS. Zudem gibt es noch einen Plug-in-Hybrid als stärkstes Modell mit 390 PS Systemleistung. Und was heute der Erwähnung wert ist - alle Motoren erfüllen die Abgasnorm Euro 6d-Temp. Der von uns gefahrene kleinste Benziner mobilisiert bis zu 190 PS und 300 Newtonmeter maximales Drehmoment. Und mehr Power braucht es eigentlich wirklich nicht. Denn man kommt stets flott vom Fleck und immerhin in knapp neun Sekunden von Null auf Tempo 100. Dazu passt die bei diesem Motor serienmäßige Acht-Gang-Automatik sehr gut. Auf der Autobahn sind ohne Probleme 210 km/h möglich, nur klingt der Motor dann nicht mehr ganz so entspannt-kultiviert wie sonst.

Im MOZ-Autotest dieses Mal der Volvo V90
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Karosserie/Ausstattung

Natürlich ist dieser Volvo ganz schwedisch: ein hochwertiger, durchgestylter Innenraum voll nobler Materialien, der den Insassen zudem viel Platz bietet (allerdings nur für vier Erwachsene wegen eines massiven Mitteltunnels). Das Ganze ist modern zu bedienen, auch dank eines großen Touchscreens im Hochformat. Für das Gepäck gibt es in dem 4,94 Meter langen Fahrzeug satte 560 Liter Raum. Auch von außen vermag das Design mit seinen Proportionen und der kraftvollen Linie zu überzeugen. Damit sticht der V90 als Kombi den Limousinenbruder S90 wirklich aus. Natürlich bleibt Volvo seiner besonderen Sicherheitsorientierung treu: Sieben Airbags, Schleudertraum-Schutz, Spurhalteassistent, Notbremsassistent, Verkehrszeichenerkennung. Wem übrigens 130 km/h zur Fortbewegung reichen, der kann auf der Autobahn das serienmäßige Assistenzsystem Pilot Assist benutzen, welches selbstständig Abstand halten und Kurven befahren kann. Wobei das Lenkrad dabei spüren muss, dass man trotzdem die Hände am Steuer hat. Natürlich gibt es auch weiterhin Technik ohne Ende, ganz neu etwa eine Wilderkennung, die bei Tieren ab Wildschwein aufwärts eine Notbremsung einleiten kann.

Fahrverhalten

Souverän, unaufgeregt - der Volvo bügelt alle Unebenheiten der Straße weg. Zusätzlich lässt sich die Abstimmung per Schalter noch optimieren.

Wirtschaftlichkeit

Mit dem kleinsten Diesel gibt es den Einstieg in einen V90 ab 44.550 Euro. Der von uns gefahrene kleinste Benziner geht laut Liste bei 45.850 Euro los. Und da ist natürlich noch lange nicht Schluss: Mit allerlei Extras, wie Voll-LED-Scheinwerfern, elektrischer Gepäckraumklappe, Luftfederung, Vier-Zonen-Klimaautomatik, Head-Up-Display und noblem Soundsystem, landete der Testwagen bereits bei 66.800 Euro. Aber stolze Preise kennt ja jeder Schweden-Urlauber. Und sie haben dem wachsenden Erfolg von Volvo nicht geschadet. Im Verbrauch sind es offiziell 6,8 Liter Super auf 100 Kilometer (158 g/km CO2), allerdings brauchten wir zwei Liter mehr.

Fazit

Volvo und Kombi – das gehört seit vielen Jahren zusammen. Und mit dem V90 beweisen die Schweden, dass sie trotz des SUV-Booms den Kombi-Bereich weiter voll im Blick haben und hier in Technik und Design ganz vorn mitfahren – allerdings auch zu skandinavischen Preisen. 

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