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BVB/Freie Wähler bringen Antrag zu Erhöhung der Verkehrssicherheit in Ladeburg ein

Raser-Problem
An „Tempo 30“ hält sich kaum jemand

Vor-Ort-Termin: Péter Vida (2.v.l.) und Jörg Arnold (2.v.r.) vom Ortsbeirat Ladeburg diskutieren mit Anwohnern über die Situation in der Straße.
Vor-Ort-Termin: Péter Vida (2.v.l.) und Jörg Arnold (2.v.r.) vom Ortsbeirat Ladeburg diskutieren mit Anwohnern über die Situation in der Straße. © Foto: Wolfgang Rakitin
Kai-Uwe Krakau / 29.07.2018, 18:32 Uhr
Bernau (MOZ) Rasende Autofahrer, gefährdete Kinder und tote Tiere – die Straße An der Plantage in Ladeburg entwickelt sich immer mehr zu einer „Rennpiste“. Das wollen der Ortsbeirat und die Fraktion BVB/Freie Wähler in der Stadtverordnetenversammlung Bernau nicht länger hinnehmen und haben nun einen Antrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in dem Ortsteil eingebracht.

„Wiederholt haben sich Anwohner beschwert, weil zu viele Verkehrsteilnehmer weder das vorgegebene Tempo von 30 Kilometer pro Stunde noch die Einmündungen Am Fliederbuch und Dahlienweg beachten“, sagte Fraktionschef Péter Vida bei einem Vor-Ort-Termin. Es  sei dabei bereits zu vielen Beinahe-Unfällen gekommen. Diese wiederum verunsicherten Fußgänger, Radfahrer und rücksichtsvolle Autofahrer noch mehr. „Die Straße wird auch von vielen Kindern der Siedlung als Weg zur Bushaltestelle und Schule genutzt“, betonte Vida. Eine Tafel, die die gefahrene Geschwindigkeit anzeigt und eigentlich zur Sensibilisierung beitragen sollte, habe nicht den gewünschten Effekt gehabt. Sie werde vielmehr als Messtafel für „Geschwindigkeitsrennen“ genutzt.

„Wir möchten, dass die Stadtverwaltung verschiedene Schritte ergreift beziehungsweise prüft, die die Situation verbessern“, sagte Jörg Arnold vom Ortsbeirat Ladeburg. So sollten Piktogramme mit dem Hinweis auf Tempo 30 an mehreren Stellen der Fahrbahn aufgebracht werden, beispielsweise nach der Einfahrt in die Straße An der Plantage aus Richtung Bernauer Straße. Alle Anwohner des Siedlungsbereiches könnten zudem mit Informationen auf das Problem aufmerksam gemacht werden. Die Polizeiinspektion Bernau soll ferner beauftragt werden, wiederholt mit einer mobilen Einrichtung die Geschwindigkeit zu messen. Dafür wolle ein Anwohner sein Grundstück zur Verfügung stellen, so Vida. Das Klappschild „Parkverbot am Donnerstag zwischen 7 und 9 Uhr“ muss nach dem Willen der Antragsteller an anderer Stelle aufgestellt werden. Es verdecke das Schild „Zone Tempo 30“, hieß es.(au)

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Harald Fiedler 30.07.2018 - 20:14:09

Raser-Problem An der Plantage

Da engagiert sich Herr Vida wieder einmal. Aber letztendlich ist das wieder eine Luftnummer. Wer rast denn da? Es sind doch "nur" die dort wohnenden "Bürgerinnnen und Bürger" (Gagfa, Sonnenblumenring). Die Strasse ist keine Durchgangsstrasse und Ortsfremde verirren sich nicht dorthin. Wieder sollen Steuermittel für unsinnige Aktionen (Strasse zusätzlich markieren) ausgegeben werden. Das Grundproblem liegt aber ganz woanders: 80...90% der "Bürgerinnen und Bürger" beachten Verkehrszeichen überhaupt nicht, schon gar nicht Geschwindigkeitseinschränkungen. Das wiederspricht ja den freiheitlichen Idealen. Und diese Verhaltensweise ist offensichtlich auch so gewollt. Es wird selten oder gar nicht kontrolliert (Personalmangel?), die Radiosender überbieten sich, sog. Blitzer zu melden. Fährt man vorgeschriebenes Tempo, wird man als Schleicher diffamiert, per Lichthupe malträtiert und wegen Nötigung angezeigt. Es gibt eine Beispiel für eine einfache Lösung in Bernau: Weil sich sowieso keiner an Tempo 30 gehalten hat, wurden die entsprechenden Schilder und selbst die kurz zuvor gebauten bremsenden Schikanen in der Zepernicker Landstrasse gleich wieder entfernt. Nun wird dort nicht mal mehr Tempo 50 gefahren. Die Anlieger haben es mit ihren Strassenausbaubeiträgen bezahlt.

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