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Seelower Sicherheitspartner beschäftigen sich mit Anstieg von Vandalismus und Ruhestörung in der Stadt

Vandalismus
Zerstörung ist kein Kavaliersdelikt

Eingeworfene Scheiben: Für den Imbiss am Busbahnhof gab es wieder einen Interessenten. Jetzt wurden die Scheiben eingeschlagen. Nun muss erst einmal repariert werden.
Eingeworfene Scheiben: Für den Imbiss am Busbahnhof gab es wieder einen Interessenten. Jetzt wurden die Scheiben eingeschlagen. Nun muss erst einmal repariert werden. © Foto: Johann Müller
Doris Steinkraus / 04.08.2018, 14:00 Uhr
Seelow. (MOZ) Nach langer Zeit relativer Ruhe häufen sich seit Beginn der großen Sommerferien Vandalismus und Ruhestörung in der Stadt. Bürger sind verärgert. Die Sicherheitspartner drehen Extra-Kontrollrunden.

Die Fenster des einstigen Imbisses am Busbahnhof sind zugeklebt. Vandalen haben sie vor einigen Tagen zerstört. „Wirklich bedauerlich“, erklärte Fachbereichsleiter Frank Möricke in der Runde der Sicherheitspartner. Die hatten sich vor zwei Wochen zu einer Sonderberatung getroffen, um sich über den Anstieg von Vandalismus und Ruhestörungsanzeigen in der Stadt zu verständigen. Die Männer hatten verabredet, dass sie zusätzliche Kontrollen absolvieren. Bei ihrem monatlichen Treff mit dem Seelower Revierleiter Thomas Wendland und Vertretern des Rathauses zogen sie erste Bilanz.

„Wir haben keine Auffälligkeiten festgestellt“, erklärte Udo Schulz und erhielt zustimmendes Nicken seiner Sicherheitspartner-Kollegen. An den bekannten Plätzen wie Kulturhaus, Busbahnhof und Bahnhof würden sich derzeit verstärkt Jugendliche aufhalten. Randale indes hätten sie nicht beobachtet. Ein anderer berichtet, dass man eine Gruppe Jugendlicher darauf aufmerksam gemacht habe, dass sie bitte alle Mitbringsel  ihrer abendlichen Runde bitte wieder mitnehmen sollten, was sie auch getan hätten. „Das Problem ist, dass zerschlagene Flaschen gefährlich sind“, sagte Möricke. Man habe Verständnis dafür, dass junge Leute sich jetzt gern draußen treffen. Doch dabei dürfe der Respekt vor Ordnung und Sicherheit nicht verloren gehen. Thomas Wendland bestätigte, dass es  – wie fast immer in der Ferienzeit – verstärkt Meldungen von Ruhestörung gibt. Für Leute, die am nächsten Tag zur Arbeit müssten, wäre dies schon ein Problem. Man habe aber auch festgestellt, dass es Fehlinformationen gibt. „Unsere Kollegen sind wiederholt ausgerückt, haben aber vor Ort niemanden angetroffen“, berichtete er. Wendland appellierte, dass sich Bürger umgehend an die Polizei wenden sollten. Unter der Notrufnummer 110 sei rund um die Uhr jemand erreichbar.  Sachbeschädigungen seien kein Kavaliersdelikt. Die Allgemeinheit muss für Reparaturen oder Neuanschaffungen die Kosten tragen. Deshalb seien Hinweise aus der Bürgerschaft wichtig.

In der Runde zeigten viele Verständnis für die abendlichen Treffen der Jugendlichen.  Die Frage, wo sie denn hin sollten, komme alle paar Jahre wieder auf. Man könne noch so viele offizielle Treffpunkte wie Skaterbahn oder Bolzplatz schaffen,  waren sich alle einig. Bestimmte Plätze seien nun mal schon seit jeher Anziehungspunkt. In der nächsten Beratung des Ausschusses für Jugend, Kultur und Sport will Frank Möricke das Thema dennoch zur Sprache bringen.

Die Sicherheitspartner indes werden weiter unterwegs sein. Allein ihre Präsenz wirkt mitunter.

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