Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Hitzewelle
Schweißbad im Zug

Auf Durchzug: Führerstand in der S1
Auf Durchzug: Führerstand in der S1 © Foto: Klaus D. Grote
Klaus D. Grote / 09.08.2018, 09:17 Uhr
Oranienburg (MOZ) Vermutlich bereut mancher Autofahrer gerade die Farbauswahl seines Wagens. Ohne Schwitzen geht es aber auch im öffentlichen Nahverkehr kaum voran. Fahrgäste wählen in Bussen und Bahnen die Sitze der Schattenseite, um nach der nächsten Kurve dann doch in der Sonne zu sitzen.

Zwar sind die Regionalexpresszüge der Deutschen Bahn klimatisiert, da der RE5 in der Ferienzeit aber meist hoffnungslos überfüllt ist, wird es in den Wagen trotzdem warm. Die Regionalbahn RB12, die von der Niederbarnimer Eisenbahn betrieben wird, bietet klimatisierte Zonen immer nur in der Hälfte ihrer Züge an. Wer zuerst einsteigt, sitzt kühl. Der Rest muss schwitzen.

Aufgeheizt sind auch die Wagen der S-Bahn, die nur über wenige schmale Klappfenster verfügen. Die sorgen immerhin für etwas Fahrtwind. Wie gut die Zugluft ist, merken Fahrgäste spätestens dann, wenn die Bahn längere Zeit vor einem roten Signal warten muss. Dann heizen sich die Wagen in Sekundenschnelle auf. Ältere Züge der Baureihe 480, die auch auf der S8 eingesetzt werden, erhielten wegen der Gluthitze in den Abteilen auch den Beinamen Toaster.

Doch die Wagen der Baureihe 481 verfügen über Klimaanlagen im Führerstand. So bewahren die Fahrer kühlen Kopf. Gedacht ist die Klimatisierung aber vor allem für die Technik, die funktionstüchtig bleiben muss. „Hier herrschen konstant 25 Grad“, sagt ein S-Bahnfahrer der S1, der im Bahnhof Oranienburg auf die Abfahrt wartet. Mit der Hitze gibt es also zumindest an der Spitze der Züge kein Problem.

Und wem das Schwitzen in der Bahn nicht reicht, kann auch die Sauna der Oranienburger Turm-Erlebniscity besuchen. Dort sei wegen der anhaltenden Hitze zwar weniger los als an kalten Tagen, sagt Marketingleiter Marco Jennrich. Zu empfehlen sei die Stärkung des Immunsystems durch Hitze aber auch im Hochsommer. Nur sollten die Pausen zwischen den Saunagängen länger und die Trinkmengen größer sein, so Jennrich.

Im Turm-Schwimmbad werden derzeit die Warteschlangen an der Kasse übrigens wieder länger. Das liege daran, dass die Qualität der Badegewässer zum Beispiel durch Algenbildung langsam nachlasse. „Bei uns ist die Wasserqualität hervorragend und ändert sich nicht“, sagt Jennrich. Hinzu kämen die Spielmöglichkeiten und die attraktive Liegewiese mit Lehnitzseeblick. Aktuell werden täglich 1 200 bis 1 600 Besucher in der Turm-Erlebniscity gezählt. Viele Gäste reisen übrigens mit der S-Bahn an – in der Hoffnung auf Abkühlung.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Piefke Saga 10.08.2018 - 12:54:11

Habe gerade gesehen, dass ich den letzten Kommentar schnell „gestrickt“ hatte …

Wie auch immer, ich vergaß zu erwähnen, in welcher Art und Weise so manche dieser „Damen“ auf gekippte Fenster reagieren. So manche stehen wie von einer Biene gestochen auf und man denkt „Nun sag besser nichts, sonst haste schnell die Krallen in der Backe …“ Man fühlt geradezu, was im Kopf der Dame vor sich geht. Fehlt nur noch der Anschiss, warum man so unverschämt ist, dass man die Fenster offen lässt, wo sie doch das überhaupt nicht ausstehen kann. Ja, so ist es in Deutschland, in Berlin und Umgebung, nicht mal das Alter schützt einem vor dem Zorn gepaart mit blindem Egoismus der altersgereiften Sitznachbarinnen einer S-Bahn.

Piefke Saga 09.08.2018 - 23:58:18

R.S., Quatsch. Ich erlebe es jeden Morgen und es so gut wie nur Damen,

die aufstehen und quer rüber latschen und die Fenster schließen. Aber, und jetzt kommt es es und Sie sollten von Ihrem Anstands-Wauwau zurücktreten, sie schließen die Fenster, ohne dass sie diejenigen fragen, die dort sitzen. Ich würde nichts sagen, wenn der ganzen Wagen die Fenster geöffnet hätte. Aber, was ich immer wieder erlebe ist, dass der Wagen so gut wie leer ist, die Fenster z.B. in der vorderen Hälfte des Wagens geschlossen sind, die Damen sich aber ausgerechnet dorthin setzen, wo die Fenster offen sind. Und wie gesagt, sie fragen nicht einmal. Zudem handelt es sich vorwiegend um Damen mittleren Alters und älter. Also, von wegen, im Alter weiß man sich zu benehmen. Und, es hat schon etwas mit Grips zu tun. Anscheinend haben diese Damen ein Problem damit, zu wissen, was Zugluft ist, warum es zieht und dass es dort, wo die Fenster eh schon geschlossen sind, nicht zieht. Ergo setzt man sich halt dorthin, wo es nicht zieht. Aber, entweder reicht der Grips nicht dafür oder sie haben ein Problem, den Hintern zu bewegen. Und, bei den Temperaturen die wir schon seit einer Weile hatten und haben, verstehe selbst ich keinen Spaß mehr.

regina sommerfeld 09.08.2018 - 21:33:23

Schweißbad im Zug

Was hat das mit Grips zu tun? Nicht immer gibt es Platz um sich wo anders hinzusetzen. Aber das ist nicht der Punkt. Man redet nicht so über andere Menschen. Ich würde auch lieber einige Fenster schließen in der Bahn, weil ich nach der Bahnfahrt Halsschmerztabletten brauche. Aber ich habe Verständnis für die anderen Fahrgäste wie Sie und immer ein Tuch bei, das ich mir bei Bedarf umwickeln kann. Also bitte nicht von" nichtvorhandenen Grips" reden. Das macht man einfach nicht.

Piefke Saga 09.08.2018 - 14:31:15

Ein RE5, der bis Ende August gar nicht fährt ...

S1 ist angesagt. Die Temperatur in den Wagen ... wer die Fenster kippt, weil es zu warm wird, der ärgert sich kurz darauf, wenn eine andere sie schließt, weil es ihr ! zieht. - Ja, ich habe bewusst "eine andere" geschrieben -. Sich dorthin zu setzen, wo es nicht zieht, dafür reicht der Grips nicht.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG