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Großer Andrang beim Analyse-Termin / Bürger wollen vor allem Wasserproben untersuchen lassen

Analyse
Testergebnis kommt per Post

Wasseranalyse: Im Labor kann die Flüssigkeit, gleich ob aus dem Brunnen, dem Hahn oder dem See, auf die verschiedensten Parameter hin untersucht werden.
Wasseranalyse: Im Labor kann die Flüssigkeit, gleich ob aus dem Brunnen, dem Hahn oder dem See, auf die verschiedensten Parameter hin untersucht werden. © Foto: Jablinski, Christian
Viola Petersson / 09.08.2018, 22:30 Uhr
Eberswalde (MOZ) Sie waren mit vollen Flaschen gekommen. Mit Flaschen voller Wasser. Nicht zum Trinken, sondern zur Analyse. Dutzende Eberswalder standen diese Woche Schlange, als sich die Arbeitsgruppe für Umwelttoxikologie (AfU) aus dem sächsischen Mittweida zur halbjährlichen Beratung angesagt hatte.

Arvid Petermann hatte in zwei Fläschchen Quellwasser abgefüllt, wie er sagt. Um sodann zu präzisieren: Das Nass habe er an einer öffentlichen Badestelle an einem See im Oberbarnim entnommen. Er wolle es testen lassen. Aufgrund der anhaltenden Hitze gibt es bekanntlich an einigen Gewässern in Berlin und Brandenburg Probleme aufgrund von Blaualgen, heißt es sogleich in der Runde. Wobei die Badeseen eigentlich regelmäßig kontrolliert werden.

Im Gegensatz zum Oder-Havel-Kanal. Weshalb Stefan Müller von dort eine Probe mitgebracht hat. „Der wird ja nicht überwacht“, so der Nordender, der gern – natürlich an erlaubten Stellen – ins Kanalwasser springt, um sich nach einer Laufrunde zu erfrischen. „Rein optisch macht das Wasser einen guten Eindruck“, findet er. Doch auch hier gilt: Es kommt auf die Werte an. Ab und an schlucken Badende, vor allem Kinder, ja doch mal Wasser. Florian Eberhardt wiederum hat seinen neu gebohrten Brunnen im Garten „angezapft“. Er will die Probe auf Trinkwasser-Qualität prüfen lassen. Ist alles okay, könnte er nach der Gartenarbeit eben ein Glas trinken.

Ein wenig müssen sich die Drei – wie auch alle anderen Kunden – aber noch gedulden. Heike Schölzke hat alle Proben eingesammelt, sie gehen jetzt in ein Labor. Der Verein kooperiert mit zwei Einrichtungen in Mittweida sowie in Böhlen, die Wasser und Boden analysieren. Das Ergebnis gibt es etwa zwei Wochen später. Es flattert per Post ins Haus. Inklusive Rechnung.

Aktuell gebe es mehr Aufträge für Wasser- als Bodenuntersuchungen, sagt Ramona Stephan, die die Termine des Vereins und Touren organisiert. Der Klassiker seien in der Tat Analysen von Brunnenwasser. In puncto Leitungswasser müsse sich niemand Sorgen machen. „Das wird streng überwacht“, so Stephan. Bürger können die Werte, incl. Härtegrad, im Wasserwerk bzw. bei ihrem Versorger erfragen. Ein Problem könnten allerdings in sehr alten Häusern alte Bleirohre sein. Die AfU bietet unterschiedliche Messpakete an – die Palette der Parameter reicht vom pH-Wert über Schwermetalle bis hin zu Keimen – wie auch Umweltberatung.(vp)

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