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Uferbereich zwischen Jugendherberge und Surfschule gesperrt / Ordnungsamt spricht Badeverbot aus

Gefährliche Hinterlassenschaft
Munitionsfund im Wandlitzsee

Sabine Rakitin / 10.08.2018, 20:42 Uhr
Wandlitz (MOZ) Ein Mann hat am Freitagvormittag beim Schnorcheln Munition auf dem Grund des Wandlitzsees entdeckt. Daraufhin ist ein Teil des Seeufers an der Prenzlauer Chaussee abgesperrt worden. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Jugendherberge und Surfschule.

Die Schreckensnachricht vom Munitionsfund im Wandlitzsee erreichte Ilka Paulikat am Freitagmittag. Mit mehreren Mitarbeitern eilte die Leiterin des Wandlitzer Ordnungsamtes zum See, um sich vor Ort einen Überblick zu verschaffen. Dann entschied sie in Absprache mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst der Polizei, den Strandabschnitt vor der Jugendherberge bis Höhe Surfschule zu sperren. Die Gemeindevertretung, der Wandlitzer Ortsbeirat, die  Jugendherberge, das Strandbad, der Seeeigentümer und die Surfschule wurden seitens der Wandlitzer Verwaltung darüber informiert. Mitarbeiter des Bauhofes stellten umgehend hohe Bauzäune auf, um den Zugang zum See im Bereich von der Straße  Seetrift bis zur Surfschule unmöglich zu machen. Dort ist das Baden nun verboten. Hinweisschilder warnen vor Gefahr für Leib und Leben.

Der Kampfmittelbergungsdienst wird die Munition, die vermutlich aus dem Zweiten Weltkrieg stammt, voraussichtlich erst in der Woche vom 20. bis 24. August bergen. „Bis zu diesem Zeitpunkt muss der Abschnitt weiträumig gesperrt bleiben“, sagt Ilka Paulikat. Glücklich ist sie mit dieser Aussicht nicht. „Es handelt sich immerhin um eine sehr beliebte Badestelle“, weiß die Ordnungsamtsleiterin. Sie will sich deshalb um eine „möglichst zeitnahe Beräumung“ bemühen. „Wenn die Temperaturen in der kommenden Woche wieder steigen, wird es schwer werden, die Menschen von diesem Teil des Sees fernzuhalten“, ahnt sie. Deshalb wird es während der Sperrung regelmäßige Kontrollen durch Mitarbeiter das Wandlitzer Ordnungsamtes und durch die Polizei geben.

Das Strandbad ist von der Sperrung nicht betroffen. Der Betrieb läuft normal weiter. Dennoch war der Besucherandrang am Freitagnachmittag geringer als in den vergangenen Tagen und Wochen. Mit der Sperrung des Nachbarbereiches habe das aber nichts zu tun, sagte eine Mitarbeiterin am Einlass. Sie vermutete als Grund eher den Temperaturabfall um 10 Grad Celsius zwischen Donnerstag und Freitag.

Ordnungsamtsleiterin Ilka Paulikat sieht das offene Strandbad mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Einerseits ist sie froh, dass weite Teile des Wandlitzsees frei zugänglich bleiben. Andererseits hofft sie aber, dass die Besucher vernünftig sind und nicht etwa versuchen, den  abgesperrten Bereich von der Seeseite aus zu nutzen. „Das ist sehr gefährlich“, warnt sie.

Ob die Warnung von den zahlreichen Badelustigen, die insbesondere am Wochenende an den Wandlitzsee kommen, gehört wird, bleibt abzuwarten. Am Freitagnachmittag jedenfalls waren immer noch mehrere Surfer im abgesperrten Bereich unterwegs. Und auch einige Erwachsene planschten  nahe des Ufers im Wasser.

Auf der Internetseite der Gemeinde unter www.wandlitz.definden Besucher entsprechende Informationen zur Sperrung.

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