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Verkehr
Land und Stadt arbeiten am Innenstadt-Ringverkehr

Freitagnachmittag in der Breitscheidstraße: ein langer Stau von Klementstraße bis August-Bebel-Straße. Ein Ringverkehr in eine Fahrtrichtung soll solche Situationen vermeiden.
Freitagnachmittag in der Breitscheidstraße: ein langer Stau von Klementstraße bis August-Bebel-Straße. Ein Ringverkehr in eine Fahrtrichtung soll solche Situationen vermeiden. © Foto: Sergej Scheibe
Sabine Rakitin / 10.08.2018, 22:15 Uhr
Bernau (MOZ) Kurz vor Ende der Sommerpause eröffnet BVB/Freie Wähler den Schlagabtausch zum Innenstadt-Ringverkehr in Bernau. „Offenbar völlig vorbei an der Öffentlichkeit wird die Planung in stiller Kommunikation zwischen Rathaus und Landesbetrieb für Straßenwesen vorangetrieben“, wirft Fraktionschef Péter Vida dem Bernauer Bürgermeister André Stahl (Linke) vor. Dieser hatte vor fast drei Jahren die Idee, die Innenstadt von Bernau durch einen Ringverkehr zu entlasten und das Befahren von Breitscheidstraße, August-Bebel-Straße, Jahnstraße/Alte Lohmühlenstraße sowie Weißenseer Straße bis Breitscheidstraße nur noch in eine Richtung zu gestatten. Nach entsprechende Voruntersuchungen und ersten Planungen war das Vorhaben den Stadtverordneten mit einer Computersimulation vorgestellt worden. In der jüngsten Stadtverordnetenversammlung Anfang Juli informierte Stahl darüber, dass gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßenwesen - bis auf die Breitscheidstraße handelt es sich bei allen in Rede stehenden Trassen um Landesstraßen - weiter an dem Projekt gearbeitet werde.

Einen Tag später stellte Peter Vida als Landtagsabgeordneter zu dem Projekt eine Anfrage an die Landesregierung. Die teilte ihm mit, dass die Planungen in der Konzeptphase seien und bereits Abstimmungen zur Führung des Öffentlichen Personennahverkehrs und der Radverkehre erfolgen würden. „Angesichts der starken Betroffenheit der Öffentlichkeit kann dies nur in einem breiten Dialog mit der Bevölkerung geschehen. Das gesamte Verkehrskonzept der Stadt würde sich ändern, da reicht es nicht, dass vor einigen Jahren Ideen präsentiert worden sind. Gerade während der konkreten Umsetzung sind die Bürger einzubeziehen“, wetterte Vida daraufhin in einer am Donnerstag verbreiteten Presseerklärung. Das Land arbeite bereits an einer Anbindung der Ladestraße. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum gerade bei diesem seit Jahrzehnten sensiblen Thema in Bernau (Entlastungsstraße, bahnparallele Trasse) die Stadtverordneten nicht einbezogen werden“, kritisiert der Stadtverordnete.

Bürgermeister Stahl wundert sich: „Natürlich muss als erstes der Busverkehr betrachtet werden. Dazu sind wir mit der Barnimer Busgesellschaft im intensiven Gespräch. Die Stadt arbeitet an einem Radwegekonzept und das Land befasst sich mit den Knotenpunkten und der Führung der Ladestraße an diese. Von Kungelei kann weiß Gott nicht die Rede sein“, weist er Vidas Vorwürfe energisch zurück. Ende des Jahres werde er die Planungen vorlegen.

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