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Familienspaß
Seilershof feiert Promenadenfest

Stephanie Fedders / 13.08.2018, 09:16 Uhr
Seilershof „Warum haben wir das nicht schon früher angeboten?“, werden sich die Organisatoren des Seilershofer Promenadenfestes bestimmt gefragt haben. Erst die 20. Auflage am Sonnabend lockte mit einer Tombola. Und dieser Programmpunkt verfehlte seine Wirkung nicht.

Wer zu spät zur Veranstaltung auf der Badewiese am Wentowsee kam, ging leer aus. Binnen kurzer Zeit waren alle 300 Lose verkauft. Dann hieß es warten, auf die mit Spannung gegen halb sechs abends angekündigte Ziehung. „60 Preise haben wir zusammen bekommen“, freute sich Ortsvorsteher Heinz-Dieter Kakuschke über die Spendenbereitschaft der Betriebe, die auf einem Aushang am Festzelt allesamt namentlich genannt wurden. Der Einsatz der Seilershofer, die viele Sponsoren persönlich ansprachen, zahlte sich aus. „Es lief besser, als gedacht“, sagte Kakuschke. Als Hauptpreis gab es einen Reisegutschein.

Das Warten auf die Auslosung konnten die vielen Besucher ohne Mühe abwechslungsreich gestalten. Wer Appetit auf selbst gebackenen Kuchen hatte, war allerdings gut beraten, das Buffet rechtzeitig aufzusuchen. Obwohl die 18 Frauen vom örtlichen Rommee-Club fleißige gebacken hatten und insgesamt 40 verschiedene Kreationen zur Auswahl standen, waren kurz nach 16 Uhr nur noch wenige Stücke im Angebot.

Martina Schröder und Anke Markowski hatten da mit ihrem Trödel eher weniger Glück. Viele Blicke, wenig Käufer, das war das Los der beiden. Am Stand nebenan informierte das Tierheims Tornow über seine Arbeite. Beispielsweise gab es einen Ordner mit Porträts  von Hunden, die allesamt an neue  Besitzer vermittelt werden wollen. Vorrangig nutzten die Mitarbeiter ihren ersten Auftritt beim Promenadenfest aber, um Werbung für den Jugendtierschutzverein zu machen. Paul Elste aus Seilershof hatte die Idee dazu. Er selbst ist beim Nachwuchs aktiv und konnte aus erster Hand erzählen, was für Arbeiten anstehen. Die Jugendlichen unterstützen das Tierheim zum Beispiel beim Gassi gehen mit den Hunden.

Ein fester Bestandteil des Promenadenfestes sind die Bewohner und Mitarbeiter von „Haus Wentowsee“, einer Einrichtung für geistig behinderte Menschen des Gib-Vereins. Die hier betreuten 14 Frauen und Männer haben in ihrer Kreativgruppe Taschen und Beutel gebastelt und diese zum Verkauf angeboten. „Sie konnten es kaum abwarten, bis es los ging“, berichtete Betreuer Andreas Hirchert, der am Stand die Stellung hielt. Seitdem die Wohngruppe 2013 – nach jahrelangen, massiven Protesten einiger Einwohner – eingezogen ist, sind „alle voll im Ort integriert“, weiß Hirchert.

Zum Auftakt mit dem Ansturm aufs Kuchenbuffet und auf die Lose kam am späten Abend ein gelungener Abschluss. Es gab grünes Licht für das Feuerwerk auf dem See. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Menz und Dannenwalde sicherten das Spektakel ab, um notfalls eingreifen zu können.   Dafür dankten die Organisatoren des Festes den freiwilligen Helfern.

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