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Großes Aufräumen am Wochenende setzt erste Akzente / Einvernehmen mit Gemeinde Biesenthal steht noch aus

Ideenumsetzung
Waldkita findet Grundstück

Andrea Linne / 14.08.2018, 06:15 Uhr
Biesenthal (MOZ) Sechs Stunden am Tag werden die Mädchen und Jungen ab drei Jahren künftig ihre Gruppe der Waldkita besuchen. Am Sonnabend beräumten interessierte Eltern mit ihrem Nachwuchs das Grundstück, das sie nun pachten werden, um die Idee Wirklichkeit werden zu lassen. 20 Waldkitas gibt es in Brandenburg schon.

Unter dem Dach der Naturkita Wukaninchen, die in der Nachbarschaft existiert, werden die Drei- bis Sechsjährigen auf dem etwa 2000 Quadratmeter großen Areal am Buswendeplatz an der Ruhlsdorfer Straße voraussichtlich ab Mitte September betreut werden können. Eine der drei Initiatoren, Catharina Rafoth, hofft, dass das Einvernehmen mit der Gemeinde zur Baugenehmigung bald hergestellt ist. Auch vom Land fehlt noch die Betriebserlaubnis. „Eines hängt am anderen“, so die junge Mutter. Bauen wollen die Waldkita-Initiatoren gar nicht. Aber ein Zaun ist zum Schutz der öffentlichen Einrichtung, die aus Bauwagen besteht, und der Kinder nötig.

Eine der Erzieherinnen der Wukaninchen, die künftig die Waldkita-Kinder betreuen wird, ist Ellen Falkenhahn. Die Nachfrage sei groß, bestätigt sie wie auch Almuth Kunze als geschäftsführender Vorstand der Naturkita. „Wir haben eine lange Anmeldeliste“, bestätigt die. Auch für die Waldkita liegen schon 20 Anmeldungen vor. Eine Erweiterung der Naturkita in diese Richtung kommt allen Vereinsmitgliedern daher recht. „Die Eltern sind bei uns stark eingebunden, und das möchten sie auch“, sagt Almuth Kunze. Erzieherin Ellen Falkenhahn ergänzt: „Wir wollen die Natur erhalten und schützen. Die Waldpädagogik vermitteln wir den Kindern nach deren Bedürfnissen.“ Catharina Rafoth sagt, der Bauwagen, der noch in der Biesenthaler Wagenmanufaktur modernisiert wird, werde quasi wandern. „Auch kleine Füße wühlen den Waldboden auf, daher verändern wir regelmäßig den Standort“, ergänzt Ellen Falkenhahn. „Die Natur soll sich erholen können.“

Dass die Kinder sechs Stunden lang draußen spielen dürfen, daran seien die Kleinen dann gewöhnt. „Wenn ich mit älteren Biesenthalern rede“, so die Erzieherin, „sagen viele, dass sie als Kind auch den ganzen Tag draußen waren.“ Der beheizte Bauwagen dient als Rückzugsort. Ellen Falkenhahn: „Kinder haben einen feinen Sensor, wenn sie ihre Ruhe brauchen. Dann nehmen sie sich die auch.“ Vom Wagen aus, dem Basislager, erkunden sie die Wälder.

Zwei Erzieher wechseln in die Waldkita-Gruppe, neue Kollegen folgen. Die Personal- und Betriebskosten sind gedeckt. Allerdings brauchen die Eltern und Kinder noch einiges an Investitionen. Wer sie unterstützen möchte - ob mit Spenden oder einem Darlehen - werde mit offenen Armen empfangen, so Catharina Rafoth.

Wer sich über die reformpädagogische Waldkita informieren möchte, kann unter www.waldkita-biesenthal.de nachlesen. Unter Telefon 0176 70008757 ist Maja Klement zu erreichen, per E-Mail gibt es Kontakt unter waldkkita@wukania.net.

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