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Bravouröse 1. Landespokal-Runde

Fußball
Rehfeldes Party geht weiter

Hürde übersprungen: Rehfeldes Alec Ronald Gnass (links) im gewonnenen Kopfballduell mit dem Oranienburger Erik Hessler.
Hürde übersprungen: Rehfeldes Alec Ronald Gnass (links) im gewonnenen Kopfballduell mit dem Oranienburger Erik Hessler. © Foto: Edgar Nemschok
Edgar Nemschok / 20.08.2018, 05:00 Uhr
Rehfelde (MOZ) In einem echten Krimi haben die Landeklasse-Fußballer der SG Grün-Weiß Rehfelde den Brandenburgligisten Oranienburger FC Eintracht in der 1. Landes-Pokalrunde aus dem Wettbewerb geworfen. Die Entscheidung fiel im Elfmeterschießen (7:6). Nach Gewinn des Kreispokals und des Super-Cups geht die grün-weiße Pokalparty weiter.

Eigentlich war die Partie nach44 Minuten so gut wie entschieden. Die Rehfelder, die sich als Sieger des Kreispokals Ostbrandenburg für den Landespokal-Wettbewerb qualifiziert hatten, lagen mit 2:0 in Front und hatten ihren Gegner bis zu diesem Zeitpunkt auch voll im Griff. Sie ließen bis dato dem Favoriten aus der Brandenburgliga keinen Stich. Nur in den ersten Minuten hatte der OFC eine gute Möglichkeit. Diese vergab jedoch Miguel Unger.

Zudem war bei den Gästen eine gewisse Überheblichkeit nicht zuübersehen. Sie wollten immer wieder mit kleinen Einlagen schon in der Abwehr die Rehfelder an die Wand spielen. Doch schnell war der Kampfgeist der Grün-Weißen auf 100 Prozent. Nach einem Konter hatte der fleißige Pascal Haase Erik Bohlemann freigespielt, und dieser schoss überlegt am Oranienburger Schlussmann Sven Roggentin vorbei ins Tor (12.).

Am Geschehen änderte sich nichts. Auch das 2:0 für die Gastgeber fiel auf ähnliche Weise. Wieder ein Konter durch die nicht aufmerksame OFC-Abwehr und diesmal vollendete Steffen Fechtner. Und hätte Bohlemann nach einer halben Stunde Spielzeit besser gezielt, das folgende Drama mit Verlängerung und Elfmeterschießen hätte den Grün-Weißen wahrscheinlich erspart bleiben können. So wurden beim Stand von 2:0 die Seiten gewechselt. Kurz vor der Halbzeit hatte Rehfelde noch eine Ecke und wiederum  brannte es lichterloh. Der Ball wurde vom OFC abgefälscht und eigentlich hätte es erneut Ecke geben müssen. Schiedsrichter Eric Tegge pfiff aber ab.

Natürlich kam der Favorit mit mehr Schwung aus der Kabine. Und der OFC erzielte tatsächlich den Ausgleich. Pascal Eichhorst nutzte ein Durcheinander im Grün-Weiß-Sechzehner. Doch zuvor gab es zwei Szenen, die die Gemüter deutlich erhitzten. Der Oranienburger Unger hatte sich nach einem Zweikampf lautstark beschwert und seinen Gegenspieler obendrein beleidigt. Es gab Gelb für ihn. Wenige Minuten später eine ähnlich Szene auf der anderen Seite. Bohlemann bekam für das gleiche Vergehen glatt Rot. Das Schiedsrichtertrio verlor fortan die Kontrolle über das Spiel und übertraf sich mit zum Teil nicht nachvollziehbaren Entscheidungen.

Marc Markgraf schoss in der 86. Minute den Ausgleich, und nun drohte den tapferen Grün-Weißen doch noch die unverdiente Niederlage. In der Nachspielzeit musste der Oranienburger Alex Popescu per Gelb/Roter Karte den Platz verlassen. Auch diese Entscheidung war nicht unumstritten.

Es gab Verlängerung und nun schwanden deutlich die Kräfte. Und nochmal brachte sich Schiri Tegge ins Spiel. Nach einer abermals nicht eindeutigen Situation musste Oranienburgs Marc Markgraf per Roter Karte vom Platz.

Nach 120 Minuten wurde das auf des Messers Schneide stehende Spiel abgepfiffen und ein Elfmeterschießen musste entscheiden. Zum Helden wurde dabei Rehfeldes Torhüter Michael Petzold, der zwei Elfer hielt. Den entscheidenden von Oranienburgs Sebastian Knaack. Was folgte, war grenzenloser Jubel und für Trainer Helmut Fritz die Erkenntnis: „Pokal können wir offensichtlich ganz gut.“.

Grün-Weiß Rehfelde: Michael Petzold – Maximilian Wolchow, Maximilian Terzenbach, Tobias Kunkel, Tim Goerke – Steffen Fechtner, Robert Krebs (57. Bledar Mahmuti) , Tony Frontzek, Pascal Haase (63. Sebastian Mentz) – Eric Bohlemann, Alec Ronald Gnass

Schiedsrichter: Eric Tegge (Parmen)

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