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Festival lockt knapp 1000 Besucher nach Storkow

Event
Entspannte Atmosphäre auf dem Alinae Lumr

Gemütlich: Am Mühlenfließ konnten die Festivalgäste besonders angenehm den Klängen der Musik lauschen.
Gemütlich: Am Mühlenfließ konnten die Festivalgäste besonders angenehm den Klängen der Musik lauschen. © Foto: Hermine Kühl
Hermine Kühl / 20.08.2018, 06:30 Uhr - Aktualisiert 20.08.2018, 08:26
Storkow ( ) Sonntagnachmittag ist die vierte Auflage des Musik- und Kulturfestivals Alinae Lumr mit einem Auftritt der amerikanischen Electro-Band „Baths“ am Storkower Mühlenfließ zu Ende gegangen.  Drei Tage lang war die Stadt Schauplatz eines prall gefüllten Programms, das aus Konzerten, Lesungen, Workshops, Führungen und anderen Aktionen bestand.

Einer der Höhepunkte war die Vorführung des Roadmovies „Storkow-Kalifornia“ von Kolja Malik, der bei der diesjährigen Berlinale für Aufsehen gesorgt hatte. In dem ehemaligen Schlecker-Laden in Storkow konnte der 30-minütige Streifen angesehen werden. Die Filmfans mussten sich indes gedulden, denn der Regisseur hatte es nicht geschafft, zur Nachmittagsvorstellung  vor Ort zu sein.

Bei schönstem Wetter gab es drei Tage lang wieder handgemachte Musik, Lesungen und Filme in Storkow.
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Impressionen vom Alinae Lumr Festival

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Umso größer war dann abends die Aufregung. Für Kolja Malik war es die dritte Aufführung seines Werks überhaupt. Storkow sei in seinen Fokus geraten, nachdem er von dem Schicksal der Auswanderer erfahren hatte, die im 18. Jahrhundert versucht hatten, nach Philadelphia beziehungsweise Boston zu gelangen. Philadelphia und Neu Boston, beides Storkower Ortsteile, hatte der Filmschaffende bei einen Trip durch Brandenburg kennengelernt. Alle Autofahrten im Film seien in der Storkower Region gedreht worden, versicherte Kolja Malik.

Die Organisatoren des Festivals, der Alinae-Lumr-Verein, hatten die Aktivitäten und Versorgungsstände auf mehrere Stellen in der Stadt verteilt: Hauptbühne war in der Burg, wo Freitag und Sonnabend Bands wie „Blonde Redhead“ und „Slowdive“ für Begeisterung sorgten. Weitere Auftrittsorte waren der Marktplatz, die Kirche und die stimmungsvoll beleuchtete Wiese am Mühlenfließ.

Der Mitmachpark Irrlandia lud zu zwei abendlichen Konzerten mit Moritz Krämer und Gisbert zu Knyphausen ein. Musikfans konnten die Auftritte am Mühlenfließ, auf dem Marktplatz und in der Kirche gratis genießen. Etwa tausend Besucher hatten an den drei Festivaltagen den Weg nach Storkow gefunden. Entspannt und familiär: So empfand Stefan Rahn aus Storkow das dreitägige Kulturtreffen in seiner Heimatstadt. Die Band “Ätna“ sei sein Favorit bei der diesjährigen Auflage von Alinae Lumr gewesen. „Ich freue mich schon auf das nächste Jahr.“

Für Willi Weidemann (20) aus Storkow, der bereits das dritte Mal beim Alinae Lumr dabei war, sind die Freiluftbühne am Mühlenfließ und die Kirche die schönsten Bühnen des Festivals: „Die Atmosphäre ist hier ganz besonders.“ Auch auf dem Marktplatz spüre man den Charme des Festivals. „Wann sonst im Jahr kann man hier ein so internationales Publikum antreffen?“ Fee Blumenthaler, die aus Nürnberg stammt und in London lebt, kam zum Festival, weil Freunde in der Band „AG Form“ mitwirken, die zum Lineup zählte.

Sie zieht Konzerte in heimeliger Atmosphäre Großereignissen vor. Deshalb fühle sie sich in der Brandenburgischen Kleinstadt auch so wohl. Pauline Bern aus Berlin schätzt, dass die Veranstaltung in der Storchenstadt fest integriert ist. „Bei anderen Festivals hat man eher den Eindruck, dass man sich in einem Paralleluniversum befindet“, so die 28-Jährige. „Schöner Ort, schöner See, nächstes Jahr wieder!“

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Lumr Pauline Bern Mühlenfliess Kolja Malik Alinae

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