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Party
House am See immer beliebter

Kollegialität wird offensichtlich groß geschrieben bei Lucas Volkmann (Mitte): Anlässlich der „House am See“-Party konnte er auch den Berliner „Plattenaufleger“ Roberto Mozza (links) und Blondee begrüßen. Die Musik kam bei den etwa 500 „zappelnden Hüpfern“ vorzüglich an.
Kollegialität wird offensichtlich groß geschrieben bei Lucas Volkmann (Mitte): Anlässlich der „House am See“-Party konnte er auch den Berliner „Plattenaufleger“ Roberto Mozza (links) und Blondee begrüßen. Die Musik kam bei den etwa 500 „zappelnden Hüpfern“ vorzüglich an. © Foto: Projekt anka
Marco Winkler / 20.08.2018, 19:01 Uhr
Fürstenberg (MOZ) DJ Volkmann sorgt seit einigen Jahren für Stimmung auch auf Großveranstaltungen – in diesem Jahr konnte der talentierte Plattenaufleger erneut sein Publikum am Röblinsee mit knackigen Grooves verwöhnen. Und zwar unmittelbar vor dem Wasserfest. Wie aber sieht der Alltag des nachtaktiven DJ’s mit einer eigenen Firma und Mitarbeitern inzwischen aus?

Ein heißer Tag in Fürstenberg. Lukas Volkmann trinkt in großen Schlucken Fritz-Cola, der Redakteur Fritz-Apfelschorle. Die zweite Runde wird schnell geliefert. Als die Zigaretten ausgepackt werden, ist eine weitere Gemeinsamkeit gefunden. Nur das Mitschreiben klappt nicht ganz so gut. Denn der 20-jährige Fürstenberger legt ein hohes Tempo vor. Lukas verschluckt zwar selten Silben. Aber der Beat seiner Stakkato-Sprache arbeitet auf Hochtouren. Er pulsiert – wie die Musik des DJ’s, der sein Hobby zum lukrativen Nebenjob gemacht hat.

Volkmann ist der Name hinter den Partys „House am See“. Lukas ist der House-Meister. Den Titel hat ihm Redakteur Thomas Pilz vor zwei Jahren gegeben. „Das ist eingeschlagen“, sagt Lukas. Er profitiert immer noch vom Wiedererkennungswert.

2016 stellte er erstmals seine Party „House am See“ auf der Festwiese am Röblinsee auf die Beine. „Sie ist als reiner DJ-Abend gedacht, immer am Freitag vor dem Wasserfest.“ Er veranstaltet das Event komplett im Alleingang, legt aber nicht selbst auf. Nach einer Pause folgte 2018 die zweite Auflage – mit rund 550 Gästen. „Wir haben einen Nerv getroffen“, ist sich Lukas sicher. „Für Fürstenberger Verhältnisse ist das super.“

Er spielt darauf an, dass gerade die Jugend eher nach Berlin oder Neustrelitz fährt, um Party zu machen. „Selbst das Holi-Fest, das jetzt Anfang September einen Neustart wagt, ist im Prinzip ziemlich rasch im Sande verlaufen“, meint Volkmann. Lukas – inzwischen bei der zweiten Fritz-Cola und gefühlt fünften Zigarette – will mit seiner Musikauswahl punkten: Electro, Deep House, 90er-Jahre, Charts, Dance. Dazu gibt es bekannte DJ’s. „In diesem Jahr waren es Blondee und Robero Mozza, die schon auf großen Festivals aufgetreten sind.“ Die Mischung funktioniert. Mittlerweile arbeitet Lukas eng mit der Regio Nord und der Stadt zusammen. Im Stadtpark hat er zum Wasserfest sogar den Ausschank übernommen.

Der Fürstenberger ist ein Durchstarter: 2016 meldete er mit gerade mal 18 Jahren seine eigene Firma an, die er zwei Jahre später erweiterte. „Vom Geburtstag über Hochzeiten, Erntedankfesten, Abi-Feiern in Zehdenick bis zu kompletten Organisationen von Events, ich mache alles.“ Das breitgefächerte Angebot beschert ihm vor allem kleine Aufträge in der Region. Doch das macht ihm nichts, schließlich will er hier Wurzeln schlagen. Zumal das nur sein Nebenverdienst ist. So schnell der freiwillige Feuerwehrmann und Motocross-Fan redet, so umtriebig ist er in seinem Berufsleben. Nach der 10. Klasse auf dem Granseer Strittmatter-Gymnasium – hier erlernte er in der Veranstaltungstechnik-AG von Musikkenner Bern Guth sein Handwerk – schlug er bei einem Angebot der Deutschen Bahn AG zu. Im Werk in Rummelsburg habe er an Zügen geschraubt, wie er sagt.

Die Ausbildung zum Elektroniker und Betriebstechniker hat er inzwischen abgeschlossen. Sein Hauptverdienst: Als Geräteprüfer ist er für den Deutschen Prüfservice unterwegs.

Seine Liebe bleibt aber „House am See“, hier will er investieren, immer mehr bieten. 1 000 Besucher sind sein selbst gestecktes Ziel. „Wir hatten dieses Jahr 18 Sponsoren und insgesamt 23 Unterstützer“, sagt er stolz. Die meisten kamen aus Fürstenberg. „Wir wollen die Leute aus der Region miteinbinden.“ Tipps holt er sich bei den Kollegen Dirk Schley, Jörg Schwentzer und Thomas Hentschel. „Wir ziehen an einem Strang, nehmen uns keine Aufträge weg. Wir können voneinander nur profitieren.“ Auf wen er zudem zählen kann: Freunde und Familie. „Das ist mein Rückhalt“, sagt Lukas Volkmann. Kurz danach steigt er auf sein Quad. Der nächste Termin wartet.

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