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Im Kreispokal weiter

Fußball
Ehrentreffer störte nur wenig

Unter Bedrängnis: der Biesenthaler Toni Müller (links) und Paul Gast
Unter Bedrängnis: der Biesenthaler Toni Müller (links) und Paul Gast © Foto: Ingo Muhme
Ingo Muhme / 21.08.2018, 17:43 Uhr
Lichterfelde (MOZ) Im Spiel zweier freiwilliger Absteiger zur neuen Saison hat die Spielvereinigung Finow/Lichterfelde mit einem 6:1-Sieg über den SV Biesenthal recht eindeutig die nächste Runde im Kreispokal erreicht.

„Das wird heute eine Wundertüte“, hatte Biesenthals Spielertrainer Roman Stasik schon vor dem Anpfiff gemutmaßt und damit nicht ganz unrecht behalten. Beide Teams hatten im Vorfeld einige neue Gesichter angekündigt, wobei den Gästen davon noch einige fehlten. „Wegen Verletzungen und dem Einschulungs-Sonnabend standen uns nur elf Spieler zur Verfügung, was aber unseren heutigen Auftritt in keiner Weise entschuldigt“, brachte Stasik nach Spielende seine Enttäuschung zum Ausdruck. „Wir waren im Trainingslager 25 Spieler, davon einige A-Jugendliche. Die Vorbereitung verlief sehr vielversprechend. Für mich ist das heute unerklärlich“, legte er noch nach.

Obwohl die Partie mit zwei Möglichkeiten für die Hausherren begann und Christian Kuhn bereits nach vier Minuten seine SpG in Führung brachte, machte Biesenthal zumindest in der ersten Halbzeit kein schlechtes Spiel. Doch Finow wirkte strukturierter und gewann mehr Zweikämpfe. Mit schnellem Konterspiel und gut gesetzten Diagonalbällen stellte man Biesenthals Defensive vor Probleme. Doch mehr als ein paar Halbchancen kamen dabei nicht heraus. Im Fünf-Minuten-Rhythmus wogte die Partie hin und her, in der sich jeweils ein Team im Wechsel eine Auszeit nahm, scheinbar wegen der höheren Temperaturen. So kamen auch die Gäste zu Möglichkeiten, die mit mehr Konsequenz auch Treffer hätten bedeuten können. In der 34. Minute hatte Nick Volkmer aus stark abseitsverdächtiger Position den Ausgleich auf den Füßen. Sein Schuss aus zehn Metern traf aber nur den Pfosten. Doch mit dem Treffer von Paul Gast (41.) und dem 3:0 in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs durch Christian Kuhn, war die Partie fast entschieden. Die individuelle Klasse der Hausherren und das lapidare Biesenthaler Aufbauspiel begünstigten die verdiente Halbzeitführung.

Dem Bemühen des Kreisligisten trat die SpG mit Selbstvertrauen und Abgeklärtheit entgegen. Das 4:0 durch Christian Kuhn machte die Biesenthaler Hoffnungen endgültig zunichte (54.). Auch die folgenden beiden Treffer, durch Toni Gentsch (70.) und zum vierten Mal in dieser Partie durch Christian Kuhn (81.), deckten die Mängel der Gäste konsequent auf. Alle drei Tore in Halbzeit zwei hatten das gleiche Muster und wurden über die Außen gut vorbereitet. Da störte auch niemanden der Ehrentreffer durch Stefan Sittig, der seinen ganzen Frust über die Niederlage in seinen Schuss von der Strafraumgrenze legte und danach froh war, dass Schiedsrichter Felix Schmidt die Partie endlich beendete.

„Wir haben eine sehr gute Partie mit neuem System gespielt. Die Spieler haben wieder viel Spaß, das hat man ja auch heute gegen einen höherklassigen Gegner gesehen. Uns stehen zurzeit für beide Herrenteams dreißig Mann zur Verfügung, da könnte es vielleicht mal für die Reserve etwas enger werden. Schauen wir mal, wo die Reise hinführt“, zeigte sich SG-Trainer Maik Redlich nach Spiel­ende recht zuversichtlich für die Zukunft der Spielgemeinschaft. Roman Stasik fand dagegen nur wenig Worte, die sich aber klar und deutlich darstellten: „Haarsträubende Fehler, kein Zugriff, dann verliert man auch in dieser Höhe verdient. Nächste Woche steht uns hoffentlich mehr Personal zur Verfügung. Dann sollte wieder auch die Einstellung stimmen, so schlecht sind wir auf keinen Fall. Ich hoffe, dies war eine einmalige Sache.“

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