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Elterninitiative gegen neue Kita-Satzung übergibt Petition an Bürgermeister

Soziales
1239 Stimmen für Familienfreundlichkeit

Elternprotest: Maxi Schneider von der Elterninitiative gegen die neue Kita-Satzung überreicht im Beisein vieler Eltern die Liste der Unterstützer der Petition an Bürgermeister Jürgen Polzehl.
Elternprotest: Maxi Schneider von der Elterninitiative gegen die neue Kita-Satzung überreicht im Beisein vieler Eltern die Liste der Unterstützer der Petition an Bürgermeister Jürgen Polzehl. © Foto: Oliver Voigt
Michael Dietrich / 30.08.2018, 07:16 Uhr - Aktualisiert 30.08.2018, 07:52
Schwedt (MOZ) Die Elterninitiative gegen die neue Kita-Satzung von Schwedt hat Bürgermeister Jürgen Polzehl ihre Petition „Nein zur neuen Kita Satzung der Stadt Schwedt/Oder und Ja zu mehr Familienfreundlichkeit“ überreicht. Die Petition wurde von 1239 Menschen unterstützt, davon 915 Schwedter Bürger.

Zur Übergabe der Petition waren zahlreiche Eltern und Unterstützer der Initiative, einige auch mit ihren Kindern im Kinderwagen, ins Rathaus gekommen. An der Seite des Bürgermeisters nahmen auch Vizebürgermeisterin Annekathrin Hoppe und der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Hans-Joachim Höppner, die Petition entgegen.

Die drei Initiatorinnen und Mütter Maxi Schneider, Sabrina Haase und Anja Urbaniak schilderten bei der Übergabe noch einmal ihre Beweggründe zu der Aktion. „Wir haben unsere Bedenken lautstark in der Stadtverordnetenversammlung zur Kenntnis gegeben, wurden aber nicht gehört“, erinnerte Anja Urbaniak. Sie betonte, dass sie nicht nur als Betroffene, sondern auch als besorgte Bürgereinnen der Stadt gehandelt hätten, die immer älter werde und die darauf angewiesen sei, familienfreundlich zu sein. „Viele Schwedter Unternehmen suchen gute  Fachkräfte mit Hochschulabschluss. Die wiederum können sich heute aussuchen, wo sie leben. Neben einer vernünftigen Bezahlung gehören auch so genannte weiche Standortfaktoren wie Familienfreundlichkeit zu den Entscheidungskriterien“, erklärten die Mütter.

Die 1239 Stimmen für die Petition seien auch 1239 Stimmen für mehr Familienfreundlichkeit und für die beitragsfreie Kita. „Wir haben sicherlich gehört, dass sie die Beitragserhöhung wieder zurücknehmen wollen. Das ist ein begrüßenswerter erster Schritt. Es sollte nicht der letzte Schritt sein“, sagte Sabrina Haase. Die Frauen zitierten aus den Kommentaren von Unterstützern der Online-Petition. Der Beschluss sei ein Betrug an unseren Kindern, hieß es da, oder: Kinder dürfen kein Luxus werden.

Bürgermeister Jürgen Polzehl äußerte sein Verständnis für die Forderungen. Er habe die Kritik der Eltern zur Kenntnis genommen und sei bereit, die Satzung neu aufzurufen und die Beiträge für Normalverdiener wieder auf das „Maß der Mitte“ zurückzuführen. Er zeigte auch Verständnis dafür, dass die Eltern als nächsten Schritt die Beitragsfreiheit sehen. „Das aber kann nicht die Stadt“, sagte er mit Verweis auf die zuständige Landesregierung.

Hans-Joachim Höppner erklärte vor den Eltern, dass die Politik die Folgen des Beschlusses nicht richtig erkannt hatte. Er lud die Eltern ein, sich bei der Suche nach einer besseren Lösung für sie und die ganze Stadt mit einzubringen. „Ihre Mitwirkung ist gefragt!“ (md)

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