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Wohnraum
Richtfest für Fontanehöfe

Schweißtreibend: Die Zimmermänner hatten für Hartmut Schenk, Geschäftsführer der Hennigsdorfer Wohnungsgenossenschaft Einheit (WGH), einen besonders langen Nagel herausgesucht. Doch wer einen 24 Millionen Euro teuren Neubau, wie ihn die Fontanehöfe darstellen, stemmen kann, der packt auch solch einen Nagel.
Schweißtreibend: Die Zimmermänner hatten für Hartmut Schenk, Geschäftsführer der Hennigsdorfer Wohnungsgenossenschaft Einheit (WGH), einen besonders langen Nagel herausgesucht. Doch wer einen 24 Millionen Euro teuren Neubau, wie ihn die Fontanehöfe darstellen, stemmen kann, der packt auch solch einen Nagel. © Foto: Roland Becker
Roland Becker / 30.08.2018, 08:23 Uhr - Aktualisiert 30.08.2018, 08:45
Hennigsdorf (MOZ) Auf der Baustelle für das größte Neubauprogramm der Hennigsdorfer Wohnungsgenossenschaft (WGH) seit dem Mauerfall wurde am Mittwoch Richtfest gefeiert. 112 Wohnungen werden dort bis Ende 2019 bezugsfertig hergestellt.

Halbzeit auf der Baustelle der Wohnungsgenossenschaft Einheit: An der Fontanestraße entstehen 112 Wohnungen. Am Mittwoch, 29. August, wurde Richtfest gefeiert. Der Bezug der Wohnungen ist für das letzte Quartal 2019 vorgesehen.
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Richtfest der Hennigsdorfer Fontanehöfe

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Doch den arg strapazierten Wohnungsmarkt entspannt das nur bedingt. WGH-Chef Hartmut Schenk kann das mit Zahlen belegen. Für die 112 Wohnungen gibt es derzeit 196 Bewerber, mit denen ab September Vermietungsgespräche geführt werden. Bis Freitag können sich noch weitere der einst 356 Interessierten melden. Auf eine Wohnung kommen somit fast zwei Interessierte. Bürgermeister Thomas Günther­ (SPD) kann der großen Nachfrage nach Wohnraum auch etwas Gutes abgewinnen: „Pendler stellen fest, dass man hier nicht nur gut arbeiten, sondern auch gut leben kann.“

Für die WGH ist das Projekt ein Mammutvorhaben: 24 Millionen Euro steckt die Genossenschaft in die Fontanehöfe, deren Wohnungen zu einer Kaltmiete von sieben Euro pro Quadratmeter auf den Markt kommen. Für den Bauherren ist dieser Mietzins kaum genug, um die Investitionen refinanzieren zu können. „Das ist ein politischer Preis. Jeder Sachkundige wird bestätigen, dass man einen derart anspruchsvollen Bau dafür nicht errichten kann“, sagte Schenk in seiner Festrede.

Mehr als die Hälfte der durchweg barrierefrei gestalteten Wohnungen sind von ihrer Größe her vor allem für Singles oder Rentner gedacht. Die WGH bleibt auch ihrem Ruf treu, viel für die Mietergemeinschaft zu tun. So wird es nicht nur Grünflächen und einen Spielplatz im Innenhof geben. Aktivitäten in einem Gemeinschaftsraum mit großer Dachterrasse sollen der Vereinsamung älterer und alleinstehender Mieter entgegenwirken.

Für die Mobilität dient eine Tiefgarage mit 127 Stellplätzen. Dass diese Zahl die der Wohnungen deutlich übersteigt, ist der Vergangenheit geschuldet. Auf dem Areal standen zuvor Garagen. Deren Pächter können nun in den Fontanehöfen eine Stellfläche mieten.

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