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Leistungsschau
Züchter präsentieren ihre besten Schafe

Leistungsschau: Beim Tag des Schafes nahmen am Sonnabend 12 Züchter aus vielen Teilen Brandenburgs teil. Begutachtet von Ralf Artelt und Hans Jörg Rösler wurde dabei auch Corinth, der beste Bock.
Leistungsschau: Beim Tag des Schafes nahmen am Sonnabend 12 Züchter aus vielen Teilen Brandenburgs teil. Begutachtet von Ralf Artelt und Hans Jörg Rösler wurde dabei auch Corinth, der beste Bock. © Foto: Cornelia Link-Adam
Cornelia Link-Adam / 10.09.2018, 06:30 Uhr
Heinersdorf Zwölf Züchter aus Oder-Spree, Märkisch Oderland, Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz haben am Sonnabend am vierten Tag des Schafes in Behlendorf teilgenommen. Bei der Leistungsschau wurden 62 Tiere in drei Rassen bewertet. Die Sieger kommen aus der Region.

Eigentlich dominieren auf dem Gelände von Familie Zehe die Pferde. Allerdings standen auf dem Reiterhof am Sonnabend ganz andere Vierbeiner im Mittelpunkt: Schafe, geboren in diesem oder vergangenen Jahr. Und die blöken rege in Boxen vor der Halle. Der Heinersdorfer Zuchtwart Ralf Artelt hat über den Schafverband Berlin-Brandenburg den vierten Tag des Schafes organisiert.

„Es werden immer mehr“, sagte er zufrieden über die zwölf Züchter, die 62 Tiere zur Leistungsschau mitbrachten. Viele hatten dabei stundenlange Autofahrten hinter sich. Wie Mario Winter aus Schwandte (Oberkrämer). Das erste Mal nahm er teil, brachte zwei seiner fünf Mini-Schafe der Rasse Ouessant mit. Angeschafft habe man die einst wegen der Kinder. Gefüttert werde mit Brot, Heu, wegen der Trockenheit und verdorrter Wiesen auch Pellets. Einigermaßen gut sei man über den Sommer gekommen. Gut waren auch die Bewertungen für seine Tiere.

Zufrieden waren auch Thilo und Renè Christ aus Sieversdorf in der Ostprignitz. Sechs Lämmer stellten sie vor. „Alle wurden ins Herdbuch eingetragen.“ Das sei oberstes Ziel, wenn man Züchten will. Es ist wie ein Stammbaum, wichtig für auch für Weiterverkäufe. Wir wollen uns auch gleich mal nach einem neuen Bock umsehen..“

Die Überprüfung der 36 Ouessant-Schafe ist zur Mittagszeit geschafft. Die Bewertung dieser Rasse ist selten, dafür fahren Züchter weite Wege. Nach kurzer Stärkung – Ronny’s Bistro bot Gegrilltes und Getränke an, die Züchterfrauen Kaffee und Kuchen – stiegen Ralf Artelt und sein Zuchtwart-Kollege Hans-Jörg Rösler wieder in das Rondell. Sandra Weihmann aus Waldsieversdorf hielt Tiere mit fest auf der Waage.

Die hatte wiederum der Verbands-Geschäftsführer Karsten Günther im Blick. Der Berliner rief nacheinander Nummer und Namen auf, machte Notizen. Die Tiere wurden genau begutachtet, bekamen Punkte. Aufgeregt waren Milchvieh-Züchterinnen aus dem Spreewald und Oderbruch dabei, aber auch „alte Hasen“ aus Müncheberg.

Michael Schulze aus Döbberin stellte 14 Ouessant vor.  „Ein paar schlechte sind immer dabei, sonst lief es gut“, sagt er Mitbegründer der Schau, der seine Tiere auch bei Petersdorf bei Briesen oft auf der Weide stehen hat. Das dritte Mal ist Ralf Bialek erschienen. Mit der Bewertung zu seinen vier Ouessant ist der Bad Saarower zufrieden.

Viel gefachsimpelt wurde auch bei den 24 Tieren der Rasse Krainer Bergschaf. Auch hier wurden die guten Schaf-Damen ins Herdbuch aufgenommen, die Böcke begutachtet, sprich gekört. Die meisten Züchter halten ihre Krainer als Milchvieh. Einige sind gut für die Zucht, andere landen wohl in der Pfanne. „Züchten heißt auch merzen“, erklärte Ralf Artelt. Entweder man habe Rasenmäher oder Fachpersonal. Ausschuss werde weggegessen. „Schafe sind in anderen Ländern, wie am Balkan ja auch ganz wichtige Nahrungsmittel.“

Einige Krainer Bergschafe sind schwarz, andere weiß oder gescheckt. Einige sind geschoren, andere tragen noch viel Wolle. Das wird meist fürs Filzen abgegeben. Die Krainer bringen zwischen 30 und 130 Kilo auf die Waage. Die Züchter bekommen viele Tipps. Von Wolfs-Dramen spricht erstaunlicherweise keiner an diesem Tag.

Zum Abschluss werden noch zwei Shetland-Schafe vom Geschäftsführer Günther bewertet. Die Minis mit braun-beiger Farbzeichnung an den Beinen bekommen gute Noten. Nach der Auswertung der Punkte stehen die Sieger fest: Das beste Schaf ist ein Ouessant von Ralf Artelt und der beste Bock kommt vom Milchschafhof „Pimpinelle“ aus Quappendorf (Neuhardenberg).

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