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Oldtimer-Treff
Alte Schätzchen werden ausgeführt

Jan-Henrik Hnida / 10.09.2018, 06:45 Uhr - Aktualisiert 10.09.2018, 11:40
Demnitz (MOZ) Die 500er-Marke  wurde bereits am Sonnabendmittag geknackt: Beim 14. Oldtimer- und Traktorentreffen zog die September-Sonne Besitzer wie Fans alter Schätzchen in Scharen an. Trabanten,  „Fortschritt“-Traktoren oder BMW-Motorräder erfreuten die Sammlerherzen.

Willi Kratzer hat wertvolle Fracht in seinem Anhänger: Farell, Falk und Adrian hocken dicht an dicht auf der Ladefläche. Wie ein Landwirt im Traktor, steuert der achtjährige Willi seinen kleinen Gartentraktor über das Gelände des Schlossparks. Schon länger dabei ist Erhard Förster. Zum sechsten Mal steht er beim Oldtimertreffen mit seinem Fortschritt-Traktor, Modell „ZT303-D“. „Ich habe einen Sechszylindermotor eingebaut – bei gleichbleibender Länge“, sagt der Landwirt.

„Das ist schon eine Augenweide“, findet Sigfried Rusche. Der Rentner nennt eine stattliche Sammlung an Treckern sein Eigen:  Pionier, Famulus und einen MTS-50. „Die stehen im Oderbruch auf meinem Hof“, sagt Rusche. Den Austausch mit anderen Oldtimerfans sowie das Angucken der Liebhaberstücke schätzt er am Treffen in Demnitz.

Bereits seit mehreren Tagen campen viele der Oldtimerbesitzer im Park. „Wir sind seit Mittwoch hier“, sagt Helmut Palke. Zusammen mit seiner Frau Karola sitzt er vor dem Campingmobil. Daneben steht ihr knallroter Krankenfahrstuhl – ein Zweisitzer, der bis zu 25 km/h schnell fahren kann. „Die Veranstalter geben sich hier richtig Mühe“, findet die 65-Jährige. Mit dem Oldtimertreffen in Schwedt waren sie nicht so zufrieden.

Am Sonnabend begann der Tag mit einem gemeinsamen Frühstück. Dann ging’s auf die Piste: Ein Umzug von gut 100 Fahrzeugen schlängelte sich mit Traktoren und historischen Feuerwehrwagen durch den Ort.

Etwas später stieß Michael Kaiser mit seinem Trabant 601 auf der Wiese dazu. „Ich bin eben mit an die 90 km/h von Köpenick hierher gekommen“, sagt der Vorsitzende vom „Trabant-Club-Berlin“. Natürlich könne er das nicht täglich seinem 50 Jahre alten Vehikel antun. Sachen wie die Lenkung schmieren oder die Zündkerzen austauschen macht er natürlich selbst – „das geht bei den heutigen Autos nicht mehr.“

Vor ihrem glatt-polierten „Robur“ sitzen Jürgen Krüger und sein Team vom Feuerwehrförderverein Herzfelde. Ein- bis zweimal im Monat begibt sich Krüger mit dem Feuerwehrauto von 1990 auf die Straße.

„Wir haben schon jetzt die 500er-Marke geknackt“, sagt Sandra Schubert am Mittag. Bei der „Anmeldungs-Chefin “, wie sie von ihrer Kollegin im Spaß genannt wird,  müssen sich alle Oldie-Besitzer registrieren. „2017 waren es insgesamt nur 420 Teilnehmer“, sagt sie. Besucher ohne Oldtimer hat sie nicht gezählt. Es waren weitaus mehr.

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