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Probefahrt
Autotest Suzuki Swift

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Hajo Zenker / 10.09.2018, 12:50 Uhr - Aktualisiert 10.09.2018, 14:41
Berlin (MOZ) Die japanische Marke Suzuki musste in diesem Jahr bei uns bisher ein Minus von 1,8 Prozent verbuchen, während der Gesamtmarkt um 6,4 Prozent wuchs. Das liegt vor allem am Einbruch beim Baleno. Der neue Swift dagegen verkauft sich gut. 

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Motor

Drei Motoren stehen für den Swift zur Verfügung – alles Benziner, mit 90 PS, 112 PS und (als Swift Sport) 140 PS. Schon mit dem von uns gefahrenen Einstiegsmotor ist man ordentlich motorisiert.  Denn auch wenn der bei uns vorhandene Allradantrieb gegenüber dem Frontantrieb Beschleunigung kostet, kann man in 12,6 Sekunden von 0 auf Tempo 100 kommen, auf der Autobahn sind 170 km/h möglich. Sechs statt fünf Gänge wären aber schöner.

Karosserie/Ausstattung

Der Name Swift gehört seit 1983 zu Suzuki. Und hat sich bei vielen Kleinwagenfreunden im Gedächtnis als Sinnbild der japanischen Marke festgesetzt. Mittlerweile ist der Kleinwagen in der sechsten Generation zu haben. Und die sieht wirklich gut aus. Zwar ist der Swift optisch ein Swift geblieben, durch Modernisierungen wie die knuffige Front und die kräftige Schulterlinie sowie die Türgriffe in der C-Säule hat er aber spürbar an Hinguckerpotenzial gewonnen. Und obwohl der Fünftürer gar um einen Zentimeter auf 3,84 Meter geschrumpft ist, gibt es dank zwei Zentimeter mehr Radstand mehr Platz für die vorderen Insassen und das Gepäck (265 Liter, das sind 54 Liter mehr als bisher), in der zweiten Reihe geht es weiter recht eng zu. Der Swift ist selbsterklärend funktional. Bei der Auswahl der im Innenraum verwendeten Materialien dürfte Suzuki aber anspruchsvoller werden. Ab Werk hat der Swift sechs Airbags, ESP, Fensterheber vorn und Zentralverriegelung (ohne Fernbedienung). Das ist doch recht spartanisch. Wer 1100 Euro mehr ausgibt, hat dann zumindest Klima, Radio, fernbedienbare Zentralverrieglung, elektrische Außenspiegel und höhenverstellbares Lenkrad an Bord. Müdigkeitserkennung und Spurhaltesystem gibt es nur in der teuersten Ausstattungsvariante.

Fahrverhalten

Der aktuelle Swift zeigt sich spürbar komfortabler als der Vorgänger. Dadurch geht es deutlich entspannter und trotzdem hinreichend straff zu, Unebenheiten werden den Passagieren weitgehend vorenthalten. Der Allradantrieb sorgt für zusätzlich Grip. Die Lenkung aber könnte etwas direkter, die Bremsen dürften etwas bissiger sein.

Wirtschaftlichkeit

Einen (eher karg bestückten) Basis-Swift gibt es ab 13.790 Euro. Mit dem von uns gefahrenen Allradantrieb ist beim selben Motor auch eine spürbar bessere Ausstattung verbunden – das ergibt einen Preis von mindestens 17.320 Euro. Offiziell genehmigt sich der Allrad-Swift 4,9 Liter Super auf 100 Kilometer 110 g/km CO2), einen Liter mehr sollte man auf jeden Fall einkalkulieren.

Fazit

Der Swift bleibt ein überzeugender Vertreter im Kleinwagenbereich. Er hat optisch und im Raumangebot gewonnen, die Basis-Ausstattung aber ist spartanisch und die Materialanmutung könnte noch zulegen. Hajo Zenker

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