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Prämie
Bonus für neue Handwerksmeister

Meisterbonus: Dachdecker Daniel Kusmiercyk hat als einer der ersten jungen Meister in Brandenburg den neuen Bonus erhalten. Die Prämie soll ein Ausgleich angesichts hoher Kosten für eine Meisterausbildung sein.
Meisterbonus: Dachdecker Daniel Kusmiercyk hat als einer der ersten jungen Meister in Brandenburg den neuen Bonus erhalten. Die Prämie soll ein Ausgleich angesichts hoher Kosten für eine Meisterausbildung sein. © Foto: Christian Schönberg
Christian Schönberg / 12.09.2018, 19:00 Uhr
Fehrbellin (MOZ) Der 34-Jährige hat jüngst seine Meisterausbildung im Dachdecker-Handwerk erfolgreich abgeschlossen. Dabei musste er viel Geld in die Hand nehmen. Mehrere tausend Euro kostet solch ein Lehrgang, der es dem Absolventen nach erfolgreicher Prüfung erlaubt, Betriebe zu führen und auszubilden.

Weil der Start in eine akademische Laufbahn oft weniger kostenintensiv ist, hat sich das Land auf Anregung der Handwerkskammer den neuen Bonus einfallen lassen, den Kusmiercyk und der Fahrradschlosser-Meister Tino Blättermann aus Bernau am Mittwoch überreicht bekommen haben. Die Finanzspritze beläuft sich auf 1 500 Euro. Künftig soll sie jeder neue Meister bekommen. Voraussetzung ist, dass er in Brandenburg lebt und arbeitet sowie ein Beratungsgespräch zur Unternehmensgründung oder -übernahme durchlaufen hat.

Wie Handwerkskammer-Präsident Robert Wüst betont, ist es wichtig, dass die Handwerksbetriebslandschaft in Brandenburg erhalten bleibt. Mittlerweile tun sich etliche Lücken auf, da viele Betriebseigentümer keine Nachfolger finden. Gerade in der heutigen Zeit, da die Auftragsbücher voll sind, sei das wichtig: „Deshalb müssen wir mehr für die Gleichstellung zwischen beruflicher und akademischer Ausbildung tun“, betonte Wüst.

Der scheidende Landes-Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) kam als Gratulant und versprach, dass auch unter seinem Nachfolger Jörg Steinbach (parteilos) die Meisterbonus-Zahlungen fortgesetzt werden sollen. Grundlage bleibt allerdings, dass sie im Haushalt des Landes weiter vorgesehen werden. Da habe letztlich der Landtag als gesetzgebende Instanz das Zepter in der Hand. Gerber verteidigte das aufwändige Meldeverfahren, das der Auszahlung des Bonus vorgelagert ist. Es garantiere, dass es nicht zum Missbrauch kommt.

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