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Tag der offenen Tür
Gedränge im sanierten Haus

Heike Jänicke / 13.09.2018, 07:30 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Seit gut drei Monaten befindet sich die DRK-Geschäftsstelle im denkmalgeschützten Gebäude in der Victor-Blüthgen-Straße 4. Am Mittwoch nun öffneten sich die Türen – für Besucher. Die kamen in großer Zahl. Sehr zur Freude von Geschäftsführerin Cordula Töpfer und Geschäftsstellenleiterin Birgit Wiedmann.

Das Gerüst ist verschwunden, der Innenhof gestaltet und der Gehweg gefegt. An den Fenstern flattern rote und weiße Luftballons. Das denkmalgeschützte und in den vergangenen Monaten im Auftrag der Wohnungsbaugesellschaft aufwendig sanierte Gebäude in der Victor-Blüthgen-/Ecke Adolf-Bräutigam-Straße hat sich herausgeputzt – für den Tag der offenen Tür in der neuen DRK-Geschäftsstelle. Dazu hat der Kreisverband Märkisch-Oderland-Ost am Mittwoch eingeladen.

Bereits wenige Minuten nach 10 Uhr herrscht in den hellen Räumen dichtes Gedränge. Geschäftsführerin Cordula Töpfer begrüßt im Schulungsraum die ersten Gäste und gibt Hinweise zum Ablauf des Tages. Der dient vor allem der Information – über die Angebote und Einrichtungen, die nun unter einem Dach vereint sind. Angefangen von der DRK-Geschäftsstelle sowie dem Pflege- und Fahrdienst im Erdgeschoss über die Kleiderkammer im Keller bis hin zu den Wohngemeinschaften für Senioren im ersten und zweiten Obergeschoss. Die Besucher bekommen viel zu sehen. Zur Stärkung steht ein reich gedecktes Büfett bereit. „Unsere Mitarbeiter haben den Tag der offenen Tür bereits zu Hause vorbereitet und Kuchen gebacken“, lädt Cordula Töpfer die Frauen und Männer zu Kaffee und Kuchen ein.

Aber auch dazu, sich über den Hausnotruf zu informieren, das Glück bei der Tombola zu versuchen, sich den Blutdruck messen zu lassen oder sich mit dem neuesten Projekt des DRK, „Herzkasper“, vertraut zu machen. Dazu überlässt sie das Feld Heike Naumann. Sie ist seit 2001 beim DRK festangestellt und seitdem auch Lehrkraft.

„100 000 Menschen erleiden im Jahr den Herztod“, berichtet Heike Naumann den Besuchern und legt ihnen im Notfall das Benutzen eines Defibrillators ans Herz. Ein solcher befindet sich zum Beispiel in der Sparkasse, informiert sie weiter. Mit dem Einsatz eines solchen Gerätes in den ersten drei Minuten steige die Überlebenschance des Patienten um 70 Prozent, so Heike Naumann. Und dann demonstriert sie anhand einer Übungspuppe die Funktionsweise des Gerätes. „30-mal drücken, zweimal beatmen“, so die DRK-Mitarbeiterin. Der Defibrillator gibt den Takt vor. „Sie brauchen keine Angst zu haben, dass Sie etwas falsch machen. Falsch machen Sie nur etwas, wenn Sie nicht helfen“, so ihre Devise. Edith Steinberg hört aufmerksam zu. Sie hat gerade eine Spende gegeben, für die Anschaffung eines solchen Gerätes. „Das ist schon wichtig“, meint die 84-Jährige. Ihr Mann habe es am Herzen. Deshalb habe sie auch schon mal den Notruf absetzen müssen. Doch glücklicherweise seien die Sanitäter immer schnell da gewesen, so dass ein Defibrillator bisher noch nicht nötig gewesen sei.

Während Edith Steinberg mit ihren Bekannten in die nächste Etage wechselt, vertiefen sich Waltraud Lüpke, Käte Geller und Hannelore Abraham im Flur in die Chronik des DRK. Ein Band stammt noch aus DDR-Zeiten, ein anderer ist mit der Gründung des DRK-Kreisverbandes Märkisch-Oderland begonnen worden. „Das ist interessant“, sagt Käte Geller. „Ich bin hier, weil ich mich auch in der Wohngemeinschaft umschauen will“, lässt die 74-Jährige wissen. Eine solche Wohnform kommt für die Kurstädterin durchaus in Frage. Man wolle ja niemanden zur Last fallen. „Doch erst wenn es nicht mehr allein geht“, lacht sie.

Grund zum Lachen haben auch Birgit Wiedmann, die Geschäftsstellenleiterin, und Geschäftsführerin Cordula Töpfer. Die Resonanz auf den Tag der offenen Tür ist groß. „Für uns war das hier schon ein riesiges Projekt, das viel Vorarbeit bedurfte“, gesteht Cordula Töpfer. Doch es habe sich gelohnt, vor allem mit Blick auf die Wohngemeinschaften, die hilfebedürftigen Senioren die Möglichkeit des gemeinschaftlichen Wohnens ermöglichen.

DRK-Geschäftsstelle Bad Freienwalde, Victor-Blüthgen-Straße 4, Telefon: 03344 3562, Zugang zur Kleiderkammer von der Adolf-Bräutigam-Straße aus.

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