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DieLandessieger des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft “wurden im historischen Dorf Sauen verkündet.

Ausgezeichnet
Jury honoriert Mitgestaltung

Rundgang: Sauens Ortsvorsteher Hartmut Kurz (Zweiter von rechts) führte die diesjährigen Teilnehmer des Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ durch den Ortskern. Sauen gewann beim vergangenen Wettbewerb eine Goldmedaille auf Bundesebene.
Rundgang: Sauens Ortsvorsteher Hartmut Kurz (Zweiter von rechts) führte die diesjährigen Teilnehmer des Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ durch den Ortskern. Sauen gewann beim vergangenen Wettbewerb eine Goldmedaille auf Bundesebene. © Foto: Larissa Benz
Larissa Benz / 14.09.2018, 10:15 Uhr
Sauen (MOZ) Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger verkündete am Donnerstag in Sauen die Sieger des Landeswettbewerbs von „Unser Dorf hat Zukunft“: Die Spreewaldgemeinde Dissen und Garlitz (Havelland) bekamen die ersten beiden Preise und sind somit für den Bundesentscheid im kommenden Jahr qualifiziert. Den dritten Platz belegt Neutrebbin (Märkisch Oderland).

Das historische Dorf Sauen mit seinem charakteristischen Straßenanger erhielt beim vergangenen Bundeswettbewerb eine Goldmedaille und war deshalb in diesem Jahr Schauplatz der Preisvergabe. Bei drei verschiedenen thematischen Führungen zeigten die Sauener den diesjährigen Teilnehmern, was ihren Ort ausmacht.

Rietz-Neuendorfs Bürgermeister Olaf Klempert beschrieb in einer Rede vor der Preisverleihung, welchen Einfluss der vorherige Wettbewerb auf das Dorf Sauen hatte: „Dass hier Ideen entstanden sind, die über den Wettbewerb hinaus wirken, ist der eigentliche Erfolg.“ Die Teilnahme habe die Sauener Dorfgemeinschaft regelrecht „befeuert“.

Beim diesjährigen Gewinnerdorf auf Landesebene, Dissen, honorierte die Jury unter anderem die Bestrebungen zum Erhalt der sorbischen und wendischen Kultur. Beim Zweitplatzierten Garlitz im Havelland hob die Kommission besonders die Mitgestaltung der Bürger an der Entwicklung ihres Ortes hervor.

Agrarminister Jörg Vogelsänger zeigte sich optimistisch, dass die Dörfer auch auf Bundesebene erfolgreich sein könnten: „Mit dem Wettbewerb wird der ländliche Raum in Brandenburg bundesweit bekannt.“ Er betonte, dass die Zeit der Entleerung ländlicher Gegenden vorbei sei.

Der Dorfwettbewerb besteht bundesweit seit 1961. Seit 25 Jahren nimmt Brandenburg daran teil. Mitmachen können Orte, die einen überwiegend dörflichen Charakter ausweisen und bis zu 3000 Einwohner haben. Der Erstplatzierte im Landeswettbewerb erhält ein Preisgeld von 10 000 Euro, der Zweitplatzierte 5000. Der dritte Platz bekommt 1000 Euro.

Die Jury nimmt bei ihren Begehungen der Orte Kriterien wie kulturelle Aktivitäten, Grüngestaltung und die Pflege der Bausubstanz unter die Lupe. Auch wie aktiv die Dorfbewohner an der Entwicklung   ihres Ortes teilnehmen, wird bewertet. Der Entscheid wird in Brandenburg auf Landesebene vom Ministerium für ländliche Entwicklung und dem Städte- und Gemeindebund ausgetragen.

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