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Schüler aus Schwedt und der Umgebung bis nach Passow nutzten den Techniktag an der Talsandschule am Donnerstagvormittag, um sich über das Angebot an Arbeitsgemeinschaften des Technikstützpunktes zu informieren. Ein Rekord. Ist Schwedt reif für eine Technikschule?

Braucht Schwedt eine Technikschule?
Papier, Roboter und Raketen

Dietmar Rietz / 14.09.2018, 13:00 Uhr
Schwedt (MOZ) Schüler aus Schwedt und der Umgebung bis nach Passow nutzten den Techniktag an der Talsandschule am Donnerstagvormittag, um sich über das Angebot an Arbeitsgemeinschaften des Technikstützpunktes zu informieren. Ein Rekord. Ist Schwedt reif für eine Technikschule?

Zum dritten Mal ist Klassenlehrer Heino Dakau-Michaelis mit seinen Schülern aus der Schule „Am Waldrand“ auf dem Techniktag. „Bei dem kompakten Angebot an technischen Arbeitsgemeinschaften können sich Schüler hier wunderbar orientieren, wo ihre Neigungen liegen oder was sie mal ausprobieren möchten. Das könnte eine einzelne Schule allein kaum leisten.“ Für Lenhard, Jeremias und Johannes an seiner Seite hat sich der Besuch gelohnt: „Wir melden uns für die AG Raketenbau an.“ Pia will lieber in der AG 3-D-Druck mitmachen.

Schüler der 6. bis 13. Klassen können sich entscheiden zwischen den Arbeitsgemeinschaften Robotik, Elektronik, Automodellbau, Computertechnik, Raketenbau, 3-D-Druck, Minecraft, Programmieren und Modellbauwelt. Diese Arbeiten eng zusammen, etwa beim Bau des Roboterkäfers Karl. Beim Techniktag ist auch der Külzclub mit einem Knobelstand dabei. Leipa-Azubis erklären das Papierschöpfen. Sven Ketel, Leiter des Technikstützpunktes, sieht sich auf dem Weg bestätigt, mit spannenden Angeboten das Technikinteresse von Schülern spielend zu wecken. Das AG-Paket des Technikstützpunktes ist das Ergebnis von vielen Jahren Aufbauarbeit. „Aber mit 400 Schülern am Techniktag sind wir am Limit, was wir mit ehrenamtlicher Arbeit leisten können. Wenn Industrie und Handwerk, Politik und Schulen mehr Bedarf haben und Nägel mit Köpfen machen wollen, dann wäre die Zeit reif für eine Technikschule in Schwedt, analog zur Musik- und Kunstschule. Dann brauchen wir Hilfe und Personal.“ Jürgen Eichstaedt ist 69. Er führt die AG Modellbau. Er meint: „Kinder brauchen Praxis und Anleitung, um Dinge mit ihren Händen zu bauen, Werkzeuge einzusetzen, die Welt im wahrsten Sinne des Wortes mit den Händen zu begreifen.“ Eine Technikschule nennt er „eine gute Idee“. Ronald Herpel ist mit 72 Leiter der AG Elektronik. Er sagt: „Wir müssen unser technisches und handwerkliches Wissen und unseren Spaß daran an Kinder weitergeben.“ In Sachen Technikschule hält auch er den Daumen hoch.

Leipa-Chefausbilder Rüdiger Mägel hält sie ebenfalls für eine klasse Idee: „Es gibt den Fachkräftemangel und wir brauchen technisch interessierten Nachwuchs. In der Schule wird mit trockenem Frontalunterricht diese Begeisterung nicht geweckt.“ Der FDP-Fraktionschef in der Schwedter Stadtverordnetenversammlung, Jürgen Drägert, ist begeistert: „Das Interesse der Mädchen und Jungen ist riesig, die Technikbegeisterung groß, wenn ich mich hier so umschaue. Das Angebot ist unglaublich. Der Technikstützpunkt ist die Basis für eine Technikschule. Wir sollten die Idee unterstützen.“

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