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Kommunalpolitik
Stefan Wichary im dritten Anlauf gewählt

Glückwunsch: Stefan Wichary (l.) wurde zum Ersten Beigeordneten der Stadt Fürstenwalde gewählt. Matthias Rudolph (r.) und Jürgen Teichmann gratulieren.
Glückwunsch: Stefan Wichary (l.) wurde zum Ersten Beigeordneten der Stadt Fürstenwalde gewählt. Matthias Rudolph (r.) und Jürgen Teichmann gratulieren. © Foto: Glückwunsch: Stefan Wichary (links) wurde im dritten Anlauf zum Ersten Beigeordneten der Stadt Fürstenwalde gewählt. Bürgermeister Matthias Rudolph gratuliert. Jürgen Teichmann, der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, steht im Hintergrund.Foto: Manja Wilde
Manja Wilde / 16.09.2018, 07:00 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Er wuchs in Fürstenwalde auf, machte am Oberstufenzentrum das Abitur, studierte an der Viadrina Jura, arbeitete als Referendar in der Stadtverwaltung, ist seit 2012 in der Bundesfinanzverwaltung tätig und lebt mit seiner Frau und fünf Kindern – darunter zwei Zwillinge – in der Spreestadt: Stefan Wichary ist neuer Erster Beigeordneter.

Am Donnerstagabend wurde der 39-Jährige von der Stadtverordnetenversammlung im Restaurant „Seeblick“ gewählt. 24 Bewerbungen gingen auf die Ausschreibung ein. 14 Kandidaten wurden eingeladen, wobei fünf ihre Bewerbung nach dem Hickhack zwischen SPD, CDU, Linken und Bürgermeister Matthias Rudolph (BFZ) um die Auswahlkriterien zurückzogen. Wichary „hat sich als bester Kandidat bewährt“, sagte Rudolph, der ihn vorschlug.

„Im ersten Wahlgang ist gewählt, wer die Mehrheit der gesetzlichen Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung hat“, erklärte deren Vorsitzender, Jürgen Teichmann (CDU). Die ist bei 17 Stimmen gegeben. Doch etliche Abgeordnete hatten entweder Zweifel an Wicharys Qualifikation oder waren verärgert über das Auswahlverfahren – jedenfalls fiel der Favorit des Bürgermeisters im ersten Anlauf der geheimen Wahl durch. 14 Nein- und 13 Ja-Stimmen hieß das Ergebnis.

Rudolph schlug erneut Wichary vor. 16 kreuzten für ihn, 10 gegen ihn. Eine Stimme war ungültig und ein Stadtverordneter erklärte sich, wie schon im ersten Wahlgang, für befangen. Das Ergebnis reichte der Wahlkommission nicht.

Stefan Wichary saß am Rand des vollen Saales. „Das hat nichts mit meiner Person zu tun“, sagte er, während die Abgeordneten das dritte Mal zur Urne liefen. Um 20.35 Uhr konnte Jens-Olaf Zänker (B90/Grüne), der Vorsitzende der Wahlkommission, verkünden, dass Wichary mit 20 Ja- und acht Nein-Stimmen gewählt ist. Ehefrau Claudia drückte ihrem Mann erleichtert einen Kuss auf die Wange.

„Alle guten Dinge sind drei“, nahm der es  mit Humor. Im Oktober will er sein Amt als Erster Beigeordneter antreten. Als solcher wird er Vertreter des Bürgermeisters sein, den Fachbereich Bürgerdienste leiten und soll die Strukturen der Verwaltung weiterentwickeln. Die Stelle des Beigeordneten war vakant, seit Eckhard Fehse im Juli in den Ruhestand ging. Die frühere Fachbereichsleiterin für Bürgerdienste, Sylvaine Meister, war bereits Mitte 2017 in die Rechtsstelle gewechselt.

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