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Post Zehlendorf
Vereinschef tritt nach 38 Jahren ab

Seit 1980 Chef des Post SV: Ulf Heinrich
Seit 1980 Chef des Post SV: Ulf Heinrich © Foto: Steffen Kretschmer
Stefan Zwahr / 16.09.2018, 09:00 Uhr
(MOZ) Zehlendorf. Im Jahr, als Helmut Schmidt Kanzler der Bundesrepublik war, Deutschland zum, zweiten Mal Europameister im Fußball wurde und sich die „Grünen“ gründeten, übernahm Ulf Heinrich den Vorsitz beim heutigen Post SV Zehlendorf. Das ist 38 Jahre her. Am kommenden Freitag gibt der 69-Jährige sein Amt ab.

„Ich werde nicht mehr für ein Amt im Vorstand kandidieren“, kündigt Heinrich vor der Mitgliederversammlung an, die um 19 Uhr im Bürgerhaus in Zehlendorf beginnen wird. Diese Entscheidung sei lange gereift. Es seien vor allem gesundheitliche Sachen, die den Ausschlag gegeben hätten. „Der zweite Grund ist, dass die Neustrukturierung, die wir nach der politischen Wende verabredet hatten, nicht so eingetroffen ist, wie ich es mir damals vorgestellt habe.“

1990 habe es die Übereinkunft gegeben, dass die Abteilungen des Vereins zumindest relativ selbstständig arbeiten sollen. Das habe über viele Jahre ganz gut geklappt, „haut in letzter Zeit aber nicht mehr hin“. Rückblickend sei es ein Fehler gewesen, dass sich der Verein nach der Wende nicht in selbstständige Abteilungen gegliedert habe. Der langjährige Vereinschef sieht sich nun nicht mehr dazu imstande, den kompletten Verein zu managen. Es gehe nicht, den fünf Abteilungen mit 187 Mitgliedern „immer mit Spikes auf die Füße zu treten“. Heinrich: „Es muss jemand die Hand drauf halten. Ich bin der Meinung, dass ich das nicht mehr sein muss. Ich werde 70 Jahre alt. Es reicht.“

In den vergangenen 38 Jahren habe er sich bemüht, den Verein am Leben zu halten. „Er ist nicht schlechter geworden, als er war.“ Seine Erfahrungen will Heinrich (bei Bedarf) auch künftig einbringen. Mit seinen bisherigen Vorstandskollegen habe er auch Vorstellungen, wer am kommenden Freitag gewählt werden soll. „Ich habe ein bisschen vorgearbeitet, damit wir nicht blöd dastehen und keinen Kandidaten haben. Die Fortführung müsste also klappen.“ Nach der Wahl seinen einige Formalitäten zu erledigen. „Das werde ich begleiten. Ich will dann aber nicht mehr so eingreifen.“

Mitglied beim Post SV ist Heinrich seit 1975 und bleibe er auf jeden Fall. „Tischtennis war schon immer meine Leidenschaft. Leider kann ich aber nicht mehr spielen.“ Wie auch die Fußballer, stehen die Tischtennis-Spieler aus Zehlendorf im Wettkampfbetrieb. Weitere Abteilungen des Vereins: Gymnastik, Kegeln und Volleyball. „Wir haben fünf Kinder-Mannschaften im Fußball. Das ist eine schöne Anzahl“, freut sich der scheidende Vorsitzende. Auch daran sei zu sehen, dass in den vergangenen Jahren Fortschritte erreicht wurden. „Im Männerbereich läuft es nicht so besonders. Aber wir können uns keine Spieler backen und schon gar nicht kaufen.“

Thema bei der Wahlversammlung, zu der alle Mitglieder ab 16 Jahre eingeladen sind, wird auch der in Planung befindliche Neubau des Sportfunktionsgebäudes sein. „Ein Projekt, das aus aus meiner Sicht nicht vorwärts geht“, so Ulf Heinrich. Er kündigt an, dass sich ein kompetenter Vertreter der Stadt zu den Baumaßnahmen äußern werde.

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