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Festakt in Storkow zum 20-jährigen Bestehen des Naturparkes Dahme-Heideseen / Neue Ausstellung auf der Burg

Jubiläum
Blicke in Vergangenheit und Zukunft

Immer eine neue Perspektive:  Naturparkleiter Gunnar Heyne (rechts) und der Ortsvorsteher von Kossenblatt, Eberhard Krüger, schauen durch die farbigen Brillen in der neuen Ausstellung.
Immer eine neue Perspektive:  Naturparkleiter Gunnar Heyne (rechts) und der Ortsvorsteher von Kossenblatt, Eberhard Krüger, schauen durch die farbigen Brillen in der neuen Ausstellung. © Foto: Iris Stoff
Iris Stoff / 16.09.2018, 10:15 Uhr
Storkow Mit einem Festakt ist am Donnerstagabend auf der Burg Storkow das 20-jährige Jubiläum des Naturparkes Dahme-Heideseen gefeiert worden. Rückblickend auf spannende Anfänge wurde eine positive Bilanz gezogen und zugleich kontinuierliche Unterstützung durch das Land angemahnt.

„Die schönste Wüste, in die man geschickt werden kann, ist die Bugker Sahara.“ Mit diesem Zitat des damaligen Umweltministers Matthias Platzeck, der im September vor zwei Jahrzehnten das Schutzgebiet eröffnet hatte, begrüßte Naturparkleiter Gunnar Heyne jeden Gast persönlich am Eingang und überreichte einen hübsch eingepackten Sandkeks. Eine originelle Idee, mit der vielleicht ein künftiges Naturpark-Souvenir kreiert wurde.

Zur Festveranstaltung waren neben den Mitarbeitern des Naturparkes und der Naturwacht auch zahlreiche Wegbegleiter, Unterstüzer und Kooperationspartner gekommen. Der Naturpark Dahme-Heideseen sei das Herzstück der grünen Lunge von Berlin und befinde sich heute in guter Gemeinschaft mit zehn weiteren Naturparks in Brandenburg und 103 Naturparks in ganz Deutschland, betonte der Präsident des Landesamtes für Umwelt, Dirk Ilgenstein. Er sprach dem Team und dessen Unterstützern Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit aus .

Die Festrede hielt der ehemalige Abteilungsleiter Großschutzgebiete und Regionalentwicklung beim Landesumweltamt, Hartmut Kretschmer. Der Naturpark sei von unten gewachsen,  betonte er. Schon früh hätten engagierte Leute das Potenzial der Region erkannt und fachlich fundierte Vorarbeit geleistet. Unter anderem nannte er Hans Sonnenberg und Gisela Deckert.  Vorreiter sei der Naturpark Dahme-Heideseen auch in Bezug auf sein Besucherinformationszentrum (BIZ). Es befindet sich seit neun Jahren auf der Burg Storkow und wird gemeinsam mit der Stadt betrieben. Kretschmer verwies auf die zahlreichen Naturpark-Projekte zum Erhalt der Arten- und Biotopvielfalt, zum Beispiel das EU-Life-Projekt zu den Salzwiesen, für das es sogar einen Preis der EU gab. Um alle Aufgaben zu erfüllen, sei aber auch das nötige Personal erforderlich, forderte er und kritisierte die Sparpolitik der Landesregierung, wonach die Naturpark-Verwaltung auf drei Stellen heruntergefahren werden solle. „Das würde uns bitter auf die Füße fallen“, warnte er.

Aufgabe des Naturparkes sei es, die von Menschen geprägte, gewachsene Kulturlandschaft zu schützen und das Kultur- und Naturerbe zu bewahren, sagte der Leiter Gunnar Heyne. Das beinhalte mehr als „nur“ Naturschutz. Seine Vision sei es, dass neben dem Umweltministerium auch das Wirtschafts- und das Bildungsministerium mit ins Boot kommen und ihren finanziellen Anteil beisteuern.

Nach dem offiziellen Teil konnten die Gäste schmecken und schauen, was den Naturpark ausmacht. Das Büfett war bestückt mit regionalen Produkten wie Käse aus der Gläsernen Molkerei oder Saft von den Äpfeln der Streuobstwiese in Philadelphia. Auf der Galerie wurde eine Ausstellung eröffnet. Die Naturfotografen Klaus Weber, Anneli Krämer, Erhard Laube und Andreas Batke zeigen 57 zauberhafte  Fotos von im Naturpark heimischen Tieren. Komplettiert wird die Schau durch drei ganz besondere Aufsteller, die auf eine neue Sonderausstellung im nächsten Jahr neugierig machen.  Grafiken zeigen, was im Naturpark so kreucht und fleucht. Daneben hängen Brillen mit Sichtfeldern in Rot, Grün und Blau. Beim Blick durch die Farben lassen sich immer andere Darstellungen erkennen. Die Ausstellung kann bis April 2019 besichtigt werden.

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