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Fußball
Kantersieg: TuS 1896 gelingt der erste „Dreier“

Florian Schulte (rechts im Spiel bei Union Klosterfelde) traf zum zwischenzeitlichen 4:1.
Florian Schulte (rechts im Spiel bei Union Klosterfelde) traf zum zwischenzeitlichen 4:1. © Foto: Stefan Zwahr
Stefan Zwahr / 16.09.2018, 10:31 Uhr
Sachsenhausen (MOZ) 5:1 gegen den FC Eisenhüttenstadt: Wenn es nach dem ersten Saisonsieg des TuS 1896 Sachsenhausen in der Fußball-Brandenburgliga einen Kritikpunkt gab, dann war es der Umstand, dass der Gegner trotz einer frühen 2:0-Führung zu lange im Spiel gehalten wurde.

„Das ist eigentlich so ein Spiel, wo du sieben, acht, neun Tore schießen musst“, bemerkte TuS-Trainer Marc Flohr nach dem Erfolg. Diesen fuhr der amtierende Vizemeister vor 178 Zuschauern nach einer über weite Phasen starken Vorstellung ein.

Der TuS beherrschte Spiel und Gegner, verpasste es jedoch, nach der frühen Zwei-Tore-Führung durch Andor Müller (5.) und Christopher Groll (7.) für klarere Verhältnisse zu sorgen. „Wir hatten den optimalen Start, den wir wollten. Dann haben wir es aber nicht geschafft, das Spiel zu beruhigen“, bedauerte Coach Oliver Richter. Schon in der ersten Halbzeit hatten seine Schützlinge viele gute Aktionen in Strafräum-Nähe, schlossen diese aber unkontrolliert ab. So blieb der Gegner im Spiel und kam nach einer Standardsituation durch David Steinbeiß zum Anschluss (26.) – nachdem Sachsenhausen zuvor Glück hatte, als ein elfmeterreifes Einsteigen von Leon Weigt gegen Christoph Krüger nicht geahndet wurde (10.). Nach dem Gegentreffer schlug der TuS sofort zurück (29./Kevin Höpfner) und hielt den Gegner in der Folge von der eigenen Gefahrenzone fern, sündigte im Offensivspiel aber auch weiterhin. Der erste Punktspielsieg der Saison – diesen rundeten Florian Schulte (63.) und Leon Weigt (87.) mit ihren Treffern ab – hätte am Ende weitaus höher ausfallen können. Richter: „Du beherrscht den Gegner, lässt ihn aber lange im Spiel. Das ist ärgerlich.“

So sah es auch Andor Müller. „Wir haben viele Chancen liegen lassen“, stellte der Offensivmann fest. Dieser verdiente sich Bestnoten.  „Er hat fast jede Situation eingeleitet. Wir konnten ihn mit unseren Mitteln nicht stellen“, räumte Gäste-Trainer Andreas Schmidt ein. Dieser musste etliche Stammkräfte ersetzen. „Wir hatten auch Ausfälle zu kompensieren, die nicht zu kompensieren sind.“ In der Umschaltsituation sei der spiel- und zweikampfstarke TuS immens clever gewesen. „Wir sind aus meiner Sicht mit ein bisschen viel Euphorie in das Spiel gegangen, weil wir einen guten Saisonstart hatten. Was uns da ausgezeichnet hat, haben wir diesmal nicht auf den Platz gebracht. Es war insgesamt eine indiskutable Leistung. So habe ich es nicht erwartet.“

SACHSENHAUSEN: Demuth - Weigt, Höpfner, Wiesner, Wulff – Heidenreich (87. Ney), Kordecki – Dellerue (74. Rutzen), Schulte - Groll, Müller

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