Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Anwohner protestieren gegen Aus für stationären Verkaufsstand in der Clara-Zetkin-Siedlung / Bäckerei ändert Tourenplan

Feinbackwaren
Brötchen, Brot und Kuchen gibt es fortan mobil

Abschied nach rund zehn Jahren: Dieser Verkaufsstand der Eberswalder Brot- und Feinbackwaren GmbH in der Clara-Zetkin-Siedlung schließt.
Abschied nach rund zehn Jahren: Dieser Verkaufsstand der Eberswalder Brot- und Feinbackwaren GmbH in der Clara-Zetkin-Siedlung schließt. © Foto: Sylvia Pöschel
Sven Klamann / 16.09.2018, 11:00 Uhr - Aktualisiert 16.09.2018, 13:03
Eberswalde (MOZ) Die Eberswalder Brot- und Feinbackwaren GmbH schließt nach etwa zehn Jahren ihren stationären Verkaufsstand in der Clara-Zetkin-Siedlung. Es gibt aber einen mobilen Ersatz.

Am Sonnabend wird sich bei dem Verkaufswagen der Eberswalder Brot- und Feinbackwaren GmbH, der seit etwa zehn Jahren fest installiert auf einem Privatgrundstück an der John-Schehr-Straße in der etwa tausend Einwohner zählenden Clara-Zetkin-Siedlung steht, das letzte Mal die Klappe öffnen. Die Entscheidung, den etwas anderen Laden zu schließen, ist bei der enttäuschten Kundschaft auf Bedauern und Empörung gestoßen. Doch das mittelständische Unternehmen, das vor allem durch seine Marke Märkisch Edel bekannt ist, hat umgehend reagiert. „Wir werden die Clara-Zetkin-Siedlung ab sofort in unseren mobilen Tourenplan aufnehmen“, kündigt Geschäftsführer Christian Kurth an. Eines der vier im mobilen Einsatz befindlichen Bäckereifahrzeuge werde fortan dreimal pro Woche am gewohnten Standort halten. Vorgesehen seien der Dienstag- und der Donnerstagnachmittag und der Sonnabendmorgen. Die stationäre Verkaufsstätte sei ebenfalls dreimal wöchentlich geöffnet gewesen – an den gleichen Tage, aber immer morgens. „Uns blieb keine andere Wahl, als den dort stehenden Wagen aufzugeben: Er war total verschlissen und entsprach auch nicht mehr den hygienischen Anforderungen“, betont Christian Kurth. Der in der Clara-Zetkin-Siedlung erzielte Umsatz hätte nicht gereicht, um das in die Jahre gekommene Gefährt überholen zu lassen.

Von dem bevorstehenden Aus für den Verkaufsstand habe er erst durch die freundliche Verkäuferin erfahren, beschwert sich Günter Taubner, der sich als angeheirateter Ureinwohner der Clara-Zetkin-Siedlung bezeichnet und der Bäckerei vorwirft, „Geiz und Mammon“ über ihren Versorgungsauftrag zu stellen. Die Einkaufsmöglichkeit an der John-Schehr-Straße sei so etwas wie ein sozialer Treffpunkt gewesen. „Es gibt ja bei uns sonst nichts mehr“, bedauert der Rentner, der skeptisch ist, ob sich ein kurzer Stopp des mobilen Verkaufswagens dafür wirklich als Ersatz anbiete.

Hingegen gibt Sylvia Pöschel, die Vorsitzende des 240 Mitglieder starken Siedlerbundes, ohne Umschweife zu, vor allem erleichtert zu sein, dass sich die Eberswalder Brot- und Feinbackwaren GmbH nicht komplett aus dem Wohngebiet zurückziehe. „Wir werden unsere Argumente für den Verbleib der Verkaufsstätte, ob mobil oder stationär, noch in einem Schreiben zusammenfassen, das wir an die Firma schicken“, kündigt sie an.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG