Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Fußball
Bobic kritisiert Hoeneß-Wortwahl: «Das gehört sich nicht»

Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic kritisiert Bayern-Präsident Uli Hoeneß für dessen scharfe Attacke gegen Bellarabi.
Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic kritisiert Bayern-Präsident Uli Hoeneß für dessen scharfe Attacke gegen Bellarabi. © Foto: Arne Dedert/dpa
dpa-infocom / 16.09.2018, 13:01 Uhr
München (dpa) Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß für seine scharfe Attacke gegen Karim Bellarabi kritisiert.

«Das gehört sich nicht. Die Wortwahl - man sollte sich ein bisschen zurückhalten», sagte der ehemalige Bundesliga-Stürmer am Sonntag bei «Wontorra - der Fußball-Talk» auf Sky. Hoeneß hatte nach dem Einsteigen Bellarabis gegen Bayerns Rafinha gesagt, das Foul sei «natürlich geisteskrank. Das ist vorsätzliche Körperverletzung». Der Bayern-Boss forderte dazu, Bellarabi gehöre «für drei Monate gesperrt - und zwar für Dummheit».

Rafinha trug bei der Szene, für die Bellarabi mit der Roten Karte bestraft wurde, einen Innenbandteilriss am linken Sprunggelenk davon. Zuvor hatte sich Weltmeister Corentin Tolisso beim 3:1 gegen Leverkusen einen Kreuzband- und Außenmeniskusriss zugezogen. «Dieser ganze Ballon kam zusammen, der ist dann explodiert. Das ist etwas, was in der Emotion passt», relativierte Bobic. Die Attacke dürfe dennoch nicht dermaßen persönlich gegen einen Spieler gehen, sagte er.

Der Fußball-Funktionär von Pokalsieger Frankfurt geht davon aus, dass die Münchner in der Bundesliga überhaupt nicht zu stoppen sind. «Über 34 Spiele hat in Deutschland keiner eine Chance», sagte Bobic. Er könne sich vorstellen, dass die Bayern schon zur Winterpause 15 Punkte Vorsprung hätten. «Dann liegt es an ihnen, ob sie alle Spiele gewinnen wollen.»

Bobic wehrt sich gegen Vorwürfe , sein Verein habe wechselwillige Spieler komplett aussortiert: «Ich hasse das Wort Ladenhüter, das ist respektlos. Wir wollten Spielern die Möglichkeit geben, professionell zu trainieren.» Der frühere Stürmer Bobic bezog damit Stellung zu Behauptungen, die Eintracht hätte mit der sogenannten «Trainingsgruppe 2» einige Profis aufs Abstellgleis gebracht.

«Keiner der Spieler hat sich darüber beschwert. Es wird so hingestellt, als würden wir Spieler abschieben», sagte Bobic. Der Name «Trainingsgruppe 2» sei intern nie gefallen, sondern immer von außen hineingetragen worden, fügte er an. Beim 1:3 gegen den BVB am Freitag kamen mit Marco Fabian und Simon Falette sogar zwei Spieler dieser Gruppe von Anfang an zum Einsatz. Den Abgang von Vereinslegende Alexander Meier verteidigte Bobic erneut: «Aus sportlicher Sicht haben wir gesagt, es reicht nicht mehr. Es geht hier nicht um Romantik, wir müssen sportlich entscheiden.»

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG