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Bei Ortsbegehung in Hubertushöhe machen Einwohner ihrem Unmut über illegale Abkürzungsstrecke Luft

Verkehr
Ärger um Autoverkehr auf Radweg

Diskussionsrunde: Vor dem Eingang zum Schloss Hubertushöhe schildern Einwohner Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig (links) ihre Anliegen.
Diskussionsrunde: Vor dem Eingang zum Schloss Hubertushöhe schildern Einwohner Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig (links) ihre Anliegen. © Foto: Bernhard Schwiete
Bernhard Schwiete / 16.09.2018, 15:00 Uhr
Storkow (MOZ) Neun interessierte Anwohner sind am späten Donnerstagnachmittag zur Ortsbegehung im Storkower Stadtteil Hubertushöhe gekommen. Die Runde verweilte annähernd eine Stunde lang vor dem Eingang zum Schloss und diskutierte über vielerlei Themen. Nur das Schloss selber und der dort geplante Kunst- und Literaturpark kamen gar nicht zur Sprache.

Am ausführlichsten beleuchtet wurden Verkehrsprobleme in der nördlichen Verlängerung der Robert-Koch-Straße. Diese darf eigentlich nur bis zum Ende des Schlossgeländes von Autos befahren werden. Danach firmiert die Verbindung als Radweg – wird aber regelmäßig von Kraftfahrern als illegale Abkürzung in den Stadtteil Karlslust genutzt, um den längeren Weg über den Kreisverkehr an der Edeka-Kreuzung und die Burgstraße zu vermeiden. Auch während der Ortsbegehung waren immer wieder Fahrzeuge zu beobachten, die diesen Weg nahmen.

Einer der Teilnehmer an der Diskussionsrunde schlug vor, Schwellen auf dem Radweg zu errichten. Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig wandte ein, diese würden dann auch die Radfahrer behindern. Wie der stellvertretende Bauhofleiter André Pfeiffer sagte, hat die Stadt bewusst entschieden, die Bankette entlang des Weges nicht mehr zu mähen. Andernfalls würden Autofahrer nur animiert, dort mit noch größerem Tempo zu fahren.

Weiteres Thema war das Senioren-Domizil Hubertushöhe neben dem Schloss. Die Anlieger berichteten, an Wochenenden sei die Umgebung oft von Autos zugeparkt, wenn die Bewohner des Altenheims von Angehörigen besucht werden. Die Bürgermeisterin sagte zu, die Situation zu überprüfen. Andere kritistierten den Standort als generell ungünstig. Altenheime gehörten eher ins Stadtzentrum, damit die Bewohner dort am Leben teilhaben können, hieß es. „Das würde auch die Altstadt beleben“, war zu hören.

Wieder andere beschäftigten sich mit den Wegen am Ufer des Storkower Sees. Der Wunsch nach einem Hinweisschild auf den Wanderweg, der gegenüber des alten Konsums beginnt, wurde laut. Cornelia Schulze-Ludwig nahm diese Idee positiv auf. Den alten Konsum wiederum hatte sie zuvor als „größtes Ärgernis“ in Hubertushöhe bezeichnet. „Er verschandelt das Ortsbild total“, sagte sie. Die Stadt versuche, daran etwas zu ändern. Der Weg dorthin sei aber nicht einfach und werde noch Zeit in Anspruch nehmen. Wie sie erläuterte, will die Verwaltung eine sogenannte Nachlasspflegschaft für das Grundstück bestellen. Dann könnte die Stadt sich dort um ein anderes öffentliches Erscheinungsbild kümmern. Rechtlich sei das notwendige Verfahren aber kompliziert.

Unmut erregten bei Einigen die Hausboote, die in den Sommermonaten zahlreich auf dem See unterwegs sind. Wie es hieß, legen diese oft direkt vor der Badestelle an, so dass Schwimmer manchmal nur noch schwer ins Wasser kommen. Auch Lagerfeuer seien an der Badestelle schon entzündet worden, trotz Waldbrandgefahr. Die Bürgermeisterin verwies auf den Stadthafen, der eines Tages errichtet werden soll. Dessen Finanzierung ist allerdings noch ungeklärt.

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