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Biesenthaler CDU-Bürgermeister siegt über Uwe Liebehenschel / Bruch will bei Wahlsieg Unternehmer-Job ruhen lassen

Wahlkampf
Carsten Bruch kämpft 2019 um ein Landtagsmandat

Glückwunsch zum Wahlsieg: Der Barnimer Kreisvorsitzende Danko Jur (re.) gratuliert Carsten Bruch, der 2019 für die Christdemokraten um das Direktmandat im Wahlkreis Barnim III kämpft.
Glückwunsch zum Wahlsieg: Der Barnimer Kreisvorsitzende Danko Jur (re.) gratuliert Carsten Bruch, der 2019 für die Christdemokraten um das Direktmandat im Wahlkreis Barnim III kämpft. © Foto: Hans Still
Hans Still / 16.09.2018, 22:00 Uhr - Aktualisiert 17.09.2018, 09:59
Biesenthal (MOZ) Der 47-jährige Barnimer Landtagsabgeordnete Uwe Liebehenschel (CDU) kann 2019 nicht für den Wahlkreis Barnim III in den Landtag einziehen. Bei der Nominierung der Wahlkampfkandidaten gaben am Freitagabend die Mitglieder der CDU-Ortsverbände Liebehenschels Gegenkandidaten, Carsten Bruch, den Vorzug. Bruch erzielte 17 Ja-Stimmen, Liebehenschel nur elf. Der 41-jährige Bruch ist Biesenthaler Bürgermeister und Chef der CDU-Fraktion im Kreistag. Durch diese politische Arbeit und die vielen Fragen und Sorgen der Bürger sei bei ihm die Erkenntnis gewachsen, durch eigene Mitarbeit im Landtag kommunale Belange und Themen stärker in der Landespolitik etablieren zu wollen. „Landespolitik heißt nicht nur in Potsdam zu agieren“, sagte Bruch in seiner Vorstellungsrede und übte mit einer umfassenden Kritik an der Brandenburger Regierungspolitik schon mal für den bevorstehenden Wahlkampf. Die Bildungspolitik sieht Bruch gescheitert, da schon wenige Wochen nach Schulstart die Klassen neu aufgeteilt werden, weil Lehrer krank sind und Aushilfslehrer fehlen. Zudem brauche der Barnim das Staatliche Schulamt vor Ort. Bruch will sich für Verkehrslösungen im Speckgürtel und im ländlichen Raum einsetzen, er fordert kürzere Taktzeiten im Bahnnetz und er will den Breitbandausbau forcieren.

Bruchs Gegenkandidat Uwe Liebehenschel stellte seine Arbeit im Landtag in den Mittelpunkt. Er war 2015 als Listenkandidat nachgerückt. Als Mitglied in der Enquete-Kommission für den ländlichen Raum habe er die Probleme auf dem flachen Land kennengelernt, sich für die Eberswalder Nordtangente zur B 167 und die Lösung der Ahrensfelder Verkehrsprobleme eingesetzt. Auch habe er sich nach eigenen Worten gerade gut eingearbeitet, kenne jetzt die Ansprechpartner in den Ministerien und wolle die Kontakte nutzen, um noch mehr für die Region herauszuholen, versprach er. Da die Wahlberechtigten kaum Fragen an die Bewerber hatten, darf über die Gründe der Wahlschlappe Liebehenschels lediglich spekuliert werden. Einen Fingerzeig gab Carsten Bruch. Nach der Veranstaltung antwortete er auf die Frage einer möglichen Doppelbelastung als Unternehmer und Politiker: „Ich habe das im Gespräch mit Uwe Liebehenschel zuvor offen angesprochen, ich werde im Fall meiner Wahl komplett der Landespolitik zur Verfügung stehen. Ich will in den Kommunen präsent sein und die Anliegen der Barnimer Hauptverwaltungsbeamten nach Potsdam mitnehmen. Meine unternehmerischen Angelegenheiten werde ich rechtzeitig regeln.“

Der Wahlkreis Barnim III umfasst die Stadt Werneuchen, das Amt Britz-Chorin Oderberg, die Gemeinden Wandlitz und Ahrensfelde sowie das Amt Biesenthal. Das Direktmandat holte 2014 Britta Müller (SPD).

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