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Der Sport als feste Größe im Ort

Ruth Buder / 17.09.2018, 06:30 Uhr
Groß Muckrow Drei Tage der Gemeinsamkeit und des Frohsinns liegen hinter den Groß Muckrowern und ihren Gästen. Sie feierten den 50. Geburtstag des Fußballvereins und das 500-jährige Bestehen des Dorfes – obwohl dieses eigentlich schon älter ist.

„Wir wurden zwar vor 500 Jahren durch den Johanniterorden erstmals erwähnt, aber Groß Muckrow gibt es schon viel länger“, sagt Ortsvorsteher Maik Koschack. „Die Dorfkirche gibt es schon seit 672 Jahren. Das heißt, wir feiern in drei Jahren das 675-jährige Jubiläum.“ So hat Koschack seine Dorfbewohner schon mal auf das kommende Großereignis eingestimmt. Dafür haben sie am Wochenende kräftig und erfolgreich geprobt, denn das stand vorwiegend im Zeichen des Jubiläums des traditionsreichen Fußballvereins. „Schuld“ an der Feier ist der verstorbene erste Vorsitzende Günther Gast. Vier Männer haben den Verein vor 50 Jahren gegründet, nur einer von ihnen ist noch am Leben: Arnold Rutsch.

Schon am Freitag konnten die Kinderkartenkinder der Stadt Friedland bei einem Turnier, organisiert vom FC Groß Muckrow, beweisen, wie gut sie mit dem Ball umgehen können und dafür Pokale einheimsen. Über die Jubiläumsfeier am Abend sprechen alle mit Begeisterung. Die Frauentanz und -singegruppe „Oktoberklub“ unter Leitung von Cathleen Balzer hat dafür extra einen Tanz „Fußball it’s my life“ einstudiert und mit großem Hallo aufgeführt. Erhard Dreßler, der 30 Jahre den Verein geleitet hat, hielt die Festrede. Als besonderer Gast  wurde Wolfgang Salten begrüßt. Der 69-jährige war zum Vereinsjubiläum extra aus Braunschweig angereist. Er hat Groß Muckrow Ende 1989 mit dem Zusammenbruch der DDR über Ungarn verlassen und lebt seither im Westteil Deutschlands, kommt aber immer wieder gern in die alte Heimat.

Die Geschicke des Vereins leitet jetzt Christian Engel. „Zurzeit haben wir noch 27 aktive Spieler“, berichtet der 31-jährige Heilerziehungspfleger. „Der Verein hat schon bessere, aber auch schlechtere Zeiten gesehen.“ Bis 2010  habe es noch zwei Männermannschaften, Kinder- und auch eine Altherrenmannschaft gegeben. Viele junge Leute hätten die Region nach der Lehre verlassen, es fehle der Nachwuchs.  Dennoch ist der Fußball in dem 275-Seelen-Dorf eine feste Größe. Davon zeugen der trotz Trockenheit grüne, gepflegte Platz und die Vereinsgebäude. „Das machen wir alles in Eigenleistung“, sagt Engel nicht ohne Stolz.

Auf dem Grün rollte am Sonnabend der Ball. Zuerst spielten in der Ü 50 die Groß Muckrower unentschieden gegen Aufbau Eisenhüttenstadt, dann gewannen sie in der Ü 35 gegen Jamlitz 4:2. Die erste Mannschaft absolvierte in der Kreisliga ein Punktspiel gegen Lok Frankfurt. Sie musste ein 1:3 einstecken. Die Enttäuschung der Zuschauer hielt aber nicht lange an. Das Festzelt war zum Kaffeetrinken gut gefüllt – die Dorffrauen hatten 16 Kuchen gebacken. Eine flotte Sohle legten die Frauen der Seniorentanzgruppe der Stadt Friedland aufs Parkett. Danach brachte Schlagersängerin Claudia Gerlach Stimmung in den Laden, die bis in die Nacht anhielt.

Auch die jüngsten Groß Muckrower mussten sich am Sonnabend nicht langweilen. Die Frauen der Kita „Pusteblume“ zauberten mit Riesenseifenblasen und schminkten hübsche Bilder auf ihre Gesichter. Die Kleinen hatten Spaß mit den Clowns Freddy und Peppi. Bei der Tombola konnte man für einen Euro mit Glück eine Kaffeemaschine und andere nützliche Sachen gewinnen.

Mit einem Frühschoppen klang am Sonntag das Fest aus.

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