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Erneuerung
Baustart an der Landesstraße

Erster Akt: Eine Firma aus Luckau-Duben fräst Montagmorgen auf der Altlandsberger Chaussee zwischen Ferdinand-Dam- und Mittelstraße die alte Fahrbahn ab.
Erster Akt: Eine Firma aus Luckau-Duben fräst Montagmorgen auf der Altlandsberger Chaussee zwischen Ferdinand-Dam- und Mittelstraße die alte Fahrbahn ab. © Foto: Uwe Spranger
Uwe Spranger / 25.09.2018, 07:00 Uhr
Petershagen-Eggersdorf (MOZ) An der Altlandsberger Chaussee in Eggersdorf ist am Montag mit den Straßenbauarbeiten begonnen worden. Voraussichtlich für die kommenden zwei Jahre wird die Landesstraße nun abschnittsweise Baustelle.

Obwohl Umleitungen ausgeschildert und zwischen Radebrück und Eggersdorf sogar mehrmals rot-weiße Sperrzäune mit Hinweisen aufgestellt sind, versuchten am Montagvormittag noch etliche Kraftfahrer, durch die Baustelle durchzuschlüpfen. „Aus Richtung Strausberg kommen nur Einzelne, aus Richtung Berlin aber ganz schön viele“, berichteten Mitarbeiterinnen vom Landesbetrieb Straßenwesen, die vor Ort das Baugeschehen inspizierten. Durch kommt aber schon kurz vor zehn Uhr niemand mehr, weil hinter der Brücke über das Mühlenfließ schon ein erster Streifen der Fahrbahn weggefräst ist. Die Mitarbeiter einer Firma aus Luckau schätzten, dass der alte Belag zwischen Ferdinand-Dam- und Mittelstraße zum Feierabend verschwunden ist. Danach wird für den grundhaften Ausbau der insgesamt rund zwei Kilometer langen Strecke erst einmal ausgebaggert. Während auf der Altlandsberger Chaussee bereits die Fräse werkelt, sind auf der Umleitungsstrecke über Bruchmühle noch nicht alle Ampeln in Betrieb.

Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was am Nachmittag zu erwarten ist, war bereits morgens zu erleben, als die Verkehrssicherungsfirma an der Ecke Landsberger/Wilhelmstraße/Petershagener Chaussee noch gelbe Markierungen auf die Fahrbahn klebte. Obwohl der Rückstau nur vergleichsweise kurz war, drehten die Ersten um.

Die Erfahrungen der Straßenbauer sagen indes, dass sich der Verkehr nach den ersten Tagen halbwegs reguliert hat, manche dann andere Strecken – in diesem Falle zum Beispiel über die Bundesstraße 1 – nehmen, um der Umleitung mit den vielen Ampeln zu entgehen. Die Lichtsignalanlagen an den Stellen seien eine Forderung der Stadt Altlandsberg gewesen, heißt es vom Landesbetrieb. Solchen Wünschen werde in der Regel entsprochen.

Etwa zwei Jahre wird das so bleiben, bis die Altlandsberger Chaussee in allen acht Bauabschnitten saniert ist. Sie erhält beim grundhaften Ausbau eine  6,50 Meter breite Asphaltfahrbahn, einen Regenwasserkanal, Amphibienleiteinrichtungen und -durchlässe sowie beidseitig kombinierte Geh- und Radwege. Sieben Mittelinseln  werden errichtet, eine am Ortseingang aus Richtung Radebrück, um das Tempo zu drosseln. Eine weitere große entsteht am Strandbad Bötzsee, die anderen in der Nähe von Einmündungen und Bushaltestellen. Erneuert wird auch die Straßenbeleuchtung, Zufahrten werden befestigt, und am Landhaus Villago sollen sechs Parkbuchten entstehen.

Zum Leistungsumfang gehört zudem eine neue Brücke über das Fließ. Vorerst bleibt die Alte noch stehen, aber spätestens zum Jahresende solle sie weg sein, hieß es. Für Fußgänger und Radler wird nördlich der Straße eine Behelfsbrücke gebaut.

Die Kreuzung mit der Umgehungs-/Garzauer Straße wird umgebaut. Aus Richtung Strausberg-Nord kommt eine Abbiegespur Richtung Altlandsberg hinzu, weil die Strecke, die derzeit noch schräg durch den Wald führt und bei der Gärtnerei Kolbinger mündet, künftig entfällt. Dass kein Kreisverkehr gebaut wird, begründet der Landesbetrieb mit der hohen Fahrzeugbelegung an der Stelle. Aus manchem Seitenarm käme man bei dem Verkehr zu Spitzenzeiten gar nicht mehr in den Kreisel hinein.

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