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Wandlitzer Ortsteile realisieren 26 Projekte unter Federführung der Ehrenamtsagentur am Freiwilligentag

Freiwilligentag
400 Aktive packen mit an

Andrea Linne / 30.09.2018, 21:00 Uhr
Wandlitz (MOZ) Da wurde geschaufelt, gewerkelt, gezeichnet. In den Wandlitzer Ortsteilen herrschte am Sonnabend reges Treiben. Unter Federführung der Ehrenamtsagentur fanden sich 400 Aktive ein, um insgesamt 26 Projekte umzusetzen. Am Abend wurde gemeinsam mit deftigem Essen gefeiert.

Für Sabine Ranke, Koordinatorin der Vorhaben, war das Ganze ein großer Erfolg. Schon zum fünften Mal konnte dieser Freiwilligentag stattfinden – mit Unterstützung durch viele Betriebe, den Bauhof und die Gemeinde Wandlitz. Die hatte vor allem für Frühjahrsblüher, Materialien und Erde gesorgt.

Gleich am Morgen trafen sich gut 20 Eltern, die mit Schippe und Harke an der Kita Spatzennest in Klosterfelde anpackten. Für die stellvertretende Kita-Leiterin Sabine Schröer-Seidler ein großer Erfolg. „Gemeinsam mit Kita-Leiterin Heike Böttger sind wir eine neue Leitung hier, da muss einiges erst wachsen“, so die Ruhlsdorferin. Eine Rückzugsecke für die 111 Krippen- und Kita- sowie 165 Hortkinder entstand. Erde wurde ausgebracht, Rasen gesät. Apfel- und Birnbäume sowie Haselnusssträucher kamen in den Boden. Konzeptionell sei einiges im Entstehen. „So wollen wir uns in Absprache mit den Kindern dem Thema gesunde Ernährung stärker widmen“, betonte die stellvertretende Chefin der integrativen Einrichtung direkt neben der Grundschule Klosterfelde.

Nur einen Steinwurf entfernt hämmerte und sägte es. An vorgefertigten Holzteilen aus der Lobetaler Behindertenwerkstatt waren Mädchen und Jungen im Grundschulalter aktiv. Heiko Großmann, Vorstandsmitglied des Jagdverbandes Bernau, Jägerschaft Wandlitz, griff tatkräftig helfend mit zu. „Wir starten in jedem Herbst gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr eine große Aktion und reinigen die bereits ausgebrachten Vogelkästen“, berichtete er. „Es können aber nicht genug Höhlen sein“, so die Meinung des 45-jährigen Klosterfelders. Hilfe kam vom Anglerverein Kleine Lottsche aus Klosterfelde. Jugendwart Sven Enneper begrüßte die Aktion. „Wir führen Kinder an die Natur heran, was kann es Schöneres geben“, so der 48-Jährige. An den Werkbänken der Schule entstanden Halbhöhlen für Hausrotkehlchen und Meisennistkästen. Immerhin acht Teile mussten die Kinder zusammenfügen. Rund um die Kleine Lottsche, im Wald oder heimischen Garten kommen die zum Einsatz.

„Wer Kästen aufhängt, sollte die Eingänge immer nach Osten ausrichten“, erläuterte Großmann fachkundig. So sei der Schutz vor Sonne und Regen, der meist aus dem Westen auftrifft, am Größten. „Außerdem sollten Nistkästen einmal jährlich gereinigt werden, sonst bauen die Vögel immer wieder auf, und für die Tiere wird es zu eng.“

500 Tulpen- und Narzissenzwiebeln kamen entlang der Bundesstraße 109 und an der Kirche in Basdorf in die Erde. Nachbarn und Interessierte um Koordinatorin Sabine Rank packten mit an. Wie der zehnjährige Max Grünwald: „Ich liebe die Blumen, Bäume und das Grüne. Als meine Mutti mir erzählt hat, dass ich heute helfen kann, wollte ich unbedingt mit.“ Kräftig buddelte er mit seiner Gruppe tiefe Löcher und steckte Blumenzwiebeln hinein. „Wenn alles im Frühjahr blüht, dann freut man sich“, sagte auch Monika Gentzmann aus Basdorf.

Hinter dem Rathaus wurde ein Schnullerbaum gestaltet. Kinder und ihre Familien erinnern damit an die Babyzeit, indem sie ihre Schnuller aufhängen. Es wurde im Haus am Wandlitzsee gemeinsam mit Senioren gesungen, am Pfarrgarten eine Benjeshecke angelegt. Auch die Uferpromenade in Wandlitz erhielt eine Frischekur. Der Abend klang mit einer Dankeschön-Runde am Freiwilligentag aus. Eine Band spielte auf.

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