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An der Bertolt-Brecht-Oberschule sichern Schüler vier Tagen in der Woche selbstständig die Frühstücksversorgung

Schulverpflegung
Der Brandenburger ist der Renner

Die große Pause kann kommen: Lehrerin Martina Pfnister, die Schülerinnen Sarah, Elaine und Lara und die gute Seele der Küche, Michaela Bautzer (v.l.) haben alles vorbereitet. Da in der Schule kein Mittagessen mehr ausgegeben wird – das geschieht seit dem neuen Schuljahr im benachbarten Gymnasium – haben die einzelnen WAT-Gruppen die Schulküche für sich, können noch mehr probieren und anbieten.
Die große Pause kann kommen: Lehrerin Martina Pfnister, die Schülerinnen Sarah, Elaine und Lara und die gute Seele der Küche, Michaela Bautzer (v.l.) haben alles vorbereitet. Da in der Schule kein Mittagessen mehr ausgegeben wird – das geschieht seit dem neuen Schuljahr im benachbarten Gymnasium – haben die einzelnen WAT-Gruppen die Schulküche für sich, können noch mehr probieren und anbieten. © Foto: Johann Müller
Doris Steinkraus / 05.10.2018, 20:05 Uhr
Seelow (MOZ) In der Bertolt-Brecht-Oberschule sorgen an vier Tagen in der Woche Schüler für ein breites Frühstücksangebot. Im Wahlpflichtfach sind mehrere Gruppen im Einsatz. Sie sichern von der Kalkulation über den Einkauf bis hin zum Verkauf alles selbst.

Elaine ist an diesem Freitag die Küchen-Chefin. Mit ihren Mitschülern sowie Lehrerin Martina Pfnister und der guten Seele der Küche, Michaela Bautzer, sind die Mädchen emsig am Wirken. Die einen schneiden Brötchen auf, die nächsten backen Waffeln, belegen Vollkorn-Toastbrot oder legen Salatblätter und Gurken bereit. „Die Schüler machen hier einen verantwortungsvollen Job“, betont Lehrerin Martina Pfnister. Der Einsatz beschränke sich bei weitem nicht „nur“ auf die Frühstücksausgabe. Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag hat jeweils eine Gruppe Küchendienst. Im Wahlpflichtfach Wirtschaft, Arbeit, Technik (WAT) absolvieren die siebten und achten Klassen jeweils vier und die neunten Klassen drei Stunden pro Woche in der Schülerfirma, die eigens dafür gegründet wurde. „Die Schüler sollen diese Firma leben und selbst erfahren, was alles dazu gehört, damit so etwas scheinbar Einfaches wie die Frühstücksversorgung reibungslos funktioniert“, erklärt die Lehrerin.

Stehen die Mädchen und Jungen nicht in der Küche, wird in den anderen WAT-Stunden kalkuliert, kommen neue Ideen auf den Tisch, was man anbieten könnte. Die Klassiker indes gehören immer dazu, bestätigen die 13-Jährigen. Das sind Salami-, Käse-, Schinken- und Eierbrötchen. Toastbrote müssen mit Ketschup bestrichen werden, sonst mosern die Abnehmer. Besonders beliebt seien die Brandenburger – Jägerschnitzel-Brötchen mit Salat und Gurke.

Die Schüler müssen selbst berechnen, was und wie viel sie einkaufen. Alle Gruppen sind Stammkunden in der Edeka-Halle. Auch das Kassieren und Abrechnen gehört zu den Aufgaben. Das Kassieren sei bei der Hektik, die mit der Öffnung der Ausgabe losbricht, nicht immer einfach, gesteht Elaine. Viele Schüler haben morgens ohne Frühstück das Haus verlassen. Sobald es zur großen Pause um 9.40 Uhr klingelt, bildet sich eine lange Schlange. Alles muss schnell gehen. Angeboten werden auch Getränke, Cola indes ist tabu. Die Kakao-Milch sei der Renner, bestätigen die Mädchen.

An manchen Tagen wird auch gebacken, serviert das Küchenteam zusätzlich zum Frühstück noch Kuchen in der Mittagspause. Die Stadt hat als Träger der Schule in den Sommerferien die ganze Küche neu fliesen und malern lassen. Im vergangenen Jahr war die moderne Küche angeschafft worden. „Es macht Spaß“, versichert Lena, die auch zu Hause gern kocht. Die Schülerfirma darf sogar Gewinn machen, der sofort für Neuanschaffungen in der Küche eingesetzt wird. Auch für Deko, denn das Umfeld soll stimmen. Diesen Anspruch haben die Teams auch für sich selbst. Bevor der Sturm auf Frühstücksbufett losgeht, wird gemeinsam an einem nett gedeckten Tisch gefrühstückt.

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