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Regionale Produkte
Hunderte Besucher beim Hoffest

Andrang bei regionalen Produkten: Hunderte Besucher kamen am Sonntag zum ersten Hoffest nach Buchholz, um bei Erzeugern vor Ort einzukaufen. Die Apfelsaftpresse bei Mathias Bartsch (Müchenberg-Eggersdorf) testete gern Leander Wabnik (6, Bad Saarow) aus, beobachtet auch von seinem Bruder Lennard (3, vorn).
Andrang bei regionalen Produkten: Hunderte Besucher kamen am Sonntag zum ersten Hoffest nach Buchholz, um bei Erzeugern vor Ort einzukaufen. Die Apfelsaftpresse bei Mathias Bartsch (Müchenberg-Eggersdorf) testete gern Leander Wabnik (6, Bad Saarow) aus, beobachtet auch von seinem Bruder Lennard (3, vorn). © Foto: Cornelia Link-Adam
Cornelia Link-Adam / 08.10.2018, 06:30 Uhr - Aktualisiert 08.10.2018, 11:50
Buchholz Das kleine Dorf nordöstlich von Fürstenwalde kennen viele Autofahrer derzeit durch die Umleitungsschilder. Dass in Buchholz gerade die Straße saniert wird, störte am Sonntag nicht. Hunderte Besucher kamen zum Hoffest nach Buchholz, um regionale Produkte einzukaufen.

Wer derzeit nach Buchholz will, muss über Steinhöfel fahren. Das machten am Sonntag viele und parkten die Steinhöfeler Straße in Buchholz sogar zu. Grund war das erste Hoffest bei Hausnummer 15. Die Idee stammte von Thorsten Freitag. „Wir haben vor einiger Zeit mit Landwirten und der Bürgermeisterin Renate Wels zusammengesessen. Die bemängelte, man könne bei örtlichen Bauern keine Kartoffeln kaufen“, erinnert sich der Buchholzer, der mit seiner Frau Katrin Weber einen Catering-Service für Hochzeiten betreibt.

Zu Miete wohnt er hier. Schnell kam er mit der Hofgemeinschaft, der Familie Thober, überein, das Dilemma sei doch eine Chance für einen Markt regionaler Produkte. Schließlich haben Thobers hier auch allerlei Tiere wie Ziegen, die nun bestaunt werden konnten. Kurzerhand organisierte Gastronom Freitag das Fest, bei dem sich viele Lokalanbieter präsentieren können. „Und ja, Kartoffeln haben wir hier auch“, sagte Freitag lachend vom Bierwagen runter. Er verwies nebenan an den Demeterhof der Gärtnerei Apfeltraum aus Müncheberg-Eggersdorf. Die verkauften nicht nur tütenweise Öko-Knollen, sondern auch Kürbisse, Kohlsorten und anderes herbstliches Obst und Gemüse. Und sie hatten gut zu tun.

Wildbratwürste und -bouletten vom Gut Hirschaue sowie Rinderbratwürste grillten die Fürstenwalder Justin Schmidt und Brian Zock. Sie halfen gern aus. „Es läuft richtig gut“, sagte sie. „Kein Wunder, es ist Sonntag, die Leute wollen zuhause nicht kochen“, sagte auch Buchholzer Ortsvorsteher Friedhelm Quast. Nebenan hatte auch Thorsten Finger gut zu tun. Der Buchholzer „Grillstall“-Unternehmer versorgte die Besucher mit Burger und Schweinebauch. Das lockte viele. Als Alternative bot die Hofgemeinschaft aber auch Nudeln mit Tomatensauce, Gulaschsuppe, Kuchen und frisches Brot an. Die Einnahmen daraus werden für die Sanierung der Pferdekoppeln hinter dem Gehöft verwendet.

Die Premiere gelang. Hunderte Besucher kamen schon vor der Mittagszeit. Sie schlenderten übers Gelände, verweilten an den Ständen, kauften ein. An der Apfelpresse stand Familie Wabnick und packte gern mit an. Die Bad Saarower hatten aus der MOZ vom Fest erfahren, fanden die Aktion gut, auch um den Kindern zu zeigen, wie Essen gemacht wird. Lokal einkaufen, das wollten viele. Am Stand von Agrafrisch gab es frische Milch, auch Eier, sogar Nudeln.

Mit der Pferdekutsche brachte Gerhard Jotter (Berkenbrück) immer wieder Besucher hinüber zum großen Milchviehtrieb der Fürstenwalder Agraprodukte GmbH, wo Geschäftsführer Benjamin Meise durch die Kuhställe führte. Alternativ stiegen viele, wie Familie Zitzke, in die Rikscha von Julian Weber. Der steuerte das Dreirad sicher durchs Dorf. Besucher erzählten von Ecken, wo sie noch nie waren und lobten auch die gesehenen Stallführungen.

Andere saßen lieber weiter auf dem Hof, lauschten der Musik vom Duo „Blechkuchen“, die mit Klarinette und Tuba viel Swing und Jazz spielten. Florian Kamin (3) fand das Pferdereiten toll, andere Kinder tobten auf gleich zwei Hüpfburgen. Olivia (7) und Josephin (10) Meise verkauften rote Äpfel, auch Walnüsse, gesammelt in den Gärten, um sich ihr Taschengeld aufzubessern. Besucher Olaf Kühn (Fürstenwalde) hatte da schon eine Einkaufstüte am Arm, nahm Eier mit, auch Gestricktes. Das bot Julia Wollburg in Vertretung ihrer kreativen Mutter Marion (Fürstenwalde) an. Auch etliche genähte Einkaufsbeutel war sie schon losgeworden. Ebenso Victor Widler aus Fürstenwalde sprach von gutem Umsatz. Der Imker bot Honig in verschiedenen Sorten an. „Meine 50 Völker hab ich in Buchholz stehen.“

Das es 2019 wieder ein Hoffest in Buchholz geben wird, stellte Thorsten Freitag ganz klar in Aussicht. Er war völlig begeistert vom Zulauf bei der Premiere. „Das machen wir wieder.“

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