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Gemeindevertreter
Gute Chancen fürs neue Feuerwehrgerätehaus

Hier geht bald das Licht aus: Die Feuerwehr zieht aus ihrer Wache in der Bahnhofstraße bald ins Gewerbegebiet um.
Hier geht bald das Licht aus: Die Feuerwehr zieht aus ihrer Wache in der Bahnhofstraße bald ins Gewerbegebiet um. © Foto: Cornelia Link-Adam
Cornelia Link-Adam / 12.10.2018, 06:45 Uhr
Berkenbrück Wegeausbau, privater Straßenbau, Feuerwehrgerätehaus und der Betritt Steinhöfels ins Amtsgebiet – die Gemeindevertretung von Berkenbrück hat am Mittwochabend in ihrer Sitzung im Raum der Feuerwehr zahlreiche wegweisende Beschlüsse gefasst.

Nach Jacobsdorf hat auch die Gemeindevertretung von Berkenbrück der Öffentlich-Rechtlichen Vereinbarung zum Beitritt Steinhöfels ins Amtsgebiet Odervorlands ab 1. Januar 2019 zugestimmt. Der mittlerweile vierte Entwurf sei auch schon vom Innenministerium abgesegnet, betonte Amtsdirektorin Marlen Rost. Die Regelungen seien gut durchdacht, auch wenn sich in der Praxis ab 1. Januar sicher noch etliche Baustellen auftun werden. Dass Odervorland – genauer die vier Gemeinden – für den Beitritt vom Land eine sogenannte Einmalkostenpauschale in Höhe von 500 000 Euro erhalten wird, sei auch kein Geheimnis. Das Geld werde für den Um- oder Neubau eines Verwaltungssitzes in Briesen zurückgelegt. Auch das Beantragen der großen Summe war im Gremium nur ein formeller Akt und geschah schnell einstimmig.

Für Straßen in Berkenbrück, die auf lange Sicht wegen klammer finanzieller Mittel durch die Gemeinde nicht ausgebaut werden können, hat sich die Gemeinde jetzt auch eine sogenannte Richtlinie zur Durchführung von privat organisierten und finanzierten Straßenbaumaßnahmen zugelegt. Dabei sind die Anlieger gefragt, die mehrheitlich sich zusammenschließen und dies dann selbst organisieren können, stets aber begleitet von der Gemeinde. „Wir nehmen die Richtlinie mit rein, falls Bürger Bedarf haben“, erklärte Bürgermeister Andy Brümmer.

Orientiert habe man sich dabei an Schöneiche, wo es solch eine Richtlinie schon geben soll. Die Gemeinde sieht es als Chance für die Anlieger, deren Straßen bislang nicht ausgebaut wurden. Das beträfe beispielsweise den Buchenweg. Der Ausbau der Holperpiste würde nach bisheriger Kostenschätzung mitsamt Straßenlicht gut 182  000 Euro kosten – für die Gemeinde viel zu hoch. Eine Anwohnerversammlung soll es dazu Mitte November geben, ebenso für die Anlieger der August-Bebel_Straße.

Künftig keine öffentliche Straße mehr sein soll dagegen der Steinhöfeler Weg. Die Gemeinde fasste einen Grundsatzbeschluss. Der beinhaltet die Suche nach Fördergeld über die Richtlinie für Forstwirtschaftliche Vorhaben. Mit im Boot sei auch der Stadtforst Fürstenwalde. Die Verwaltung soll die Förderfähigkeit für eine Wegeinstandsetzung im Rahmen der Maßnahme prüfen, nach Pächtern oder Käufern für den Weg suchen und  ihn zum Waldweg entwidmen, der weiterhin von Anliegern genutzt werden kann. Von Seiten Steinhöfels, so berichtete deren Bürgermeisterin Renate Wels, sei dies auch so gedacht. Die Hauptverwaltungsbeamtin war extra zur Sitzung gekommen, freute sich auch über das positive Votum zum Beitritt-Vertrag. Steinhöfel hatte dem schon Ende September zugestimmt. „Wir passen gut zusammen“, sagte sie über die Odervorländer .

Gute Chancen hat der mit Fördergeld geplante Neubau des Feuerwehrgerätehauses im Gewerbegebiet. „Für Biegen liegt der Zuwendungsbescheid des Landes schon vor, für Berkenbrück erwarten wir ihn in den nächsten Tagen“, verkündete Marlen Rost. Der Bauantrag komme jetzt nach Beeskow. Klappt alles, wird das Haus nächstes Jahr errichtet. Zugunsten der Zufahrten votierten die Abgeordneten am Ende noch gegen den Erhalt des Waldstreifens an der Straße. Ersatzpflanzungen sind auf dem hinteren Teil des Grundstücks geplant.

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