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Baustart für Modernisierung des Spielfeldes / Insgesamt fließen 160 000 Euro an Investitionsmitteln / Spannende Vereinsgeschichte nach 1945

Vereinssport
Neuer Rollrasen für die Fußballer von Ladeburg

Baustelle: Der Spielbetrieb ist nicht beeinträchtigt, die Fußballer trainieren auf dem Kunstrasenplatz am Wasserturm.
Baustelle: Der Spielbetrieb ist nicht beeinträchtigt, die Fußballer trainieren auf dem Kunstrasenplatz am Wasserturm. © Foto: Sergej Scheibe
Kai-Uwe Krakau / 12.10.2018, 08:30 Uhr
Bernau (MOZ) Auf dem Sportplatz Ladeburg hat die Sanierung des Spielfeldes begonnen. Vereinsvorsitzender Philipp Lüdke, Bürgermeister André Stahl (Linke), Ortsbeiratsmitglied Daniel Sauer (CDU) sowie Garten- und Landschaftsbauer Kevin Sasse vollzogen die ersten Spatenstiche. Sie entfernten damit einige Rasenstücke auf der rund 5400 Quadratmeter großen Spielstätte des Sportvereins Blau Weiß Ladeburg.

Anschließend übernahm der Schaufelbagger die weitere Arbeit. In den kommenden Tagen wird er nach Angaben der Stadtverwaltung Bernau mehr als 1000 Kubikmeter Erde bewegen. Die Baumaßnahmen für den neuen Fußballplatz sollen bereits zum Jahresende abgeschlossen sein. Während dieser Zeit werden auf dem Spielfeld eine Bewässerungsanlage installiert und neuer Rollrasen ausgelegt. Zur äußeren Begrenzung müssen darüber hinaus  Aluminiumbanden montiert werden.

Der Spielbetrieb des SV Blau Weiß Ladeburg wird durch die Bauarbeiten nicht beeinträchtigt, da gerade der Winterbetrieb läuft. Die 100 Mitglieder trainieren während dieser Zeit auf dem Kunstrasenplatz am Wasserturm an der Oranienburger Chaussee.

Insgesamt 160 000 Euro kosten die Modernisierungsmaßnahmen für den Ladeburger Sportplatz. Der Landessportbund Brandenburg unterstützt das Projekt im Rahmen des Kommunalen Infrastrukturprogramms Sport des Landes Brandenburg mit 115 000 Euro. Die übrigen 45 000 Euro für die Sanierung der Sportstätte übernimmt die Kommune.

„Das ist gut angelegtes Geld“, sagte Bürgermeister Stahl anlässlich des ersten Spatenstiches. Die Bedingungen für den Vereinssport in Ladeburg würden dadurch deutlich verbessert. „Wir investieren damit weiter in die soziale Infrastruktur in der Stadt“, erklärte der Rathauschef.

Der Fußballsport in Ladeburg entwickelte sich nach 1945 im ehemaligen sowjetischen Autoreparaturwerk „Torpedo“ in Bernau-Waldfrieden. Dort gab es mehrere hundert deutsche Mitarbeiter und auch gute Voraussetzungen, um entsprechende Interessen- und Sportgemeinschaften zu bilden. Bedingt durch die Betriebsstruktur stand natürlich der Motorsport zunächst im Mittelpunkt. Gemeinsam wurde gebastelt, wurden die ersten Rennwagen und Motorräder zusammengebaut, die „Bernauer Schleife“ mit ihren Rennen war geboren.

Gleichzeitig gab es aber auch Jugendliche, die ihre Liebe zum Fußball entdeckten und eine „Torpedomannschaft“ bildeten. Die meisten Spieler kamen dabei aus Ladeburg. Die Sowjets stellten dabei neben der Fußballkleidung auch einen Bus für die Fahrten zu den Auswärtsspielen zur Verfügung. Die erste Mannschaft hieß im Jahr 1949 übrigens: SG Ladeburg.

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