Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Fünf Fraktionen fordern Nutzungskonzept / Baudezernentin stellt zusätzliches Geld in Aussicht

Denkmalschutz
Rettungsversuch für Sankt Georg

Zum Schutz vor Steinschlag: Ein Bauzaun umrahmt seit dem Teileinsturz eines Pfeilers die Sankt-Georgs-Kapelle.
Zum Schutz vor Steinschlag: Ein Bauzaun umrahmt seit dem Teileinsturz eines Pfeilers die Sankt-Georgs-Kapelle. © Foto: Thomas Burckhardt
Sven Klamann / 12.10.2018, 08:45 Uhr
Eberswalde (MOZ) Der Teileinsturz eines Pfeilers war in diesem Sommer das letzte Warnzeichen: Der bauliche Zustand der Kapelle des ehemaligen Sankt-Georg-Hospitals an der heutigen Breiten Straße hat sich dramatisch verschlechtert. Dabei gehört das vermutlich Mitte des 14. Jahrhundert errichtete Gebäude zu den architektonischen Wahrzeichen von Eberswalde – und war neben der Maria-Magdalenen-Kirche der zweite Beweggrund für die Stadtverordneten, sich im Sommer vorigen Jahres wie die Gemeinde Chorin der Europäischen Route der Backsteingotik anzuschließen. Jetzt haben die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, CDU, SPD, FDP und Bürgerfraktion einen erneuten Versuch gestartet, das unter Denkmalschutz stehende, unter konstruktiven Baumängeln leidende Kleinod vor dem endgültigen Verfall zu retten. „Wir haben natürlich nichts dagegen, wenn sich auch andere Fraktionen unserem gemeinsamen Vorstoß anschließen“, sagte Karen Oehler, Vorsitzende der Bündnisgrünen im Stadtparlament, nachdem die Mitglieder der Ausschüsse für Bau, Planung und Umwelt sowie für Soziales, Bildung, Kultur und Sport den Antrag einstimmig befürwortet hatten.

Mit der baulichen Sicherung der Kapelle, die schon Hospiz, Pulvermagazin, Heimatmuseum und Konzertstätte war und seit 2006 leer steht, geben sich die Volksvertreter nicht zufrieden. Sie fordern überdies eine Nutzungspotentialanalyse, von deren Ergebnis eventuell weitere Investitionen abhängen.

Im Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt hat Eberswaldes Baudezernentin Anne Fellner vorgeschlagen, dass im kommenden Jahr neben den ohnehin eingeplanten 42 000 Euro für Maurerarbeiten und 10 000 Euro für Planungsleistungen zusätzlich 10 000 Euro für die restauratorische Baubegleitung und 20 000 Euro für den Wiederaufbau des Pfeilers und unvorhergesehene Mehrkosten ausgegeben werden sollten. „Das ließe uns mehr Zeit für alle nachfolgenden Schritte“, sagte Anne Fellner, die den Einsatz der Stadtpolitik ausdrücklich befürwortete.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG