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Drachenfest lockt Familien in die Wriezener Silberberge / Schon im Vorfeld 60 Anmeldungen zum Wettbewerb

Herbstspaß
Höher, weiter, schneller

Nadja Voigt / 21.10.2018, 22:14 Uhr - Aktualisiert 22.10.2018, 11:33
Wriezen (MOZ) Hoch hinaus: Bei bestem Herbstwetter hat am Sonnabend in den Wriezener Silberbergen das Interkulturelle Drachenfest stattgefunden. Eingeladen hatte dazu der Verein Haus Sozialer Integration.

Aufgeregt gingen die kleinen Drachenlenker am Sonnabend an den Start. Die Schnur fest in der Hand warteten sie auf das Startzeichen von Moderator Dennis Ferch. Umso größer war die Enttäuschung, wenn der eigene Drachen am Boden blieb. Doch viele – auch selbstgebaute – konnten ihre Flugeigenschaften durchaus unter Beweis stellen. Und vordere Plätze einnehmen. In jeder Altersstufe fand eine Siegerehrung für die ersten drei Plätze statt. Außerdem bekamen alle einen Preis.

Bewertet wurde, wie hoch der Bastelaufwand für den Drachen war, ob er selbst gebastelt wurde, wie sein Aussehen und die Flugtauglichkeit sind, berichtete die vierköpfige Jury. Mit dabei: Bea Wurl, Petra Köhler, Silke Naß und Karin Bukatz. Sie alle sind Mitarbeiterinnen des Trägervereins HSI. „Ohne die Mitarbeiter wäre das alles nicht möglich“, lobte Dennis Ferch.

Julia Fabian zum Beispiel betreute die „Drachenwerkstatt“. „Wir wollten eigentlich nur Reparaturen anbieten. Aber nun sind wir schon dabei, den siebten Drachen zu basteln“, erzählte die junge Frau und beugte sich wieder zu Helene hinunter. Die Siebenjährige aus Hohenwutzen bastelte an ihrem Schlittendrachen. „Ich bin sehr gespannt, ob er auch wirklich fliegt.“ Fixiert wurde er mit langen Strohhalmen. Der Korpus aus einer großen blauen Mülltüte, wurde mit Hilfe einer Schablone zurecht geschnitten und später mit Tonpapier beklebt. „Eigentlich ist das ganz einfach und dauert nur rund 20 Minuten“, so Julia Fabian. Schließlich kamen noch farbige Kreppbänder an den Drachen, die dann im Wind flattern sollen.

Und die Windverhältnisse an diesem Tag waren ideal in Wriezen. Dort, wo sonst die Motoren der Motocrossmaschinen heulen, ging es am Sonnabend sehr viel leiser zu. Bis auf den ein oder anderen Fluch, der zu hören war, wenn das Flugobjekt nicht das machte, was es sollte. Zu erleben gab es zwischen 10 und 15 Uhr zudem ein abwechslungsreiches Programm. So sang die zweite Klasse der Wriezener Grund- und Oberschule „Salvador Allende“ Herbstlieder und die Freienwalder Karnevalsgesellschaft schickte ihre Bambinos, die mit ihrem „Körperteil-Blues“ unterhielten.

Unterstützt wurde das „Interkulturelle Drachenfest“ von der Stadt Wriezen, dessen Bürgermeister Karsten Ilm (CDU) die Festlichkeiten in den Silberbergen eröffnete. Sowie von vielen Helfern, die am Kuchenstand mithalfen oder Stockbrot über dem Feuer rösteten, die Kinder schminkten, die Hüpfburg betreuten oder zauberhafte Schminkideen umsetzten.

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