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Serie hält an
Prickelndes Aufsteigerduell

Immer wieder im Jubel: Sowohl Schenkenhorst als auch Neuruppin hatte auf der Bank emotionsgeladene Spielerinnen. Als Union in der starken ersten Phase einnetzte, jubelten auch Greta Uhlenbrock (vorn) und ihre Mitspielerinnen.
Immer wieder im Jubel: Sowohl Schenkenhorst als auch Neuruppin hatte auf der Bank emotionsgeladene Spielerinnen. Als Union in der starken ersten Phase einnetzte, jubelten auch Greta Uhlenbrock (vorn) und ihre Mitspielerinnen. © Foto: Matthias Haack
Matthias Haack / 21.10.2018, 22:50 Uhr - Aktualisiert 22.10.2018, 20:46
Neuruppin (Matthias Haack) Von Matthias Haack

Wenn ein Gästeteam nach dem Abpfiff in der Sporthalle des Oberstufenzentrums feiert, als ob eine Meisterschaft errungen wurde, dann muss etwas Außergewöhnliches passiert sein. Dabei hatten am Sonnabend sowohl HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst als auch Union Neuruppin allen Grund zum Jubeln.

Allerdings fühlte sich das 23:23 für die Gäste wie ein Sieg an. Denn der Zähler wurde beim ungeschlagenen SV Union geholt. „Ich wusste, dass es schwer wird“, gestand Unions Trainer Tony Palmowske. „Nach den ersten Minuten hatte ich zwar auf mehr gehofft. Aber unterm Strich wir bleiben ungeschlagen. Ich denke, das ist ein gewonnener Punkt heute.“ „Egal, wie wir die ersten vier Spiele bestritten hatten – wir sind und bleiben Aufsteiger in diese Liga“, zurrte er fest. Prächtig aufgelegt war im fünften Saisonspiel wiederum Anja Daniels. An der Torfrau bissen sich die Schenkenhorster immer wieder die Zähne aus.

Palmowske wunderte sich dennoch über ein Nachlassen seiner Mannschaft, die hätte durchaus eine Vorentscheidung in der ersten Halbzeit erzwingen musste, als sie mit vier Toren davongezogen (20. Minute), aber eben nicht weit genug entfernt war. „Schenkenhorst war gut, trumpfte hier mit einem sehr starken Angriff auf. Wir haben die Kreisläuferin absolut nicht außer Gefecht setzen können“, analysierte der Neuruppiner Coach.

Die Handballerinnen des SV Union Neuruppin thronen nach dem 23:23 gegen Ahrensdorf/Schenkenhorst II weiterhin in der Verbandsliga.
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Aufsteigerduell

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Die Gäste wirbelten etwas überraschend auf dem rechten Flügel mit starker Vehemenz, obwohl dort alles Spielerinnen sind, die den rechten Arm als den stärkeren besitzen. Der Tabellenerste fand kein Mittel, um diese Wucht zu bremsen. Eine Eintor-Führung brachte Union vor etwa 30 Zuschauern in die Halbzeitpause. Aber acht Minuten nach Wiederbeginn hatte das zweite Team des punktlosen Oberligisten ausgeglichen und lag sogar in Front. Kurzzeitig. Es folgten hochspannende Minuten mit wechselnden Führungen. Beide Seiten leisteten sich zwar technische Fehler, aber diese „sind dem hohem Tempo“ geschuldet, erläuterte Palmowske.

Sechs Minuten vorm Ende netzte Jenny Nguyen für die Gäste zum 23:22-Führungstreffer ein, der von der Bank aus ebenso lautstark bejubelt wurde wie jeder Neuruppiner Treffer von den Gastgeberinnen.

Zeitstrafen für Katrin Ulmer und Johanna Wittram folgten, so dass mehr Platz auf dem Parkett war. Doch es fiel lange kein Treffer, bis Greta Uhlenbrock ausglich. Zwei Minuten blieben. Zwei Auszeiten innerhalb von 29 Sekunden ebenso. Hätte Katrin Ulmer elf Sekunden vorm Abpfiff getroffen, wäre der Punkt sicher gewesen. So aber hatte der Gast den Ball und den finalen Angriff. Doch Union ließ den Pass über die Mittellinie durch geschicktes Pressing nicht zu.

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