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Tischtennis: Hauchdünne Entscheidung

Fixiert: Benjamin Buchwald lõsst den Ball beim Aufschlag nicht aus den Augen. Die Finower Jungen kõmpften bis zum Schluss um jeden Zõhler. Am Ende fehlten den Gastgebern zwei Sõtze f³r den Vizemeister. Foto: Torsten Stapel
Fixiert: Benjamin Buchwald lõsst den Ball beim Aufschlag nicht aus den Augen. Die Finower Jungen kõmpften bis zum Schluss um jeden Zõhler. Am Ende fehlten den Gastgebern zwei Sõtze f³r den Vizemeister. Foto: Torsten Stapel © Foto:
Katrin Dornemann / 06.06.2008, 18:30 Uhr
Eberswalde Die besten Jungen- und Mädchenteams aus den norddeutschen Landesverbänden traten im Eberswalder Sportkomplex Westend an, um ihre Mannschaftsmeisterschaften auszuspielen. Für den Brandenburger Landesverband startete bei den Jungen der Gastgeber TTC Finow GEWO.

Es ging um den Meistertitel und gleichzeitig um die Qualifikation zu den deutschen Meisterschaften in Mönchengladbach. Diese Fahrkarte gab es für Rang eins und zwei.

Die Finower spielten in der Besetzung Christian Sponholz, Patrick Schinkel, Christian Zieber und Benjamin Buchwald. Sie hatten ein großes Ziel: den zweiten Platz, um zu den Deutschen Meisterschaften fahren zu können.

Am ersten Tag lief zunächst alles nach Plan. Gegen die beiden Mannschaften Grünhöfe und Zerbst wurde deutlich ohne Spielverlust gewonnen. Doch dann folgte die erste Herausforderung. Es ging im Spiel gegen den SV Schwarzer Berg (Niedersachsen) um den Gruppensieg, denn auch die Niedersachsen hatten ihre Spiele bisher sicher nach Haus geholt.

Nachdem der Start misslang und Finow mit 2:5 im Rückstand lag, starteten die Jungs eine tolle Aufholjagd. Denn sie wollten als Gruppensieger ins Finale. Das Team mobilisierte trotz Hitze noch einmal alle Kräfte. So erkämpften nach Christian Sponholz auch Patrick Schinkel und Christian Zieber zwei Einzelsiege für Finow.

Beim Spielstand von 4:5 lag es an Benjamin Buchwald, doch noch ein Unentschieden zu erreichen und somit den Gruppensieg zu sichern. Die Partie war nervenaufreibend und an Spannung kaum zu überbieten. Dann jubelten Eltern und Fans, denn Benny gewann sein letztes Einzel im fünften Satz 11:9. Somit war der erste Schritt getan.

Die Mannschaft um die Betreuer Lajos Tamas und Katrin Dornemann wollte den zweiten Platz am folgenden Finaltag. Favorit Hertha BSC wurde in der anderen Gruppe sicher Erster. Daher konzentrierte Finow sich weiter auf den zweiten Platz.

Wie heiß dieser umkämpft sein wird, konnte da noch keiner ahnen.

Das Auftaktspiel der Finalrunde gegen die TT-Freunde aus Hamburg lief äußerst ausgeglichen. Jede Partie war aufregend und spannend.

So hieß es vor dem letzten Einzel wieder 5:4, diesmal für Finow. Doch Benjamin Buchwald hatte Schwierigkeiten mit dem Gegner und so ging das letzte Einzel nach Hamburg - 5:5. Weiter war alles möglich. Denn nun kam es auf die abschließenden Begegnungen, Finow gegen Hertha und Schwarzer Berg gegen Hamburg, an. Hertha lag immer noch ohne Minuspunkt in Führung. Die Finower standen vor einer schweren Aufgabe. Beim Spielstand von 5:2 für Berlin schien die Partie verloren. Aber die Jungen starteten eine furiose Aufholjagd.

Im oberen Paarkreuz lag Patrick Schinkel bereits 0:2 gegen die Berliner Nummer zwei, Ben Tietjen, hinten, als er sich dank großer Unterstützung und lautstarker Anfeuerung des Publikums ins Spiel zurückkämpfte und die Begegnung noch drehte. Finow gab weiter alles, denn an den Nebentischen gab es ein 5:5 zwischen den Gegnern.

Nun zählte jedes Spiel. Christian Zieber siegte mit einer super Leistung und so kamen die Jungen auf 4:5 heran. Alle wussten, es geht um alles. Denn mit vier Punkten auf dem Konto ist Finow auch im Fall einer Niederlage im Kampf um Platz zwei mit dabei. Für Benjamin Buchwald war die Aufgabe des letzten Einzels aber nicht zu lösen. Die Nummer vier aus Berlin war doch zu stark. Aber trotz der knappen 4:6-Niederlage waren die Begleiter mit den vier Finowern zufrieden, die alles gegeben hatten.

Das Endergebnis ließ auf sich warten. Dann passierte etwas, was es bei einer Meisterschaft noch nie gab. Die Sätze und sogar Bälle wurden aufgrund des Gleichstandes der Mannschaften aus Finow und Hamburg gezählt. Dabei kam es zu einem Versehen der Turnierleitung, sie setzte Finow auf den zweiten Platz hinter Hertha.

Doch lange währte die Freude der Gastgeber nicht. Hamburg legte Protest ein und nach nochmaliger genauer Prüfung stellte sich heraus: Den Finower Jungen fehlten am Ende dieser zwei harten Tage ganze zwei Sätze zum Vizemeister und der erhofften Qualifikation. So freuten sich die Hamburger Tischtennisfreunde über diesen Platz und Finow wurde Dritter.

"Doch trotzdem ein großes Dankeschön an alle vier Jungen, die an diesen beiden Tagen tolles Tischtennis und starken Kampfgeist zeigten. Sie begeisterten damit Trainer, Eltern und Fans, die das Team unterstützten", so Katrin Dornemann und Lajos Tamas, die zufrieden mit dem Auftritt der Finower waren.

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