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Am Wochenende wurde der Halloween-Veranstaltungsreigen eröffnet

Halloween
Grusellauf und Leichenfinger

Eva-Maria Lubisch, Ulrich Dahl / 29.10.2018, 07:00 Uhr - Aktualisiert 29.10.2018, 09:18
Neutrebbin/Gusow/Neuhardenberg ( ) Am Wochenende vor Halloween haben in den ersten Orten im Oderland Veranstalter das gruselige Treiben eröffnet. Die Hexen und Monster kamen scharenweise.

Frieda und Jamila kreischen auf, als plötzlich etwas aufheult. Es ist ein Laubbläser. Die Mädchen haben gerade den Grusellauf beim Neutrebbiner Halloweenfest absolviert: Mehr als 25 Mitwirkende, als Hexen, Monster und Untote verkleidet, sorgen bei den Besuchern für schaurig schöne Momente.

Schon vorm offiziellen Fest haben Veranstalter im Oderland zu Halloween-Partys und einem Kürbisfest eingeladen.
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Halloween im Oderland

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Das Fest beginnt mit einem Zug vom Friedensplatz durchs Dorf. Vorbei an fröhlich-gruselig dekorierten Häusern – und einer Hexe, die ein Kind kocht: „Die Kleine ist ganz schön zäh“, murrt Gilda Merkel im Hexenkostüm. Ziel des Umzugs ist die Festwiese am Pappelweg.

Dort wird das große Feuer entzündet, um das die Hexen und Geister tanzen. „Wir haben etwa 530 Teilnehmer gezählt“, sagt Kay Höhne. Der Organisator vom SV Hertha Neutrebbin ist sehr zufrieden: „Ich hätte nicht erwartet, dass unser Halloweenumzug schon fast einen Dorffestcharakter bekommt.“

Höhne dankt den vielen Helfern: „Nur durch sie konnte das Fest ein so großer Erfolg werden. Viele haben ihre Häuser wieder phantasievoll dekoriert und in großartigen Verkleidungen beim Grusellauf geschauspielert“, lobt der Cheforganisator. Nancy Zimmermann staunt nach dem vierten Durchgang des Laufs: „Da stehen ja immer noch Leute an!“ Also dreht sie mit ihrem blutverschmierten Partner im Rollstuhl noch eine Runde durch die kreischenden Besucher. Nach der Prämierung der besten Kostüme feiern die Monster, Zauberer und Zombies bei fröhlicher Diskomusik bis tief in die Nacht.

Den Weg zum Festplatz am Gusower Pumpenhaus wiesen den vielen Besuchern aus Gusow-Platkow und Umgebung mehr als 350 leuchtende Kürbismonster entlang der Schlossstraße. Die Mitglieder des Dorfclub Gusow-Platkow um Jens Thiemann hatten zum 10. Mal zum Kürbisfest eingeladen. Cheforganisatorin Anika Dunst und ihre Helfer hatten ein tolles Programm auf die Beine gestellt.

Dessen Höhepunkt war die Grusel-Wanderung vom Pumpenhaus zum Hundeplatz. Dort hatte Frank Klausing einen Parcour vorbereitet, dessen Attraktion eine Riesenspinne im Baum war. Sie ließ Süßigkeiten auf die kreischenden Kinder regnen.

Norbert Remus vom Dorfclub las Gruselgeschichten, Thomas Böhme sorgte für gespenstische Musik dazu. Aus 10 Kilo Mehl hatte Bäckermeister Peter Studier Stockbrotteig gemacht, den die Geister über Feuerschalen buken. Die schönsten Kürbisse und schaurigsten Kostüme wurden prämiert. Im Festzelt gab es ein gemütliches Beieinander mit Kürbissuppe und vielem mehr.

Entweder durchs flache Höllentor kriechen oder einen Taler zahlen – vor der Alternative standen die Besucher der sechsten Halloween-Party des SV Fortuna Neuhardenberg am Einlass am Sportplatz. Auf dem schummrigen Festplatz, dekoriert mit Kürbissen und Monstern, garten kleine Geister Stockbrot und Marshmallows in Feuerschalen.

Für den Höhepunkt, eine Nachtwanderung mit Grusel-Aktionen durch den nahen Wald, gab es Hilfe vom M.A.A.S. Rettungsdienst-Verein. Kathrin Mai-Schlüter, die die Wanderung führte, sammelte vorm Start alle Handys ein. Belohnt wurden die mutigen Wanderer mit einem Eimer voller Süßigkeiten. In der Hexenküche konnten sich hungrige Grusel-Fans derweil an „Leichenfingern“ (Bratwurst) „gegrillter Fledermaus“ (Kammscheibe), „Hirn“ und „Spinnennestern“ stärken. Die Jury – zwei Geister und ein sprechender Hut – prämierte die schönsten Kostüme.

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